abspecken-kann-jeder.de https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/ Tue, 08 Sep 2026 05:10:24 +0000 de-DE hourly 1 Dein inneres Team https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/dein-inneres-team/ https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/dein-inneres-team/#comments Sun, 17 Nov 2024 07:00:00 +0000 innerer Konflikt https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/dein-inneres-team/ Weiterlesen

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Der heutige Blogartikel ist auf Basis eines Interviews mit Sylke Schliep entstanden.

Du kennst sie nicht nur als meine Mentorin, sondern auch als Mitglied und als Instruktor bei ID37. 

Mit ihr gemeinsam schauen wir heute auf unser ,,inneres Team“. 

Was ist das überhaupt und wie gelingt es dir, auf alle deine Teammitglieder zu hören? 

Das erfährst du jetzt!👇

Das innere Team

Ich muss gestehen, das innere Team kenne ich zwar vom Namen her, aber noch lange nicht so gut wie Sylke. 

Ein erstes Bild dafür wären Engelchen und Teufelchen. Das Engelchen sitzt auf der rechten Schulter und das Teufelchen auf der linken. Das eine flüstert mir zu: 

„Ja mach jetzt. Alles gut.“ 

und das andere 

„Lass das lieber.“

Doch in der Praxis sieht das oft ganz anders aus, denn wir Menschen sind viel zu komplex, als dass wir uns auf diese zwei Aspekte herunterbrechen könnten. 

Deswegen sollten wir es auch nicht tun. Ganz im Sinne des Buches von Richard David Precht „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“. Oder, wie Sylke es ausdrückt:

,,Wir haben verschiedenen innere Anteile und man kann jedem inneren Anteil eine Stimme geben. Denn jeder innere Anteil hat etwas zu sagen und auch seine Bedeutung. Und wir können das auch nicht ignorieren. Wenn wir ihn ignorieren, weil wir ihn noch nicht kennen oder noch nicht definiert haben, dann geraten wir manchmal vielleicht in Situationen, wo wir uns fragen: 

„Was war das denn auf einmal? Warum habe ich denn so gehandelt?“

Wenn man eben diese inneren Anteile kennt, fällt es einem leichter zu erkennen, weshalb man in jener Situation so reagiert hat und auch ob es die richtige Stimme war, auf die man da gehört hat.“


Wie wir nicht mit diesen inneren Anteilen umgehen sollten

Wir sollten sie nicht ignorieren. Doch genau das passiert schneller als gedacht, zum Beispiel in Situationen, in denen wir gestresst sind oder eine schnelle Entscheidung treffen müssen. Denn dann ist es nicht so einfach vorher noch zu sortieren, aus welchem Anteil heraus ich diese Entscheidung treffe. Das ist so etwas, wenn man sagt: 

„Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen“ 

Ich treffe eine Entscheidung und merke hinterher: 

„Mist, es ist genau das eingetreten, wovor mich dieses Bauchgefühl gewarnt hat.“ 

Wir alle dürfen also lernen, unser Bauchgefühl ernster zu nehmen.

Doch es muss nicht unbedingt das Bauchgefühl sein, es können auch unsere vorherrschenden Emotionen sein, die uns den ersten Impuls liefern. Und das kann mal sinnvoll sein und mal nicht.

Doch am Ende ist es immer so, dass wir über all diese Emotionen und Impulse die Oberhand haben, denn wir sind der Chef unseres eigenen Teams. 

Du entscheidest also, welchen Weg du gehst und welcher Stimme du folgst und nicht die Stimmen entscheiden über dich. 

Dabei geht es nie um Schuldzuweisung an sich selbst.

 
Oft entscheiden wir uns vielleicht für etwas Selbstzerstörerisches oder etwas, von dem ich genau weiß, dass ich das doch eigentlich gar nicht will. Doch dieser Ruf ist so laut und die Menschen geben sich oft die Schuld. 

Genau in diesen Momenten ist es umso wichtiger, sich vor Augen zu führen, dass wir die Oberhand über das innere Team haben, wir entscheiden. Denn leider lassen sich diese Stimmen nicht ausradieren. 

Aber wir können einen liebevollen Umgang mit ihnen pflegen. Wir können beispielsweise sagen: 

„Danke, dass du mich warnst. Ich habe aber jetzt eine andere Entscheidung getroffen, doch ich schätze dein Urteil. Aber dieses Mal mache ich es anders.“
inneres Team

Das war jetzt der Fall, dass wir die Stimme hören, aber ignorieren. Doch oft ist es auch so, dass wir diese Stimme gar nicht hören oder kennen. Woher das kommt, erklärt Sylke wie folgt:

„Es kommt daher, dass ich bestimmte Muster habe, in denen ich reagiere. Wie so ein eingetretener Pfad. Den bin ich immer gegangen und irgendwie bin ich immer zum Ziel gekommen. Das was rechts und links passiert ignoriere ich. Es kann sein, dass die anderen Stimmen nicht laut genug sind, oder ich mache meine Klappen dicht und höre sie einfach nicht.

Was man wirklich tun sollte, ist, sich am Anfang hinzusetzen und sich aufzuschreiben, welche Anteile ich in mir habe. Woraus setzt sich mein inneres Team zusammen? 
Wenn ich das mit den Leuten im Coaching mache, habe ich immer total den Spaß daran, den inneren Stimmen auch Namen zu geben. Dann gibt es den Außenseiter, den Warner, den Vorsichtigen und so weiter. Sie werden identifiziert und das hilft dabei, denn sie sind ein Teil von mir. Ich werde sie nicht loskriegen, also muss ich sie alle unter einen Hut kriegen.“

Das bedeutet aber auch, dass wir nicht alle ein gleiches inneres Team in uns haben. Es macht also keinen Sinn, nach speziellen Teammitgliedern zu suchen, die alle haben, sondern vielmehr schaue ich bei mir, wer zu meinem inneren Team gehört.

Wie du dein inneres Team findest

Es gibt unzählige Möglichkeiten, aber da wir beide mit der Gebrauchsanweisung arbeiten, wollen wir über diese Möglichkeit sprechen, denn die Gebrauchsanweisung sagt mir schon sehr viel darüber. 

Alle stark hohen oder stark niedrigen Ausprägungen beinhalten eine intensive Emotion. Und diese Emotion hat eine Stimme. Und genau darüber kann man sie zum Teil benennen.

Nehmen wir zum Beispiel das Motiv Sicherheit. Da gibt es den Warner, der mich zurückhält, Entscheidungen zu treffen. Dann gibt es vielleicht noch denjenigen, der sagt: 

„Vorsicht, hast du auch alles bedacht?“ 

und den 

„Augen zu und durch. Hauptsache Risiko. Da spüre ich den Kitzel und das will ich unbedingt.“ 

Dieser Warner oder Wächter hat zwei Funktionen. Einmal hat er die Funktion, dich nicht blind ins Unglück laufen zu lassen. Aber er hindert dich auch daran, immer das Bestmögliche aus dir herauszuholen. 

Du kommst nie in deine volle Entfaltung, weil du immer auf den Wächter hörst. 

Also schau gerne mal, wer Teil deines eigenen Teams sein könnte! Und wenn du das machst, dann hab gar nicht so den Anspruch an dich selbst, jedes Teammitglied zu finden. Aber du wirst welche finden und das wird dir helfen dich selbst noch besser kennenzulernen.

Wie können wir mit dem inneren Team arbeiten?

Sylke sagt dazu: 

„Stell dir mal vor, bei dir klingelt es an der Tür und dein Nachbar, der kein Auto hat, möchte sich deins zum Einkaufen ausleihen. Und du bist hin und her gerissen, ob du ihm den Schlüssel in die Hand drücken sollst oder nicht. Denn da werden unterschiedliche Stimmen laut. Da ist vielleicht der Übervorsichtige, der Sorge hat, dass der Nachbar das Fahrzeug gegen die Wand fährt. Da ist vielleicht der Soziale, der genau weiß, dass sie einkaufen muss, denn sie hat drei Kinder und keine andere Chance. 
Da ist der Sparsame, der genau berechnet, wie viel Sprit sie verbrauchen wird. Oder der Dankbare, der weiß, dass sie schon öfter Zucker, Mehl etc. ausgeliehen hat. Und dem Dankbaren ist auch klar, dass dies eine Möglichkeit wäre, sich endlich mal dafür zu revanchieren. Deine Reaktion ist jetzt abhängig davon, welchem Teammitglied du die lauteste Stimme gibst.“

Welche ist es bei dir?
Denn bei jedem von euch wird es vermutlich eine andere sein. 

Wir können einfach nicht sagen: „Man“ reagiert auf diese oder jene Situation so oder so. 

Natürlich gibt es Menschen, für die meine Reaktion auf dieses Beispiel vielleicht total absurd wirken würde.

 Doch hier gibt es mal wieder kein Richtig und kein Falsch. Doch es tut so gut zu wissen, dass wir alle unterschiedlich ticken und es tut so gut, so zu ticken und zu handeln, wie wir eben ticken und handeln.

absurd

Hier noch ein weiteres Beispiel von Sylke: 

„Mir fällt noch ein Beispiel aus meinen Coachings ein, welches schon ein wenig länger her ist. Da ging es um jemanden, der mit seinem Leben unzufrieden war. Dem habe ich dann auch das innere Team vorgestellt und er hat dann mit all seinen Teammitgliedern (die er herausgefunden hat) eine Teamkonferenz gemacht. Er hat wirklich mit denen geredet. 
Er sagte: „Ich habe euch jetzt zur Konferenz einberufen, weil ich mich mal für all die guten Ratschläge bedanken wollte, die ihr mir in der Vergangenheit gegeben habt. Aber mein Weg wird jetzt folgender sein.“


Und dann hat er das beschrieben. „Und dazu brauche ich die Stimme von dem Teammitglied und von dem Teammitglied.“ 
Es geht also immer darum zu wissen, dass wir das Oberhaupt sind. Wir entscheiden, welcher Stimme wir folgen. Und wir können sie, wie gesagt, nicht ausradieren, doch wir können unsere Wertschätzung ausdrücken, aber dass sie bei dieser Entscheidung nicht die Hoheit haben wird. (…) 
Genauso, wie es im wahren Leben die verschiedenen Gruppen, wie die Außenseiter, gibt, die nie gehört werden, weil sie sich nicht zu Wort melden oder aus welchen Gründen auch immer übersehen werden. So ist das mit unserem inneren Team ebenfalls. Da gibt es die lauten, die starken, die immer alles übertönen und es gibt die kleinen, feinen Stimmen, denen man einfach Gehör schenken muss. 
Die kennt man vielleicht gar nicht. Auch das kann passieren. Das passiert mir regelmäßig im Coaching, dass die Leute sagen: „Ist mir nie aufgefallen, aber ich glaube die Stimme gibt es auch“. Dann bekommen diese Menschen auch ein ganz anderes Gefühl für sich. Sie sehen auch die Vielfalt, die in ihnen steckt. Es ist nicht nur die Stimme, die sagt: „Du musst“ oder „Mach das bloß nicht“. Es gibt da auch andere Stimmen. Es ist wert, sich auch diese mal anzuhören.“

Und das gilt natürlich nicht nur für dich, sondern auch für alle anderen Menschen. Denn jeder Mensch kann in der gleichen Situation völlig andere Gedanken haben.

Laute Stimmen dürfen manchmal ignoriert werden

Das innere Team hilft dir auch dann, wenn du dich dabei ertappst, dass du deine eigene Dysbalance an andere weiterreichst. 

Was meine ich damit?

 
Lass mich dir dazu ein Beispiel geben. Ich bin sehr selten wütend. Meine Wut ist auch anders, als die von anderen. Ich werde dann laut und spüre da etwas in mir und letztens hatte ich eine solche Situation. Da habe ich einer dritten Person gesagt: 

„Es wäre wirklich super, wenn du mich jetzt mal in Ruhe lässt. Deine Probleme nerven mich gerade zusätzlich zu meinem Stress.“

Da habe ich mich sofort entschuldigt, weil ich mich vor mir selbst erschrocken habe und gedacht habe:

 „Huch, das bist du ja gar nicht.“ 

Die Person war mindestens genauso überrascht, wie ich es war und dadurch, dass ich mich sofort entschuldigt habe, war es auch okay. Aber ich habe mich selbst auch gefragt: 

„Okay, was war denn das gerade hier?“ 

Da habe ich echt gemerkt, ich war einfach drüber. Ich hätte besser auf mich achten müssen und ich glaube, dass es auch leider häufiger passiert, dass dritte Menschen etwas von uns abbekommen. Denn es ging hier überhaupt nicht um diese Person, sie hat überhaupt nichts gemacht. 

Das war mein eigenes Ding, aber mir ist das so bewusst geworden und wie ich mich über mich selbst erschrocken habe. 

Auf jeden Fall gut, da auch hinzuhören und zu fragen, was mir diese Stimme denn sagen will und darauf auch gerne einzugehen. Doch wie schaffe ich es, die Stimmen, denen ich nicht zuhören will, leider zu drehen?

Sylkes Antwort darauf ist: 

„Ich drehe sie nicht leise, sondern ich ignoriere sie ganz brutal. Manchmal auch mit einem: „Lass mich in Ruhe“. Es ist nicht richtig das zu tun, aber ich tue es trotzdem.“ Außerdem kannst du mit der Stimme in einen Dialog gehen und sagen: „Nein, jetzt nicht. Ich ignoriere dich jetzt“. Nochmal: Wir sind das Oberhaupt. Also können wir auch wirklich diese Karte ziehen und sagen: „Ich weiß, dass du da bist und weshalb du da bist. Aber ICH entscheide!“.
Selbstvertrauen

Stimmen für deine Entscheidungsfindung

Vielleicht stehst du gerade vor einer wichtigen Entscheidung und natürlich kann dir auch hierbei dein inneres Team helfen. 

Ich zum Beispiel entscheide in der Regel danach, was mir in der jeweiligen Situation am sinnvollsten erscheint. Das ist ein Treiber. Und das ist auch einer deiner lautesten und stärksten Stimmen, die immer fragt:

„Was ist der Sinn dahinter? Bringt das was? Bringt mir das was?" 

Das ist, so Sylke, die Stimme der Prinzipien. Diese Stimme leitet mich und das ist die Stimme, die wir immer hören müssen, denn sie hilft uns, Entscheidungen zu treffen.

Doch es gibt noch eine Stimme, die ganz leise gedreht ist. Ganz, ganz leise. Kaum hörbar. Die sagt: 

„Dirk, nur wenn es dir gut geht, kann es den anderen auch gut gehen.“ 

Und diese Stimme hätte im Leben der meisten Menschen auch etwas mehr Lautstärke verdient. Denn nur, wenn es dir gut geht, kannst du auch für andere wirklich da sein. 

Aber wenn du die Energie nicht hast, weil du nicht gut für dich selbst gesorgt hast, dann war diese Stimme sehr leise und somit wirst du nicht in deiner vollen Kraft stehen. 

Diese Stimme sollten wir deshalb ebenfalls berücksichtigen, wenn wir Entscheidungen treffen.

Um deine Stimmen besser hören zu lernen, geh gerne mal in verschiedene Situationen hinein, wie zum Beispiel jene mit dem Autoschlüssel oder auch zum Beispiel das Thema „Nein sagen“. 

Wir alle kennen Situationen, in denen wir wissen, dass wir am liebsten Nein sagen wollen, aber es nicht schaffen. 

Da kann ich wunderbar abfragen:

  • Was sagen denn die Stimmen in mir?
  • Warum weiß ich eigentlich, dass ich Nein sagen will?
  • Was ist das eigentlich für eine Stimme, die dieses Nein nicht über die Lippen kriegt? 

Und genau das kannst du auf alle anderen Situationen genauso anwenden.

So ist zum Beispiel auch meine morgendliche Bewegungsroutine entstanden. 

Für alle, die es nicht wissen: ich bin ein absoluter Bewegungsmuffel. 

Früher war ich arbeitsbedingt viel in Bewegung, doch als ich Vollzeit ins Coaching gegangen bin, hat sich das natürlich geändert. Ich habe hier gesessen und dachte mir auf der Sachebene: Ich habe hier meine 3000 Schritte auf der Uhr. 

Und vorher, als ich immer unterwegs war, hatte ich immer 10.000 Schritte voll. 10.000 Schritte sind gesund und dahinter stehe ich. Dies ist mir vom Kopf her klar, doch es ist kein innerlicher Antrieb. Aber bei mir funktioniert das auch manchmal mit dem Kopf. 

Ich sage: Es ist wichtig, etwas für seine Gesundheit zu tun und was du tun kannst - tu!

Ich habe mir gesagt: 

„Das geht nicht, dass du hier jeden Tag mit 2-3000 Schritten abschließt."

Und so habe ich dann mit meinem inneren Team diskutiert und gefragt: 

„Wie kannst du dich bewegen?"

Und ich habe mir gesagt: 

„So, du bist jetzt ehrlich zu dir und fängst nicht wieder mit Scheinargumenten an wie:„
Ich habe keine Zeit“.
„Ich bin faul. Ich habe keinen Bock mich anzuziehen und raus zu gehen. Ich hasse Bewegung." 

Also bin ich jedes einzelne Argument durchgegangen und die Lösung ist das Laufband im Schlafzimmer.

 So muss ich mich nicht erst umziehen, sondern kann direkt nach dem Aufstehen morgens auf das Laufband. Denn abends habe ich keinen Bock. 

Dafür stehe ich eine halbe Stunde früher auf und habe somit für mich die richtige Zeit mit einer halben Stunde und dem passenden Tempo gewählt. Das ist anstrengend, aber machbar. 

Ich muss jeden Tag auf dieses Laufband, ohne dass es mir Spaß macht - Aber das schaffe ich. Das ist für mich kein Problem. So funktioniert das für mich.

Laufband

Dann habe ich erkannt, dass ich mich an stressigen Tagen, an denen ich eigentlich platt sein müsste, einfach nicht platt fühle. 

Inzwischen gehe ich von Montag bis Freitag täglich auf das Laufband und begonnen habe ich übrigens mit dreimal die Woche. 

Da ich ein Bewegungsmuffel in ziemlich hoher Ausprägung bin, musste ich mir eingestehen, dass es da einen Zusammenhang zwischen dem Laufband und diesen Tagen gibt. Somit erschloss sich für mich auch der Sinn. 

Wenn ich das mache, habe ich nicht nur die Bewegung, sondern ich fühle mich auch besser. Dadurch ist es dann zu einer Routine geworden, die schon sehr lange anhält. Leute sagen mir: 

„Es kann nicht funktionieren, wenn du das nicht gerne machst.“ 

Und ich sage:

„Ich hasse es, aber ich weiß warum und ich halte das einfach durch. Es ist für mich aber auch keine Qual, aber es hat mit Spaß rein gar nichts zu tun. Und ich weiß, dass ich so mehr Platz in meinem Budget habe."

 Also: wenn du es schlau machst, kannst du die irrsinnigsten Dinge umsetzen, von denen du noch vor zwei Jahren gesagt hast: 

„Kann doch gar nicht angehen." 

Das ist auch etwas, was mich immer noch mit Stolz erfüllt. Ich denke immer: Es ist so krass, dass du das immer noch jeden Morgen durchziehst.

Diese Ausreden wie: 

„Ich habe keine Zeit.“ 

und 

„Ich habe ja so viel zu tun.“ 

wirklich wegzuschieben und darauf zu hören, was die Stimmen in mir sagen, war ein riesen Gamechanger. Denn ich sage mir immer, wir müssen uns (was uns selbst betrifft) vor uns selbst rechtfertigen. Ich muss mich nicht bewegen, wenn ich das nicht will. Natürlich sollte ich das tun, aber ich sage mir immer: 

„Du musst gar nix!"

Mir hat es also geholfen, auf die Stimmen zu hören und die musste ich wirklich auf laut drehen, damit ich auf sie reagieren konnte. Und irgendwann gab es kein Argument mehr.

„Keine Zeit“ 

hätte das einfach nur kaputt gemacht. Das ist ja ein Totschlagargument und damit stehen wir uns ja oft im Wege. 

Ich finde, es gibt auch keine peinliche Stimme. Also wenn sie zum Beispiel sagt: Mir sind 10 Minuten Gymnastik am Morgen zu viel. Dann ist das so. 

Dann arbeite mit etwas anderem. Ich glaube, es ist ganz wichtig, denn sonst schieben wir immer Themen davor und kommen nicht so richtig an den Kern.

Fazit

Jeder Mensch hat ein inneres Team. Dieses können wir uns in Form von vielen, verschiedenen inneren Stimmen vorstellen. 

Es gibt dabei sowohl laute als auch leise Stimmen, manche sind vielleicht sogar so leise, dass ich sie selbst gar nicht höre. Es gibt auch die Stimmen, die laut sind, doch ich ignoriere sie. 

Diese Stimmen (vor allem die offensichtlichen) kann ich hören und benennen. 

Ich darf auch für mich berücksichtigen, dass es auch immer blinde Flecken geben kann. Das habe ich ja gerade selbst erlebt. Und zwar in Form von ganz leisen Stimmen, bei denen es total Sinn ergibt, dass wir von außen mit der  drauf gucken und sie auch benennen. 

Da müssen wir auch nicht großartig rumraten, da wissen wir sie einfach. 

Wir haben ebenfalls gelernt, dass es wichtig ist, diese Stimmen nicht in Engelchen und Teufelchen einzuteilen. Sondern wirklich zu schauen, was sie da sagen. 

Was ist das Gute an dieser Stimme und was ist einschränkend, bremsend oder hinderlich. Denn genau das wird einen riesen Einfluss aufs Leben haben. 

Jeder Mensch hat dabei ein eigenes inneres Team, was individuell und auch sehr unterschiedlich sein kann. Doch eine Sache ist immer gleich: 

Ich bin das Oberhaupt dieser Stimmen. Ich treffe die Entscheidungen.

Mit diesen Stimmen können wir auch eine Teamkonferenz machen, um zum Beispiel Entscheidungen zu treffen. Denn nicht jede Entscheidung entsteht aus dem ersten Impuls heraus. 

Wenn ich mir überlege, ob ich den neuen Job annehmen will oder nicht, habe ich ja meistens auch etwas Bedenkzeit. 

Diese kann ich dann nutze, um mich zu fragen: Was sagen mir denn die einzelnen Stimmen? Damit habe ich eine ganz andere Entscheidungsgrundlage, als wenn ich nur dem ersten Impuls folge. 

Und das schöne ist: Das ist gerade mal der Anfang einer langen Reise, denn dein inneres Team kann noch so viel mehr, als es ein kurzer Artikel je zusammenfassen könnte.

gemeinsam stark

Und jetzt bist du dran!

Schreib mir gerne dein Feedback in die Kommentare!

Was hat dich heute besonders inspiriert?

Kennst du bereits dein inneres Team?

Wenn du Interesse hast, auch einen Blick in deine Gebrauchsanweisung zu werfen, schaue gern hier nach einem passenden Paket für dich.

Viele Grüße

von deinem virtuellen Coach

Dirk


Hörprobe gefällig?

Dann hör gleich hier in deine Lieblings-Episode vom meinem "Reboot Yourself"-Podcast!


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Wo kommen meine Emotionen her

Genau das findest du durch die Gebrauchsanweisung heraus. 

Doch spätestens dann drängt sich auch die nächste Frage auf: 

Wie genau gehe ich denn nun mit diesen Emotionen um

Und das wollen wir heute gemeinsam herausfinden. Legen wir los! 👇

Verdrängte Emotionen

„Umgang mit deinen Emotionen

Ich denke mir immer und immer wieder, dass das ein sehr unterschätztes Thema ist.
Warum?
Emotionen sind gut und Emotionen sind wichtig.
Zum Umgang mit den Emotionen gehören dabei mehrere Phasen.
Dabei geht es darum, die Emotionen überhaupt zu erkennen, sie wahrzunehmen und auch wieder herauszulassen. Ich spreche hier ganz gerne von einem Ventil. 

All das verlernen wir häufig.
Wir bekommen sehr schnell, oft schon in frühester Kindheit, beigebracht, welche Emotionen in Ordnung sind und welche nicht.
Wir bekommen relativ schnell gezeigt, dass Emotionen nicht gut sind, wenn andere sie merken.
Und wir bringen uns aus der eigenen Erfahrung heraus an der einen oder anderen Stelle auch selbst bei, dass es sich nicht gut anfühlt, wenn diese Emotionen da sind.
Und all das trägt ein Stück dazu bei, dass wir das alles verschütten, indem wir Methoden und Strategien entwickeln, um diese Emotionen wegzudrücken.
Dadurch verlernen wir aber auch den Umgang damit.

Weshalb ist es wichtig, mit den Emotionen umgehen zu lernen?
Weil sich die Emotionen oftmals ihren Weg suchen. (Ich habe gerade überlegt, ob ich das Wort "oftmals" oder "immer" verwenden soll, ich bin aber kein Freund von Übertreibungen.)
Die Emotionen suchen sich also ihren Weg und der ist meist mit großen Nachteilen für uns selbst verbunden. 

Denn wir sind nicht darauf ausgelegt, Emotionen zu kompensieren oder sie zuzuschütten.

Haupt Emotionen

Die vier Haupt-Emotionen

Dazu möchte ich mit dir zu dem Anfang gehen, nämlich zu dem Punkt, an dem die Emotionen entstehen. Dazu ist es wichtig, sich erst einmal klar zu werden, worum es sich dabei handelt.
Über welche Emotion sprechen wir? 

Ich werde später im Verlauf auch noch mal in die Tiefe der Emotion gehen.
Aber damit es für dich vielleicht ein wenig greifbarer wird, würde ich ganz gerne mit dir zunächst auf die vier Hauptemotionen oder auch Basisemotionen gucken. 

Diese sind: Freude, Trauer, Wut und Angst

Ich frage dich jetzt: 

Welche dieser Emotionen kennst du?
Welche dieser Emotionen erlebst du?
Wie stehst du diesen Emotionen gegenüber, wenn du sie dir laut vorsprichst?
Ist da eine Bewertung?
Fühlst du da was?
Passiert da gar nichts?
Musst du bei einer Emotion vielleicht direkt tief durchatmen?

Das ist schon mal eine erste kleine Übung, an der du sehen kannst, mit welchen Emotionen du in welcher Beziehung stehst. Denn oftmals gibt es Emotionen, die wir nicht mögen.
Also ich denke mal, niemand hat gerne Angst.
Aber das meine ich nicht mir meiner Frage. 

Vielleicht haben wir zu einer Emotion eine gestörte Beziehung, weil uns z.B. unsere Eltern beigebracht haben, dass ein Indianer keinen Schmerz kennt oder 

„Du darfst nicht wütend sein.“,
„Zeig deine Freude mal nicht so laut und so überschwänglich.“,
„Weinen verboten.“,
"Du musst doch keine Angst haben.“

Also du merkst schon, die meisten Emotionen sind mit komischen Sprüchen besetzt.
Die Freude vielleicht noch am wenigsten, doch so Aussagen wie:

„Du musst doch keine Angst haben.“ 

und 

„Wir dürfen nicht wütend sein.“

ich glaube das kennen wir alle.

Emotionen

Von daher ist es gar nicht so verwunderlich, dass wir zu den Emotionen unterschiedliche Gefühle haben. Auch die Intensität, mit der wir eine Emotion erlebt haben, ohne dass wir das wollten, wie im Falle einer Krankheit, bei der du nicht wusstest, wie sie ausgeht oder bei einem Verlust, trägt ebenfalls dazu bei, dass der Umgang mit unseren Emotionen gestört wird.

Schritt für Schritt mit Emotionen umgehen lernen

Wenn wir uns mit unseren Emotionen auseinandersetzen wollen, dürfen wir uns zu Beginn erstmal fragen: Von welcher Emotion spreche ich jetzt gerade?
Welche Emotion fühle ich eigentlich gerade?
Und du kannst damit beginnen, dich einen Tag oder auch eine Woche zu beobachten, welche Emotionen finden eigentlich bei dir statt.

Du wirst zwei Dinge bemerken.

Du wirst wahrscheinlich merken, dass es viele kurze emotionale Impulse gibt.
Also: Ich freue mich kurz, ich ärgere mich kurz, ich bin kurz verunsichert, ich bin kurz traurig. 

Dann wirst du vielleicht aber auch merken, dass es da Emotionen gibt, die du besonders häufig fühlst. Vielleicht ist es Freude, vielleicht ist es Trauer, vielleicht ist es Wut. Genauso gibt es Emotionen, die du nicht so häufig fühlst.
Vielleicht gehst du durch die Woche und merkst, dass du irgendwie keine Wut empfunden hast, du nicht traurig und vielleicht auch nicht fröhlich warst.

Außerdem wirst du merken, dass es sehr schwierig sein kann, die Emotion zu benennen.
Das wirst du merken, wenn du die Emotion besser mit einer Situation beschreiben kannst.
Ein Beispiel: Ich war gestresst. Stress ist weniger eine Emotion, eher eine Situation. 

Im Coaching frage ich z.B. immer:

 „Was heißt denn Stress für dich? Wie fühlt sich der dann an?“ 

Das Spannende daran ist, dass es jeder anders beschreibt.
Ich möchte dich also ganz gerne dazu einladen, da mal genauer hinzufühlen. 

Also, welche Emotion fühlst du eigentlich?

Emotion: Sinnlichkeit

Um dir noch einmal den Sinn dieser Übung zu erklären:
Wenn dich jemand anspricht und dich jemand verletzt, vielleicht mit einem Kommentar oder einer Bemerkung, dann empfinden wir das schnell als verletzend und das höre ich auch oft im Coaching

Also frage ich danach, was die Person denn dann fühlt.
Und wenn die Menschen mich daraufhin irritiert anschauen, erkläre ich dann ganz oft, dass ich diese Frage nun zehn Menschen stellen könnte und mir alle zehn Personen würden mir unterschiedliche Emotionen dazu beschreiben. 

Dann kommen die Antworten wie: 

„Ja, ich bin dann traurig.“ 

oder ich höre auch oft

„Ich bin dann richtig wütend.“ 

Und da kannst du für dich die Unterschiede gut herausfinden.

Wenn du diese Emotion jetzt für dich erkannt hast, kannst du dich im nächsten Schritt entspannt beobachten.
Bitte bewerte das nicht gleich oder versuche nicht Einfluss zu nehmen.
Beobachte erst einmal.
Wenn du diese Emotion jetzt wahrgenommen hast, dann schau doch mal für dich, welche der vier Emotionen spürst du am meisten. 

Gibt es da etwas, was eine dominante Rolle in deinem Leben spielt?
Ist es Freude, Trauer, Wut oder Angst?
Vielleicht sind es auch zwei Emotionen, such dir einfach die aus, die primär da sind.

Fühlst du deine Emotionen ausreichend?

Lass uns mal zwei Emotionen nehmen: Freude und Wut.
Frage dich dann mal ernsthaft, ob du diesen Emotionen in deinem Leben genug Raum gibst.
Haben sie genug Platz, um da zu sein?

Was meine ich damit?
Das ist der zweite wichtige Punkt, neben dem Wahrnehmen, im Umgang mit den Emotionen:
Fühlst du sie ausreichend genug?
Also, wenn du jetzt festgestellt hast, dass Freude eine zentrale Emotion in deinem Leben ist, freust du dich dann mehr nach innen oder kannst du das richtig rauslassen? 

Sagst du dann auch mal: 

„Yes!!“ 

Erzählst du es Freunden oder Bekannten?
 Oder hast du vielleicht das Gefühl, du dürftest dich gar nicht freuen?
Du möchtest das vielleicht gar nicht so zeigen, weil du von Neidern umgeben bist. 

Schaue hier mal, ob sich die Emotion in ihrer vollen Größe und Macht in deinem Leben ausbreiten kann. Oder schiebst du sie eher weg?

Bei der Wut ist es das Gleiche.
Wut ist die wohl unbeliebteste Emotion.
Wir dürfen doch nicht wütend sein, ne? 

Du bist aber wütend und merkst das.
Und was passiert mit dieser Wut?
Spürst du das innerliche Brodeln und dass du das Gefühl hast, bald überzulaufen?
Lässt du das mal raus?
Schreist du das mal raus?
Lässt du das über körperliche Aktivität raus?
Schmeißt du vielleicht auch mal was in die Ecke oder haust auf ein Kissen ein?
Oder hörst du aggressive Musik? 

Also, überlege mal, ob sich diese Wut bei dir auch entfalten darf oder ob du die immer wieder wegschiebst. Und dann hast du direkt die Überleitung, die du gleich mit beobachten kannst, indem du dich fragst:

„Okay, wo geht diese Emotion denn hin?“ 

Also wie darf sie sich zeigen und ganz wichtig, womit kompensierst du sie vielleicht?

Ich fasse noch einmal zusammen:

Du hast die Emotion wahrgenommen.
Welche Emotion ist es überhaupt?
Und dann fragst du dich: Welchen Platz darf diese Emotion überhaupt in meinem Leben haben? Anschließend stellst du dir die Frage, wo sie hingeht, wo darf sie sich entladen und womit kompensierst du sie vielleicht?

Emotionen entladen

Du weißt vielleicht, ich bin in meinem anderen Leben als Abnehm-Coach unterwegs und da merken wir ganz oft, dass sich Emotionen in Essen entladen.
Und das ist unabhängig davon, um welche der vier Emotionen es dabei geht.
Es wird aus Freude gegessen. Zum Beispiel, um sich zu belohnen oder die vorhandene Freude zu verstärken.
Auch bei der Wut wird Essen einfach drauf geschmissen. 

Es ist aber nicht die einzige Variante, wie sich Freude oder Wut zeigen können.

Vielleicht freust du dich in einer Situation so extrem, dass andere Menschen schon zu dir gesagt haben:

 „Jetzt übertreibst du es aber echt.“

Vielleicht lebst du aber auch deine Wut an der Person aus, die du am meisten liebst.
Und lass uns da ganz offen drüber sprechen, ich erlebe es ganz häufig, dass diese Personen die Lebenspartner/in oder die eigenen Kinder sind.
Auch erlebe ich ganz oft, dass Menschen daneben stehen und es mitbekommen, es aber nicht verhindern können. 

Warum ist das so?

Bei diesen Personen handelt es sich um die Personen, denen wir am meisten vertrauen.
Es sind die Personen, bei denen wir entscheiden, dass wir da so sein können, wie wir sind.
Und dann lassen wir es da raus und nutzen diesen Kanal.
Das ist natürlich in den allermeisten Fällen ungerecht, weil es diese Personen überhaupt nicht betrifft, und dennoch dürfen sie dann unsere Emotionen ausbaden.

wegschauen

Damit stellt sich die für dich alles entscheidende Aufgabe zum Umgang mit deinen Emotionen:
Entlade sie an der richtigen Stelle.
Denn wenn du merkst, die Emotion entlädt sich dort wo sie nicht hingehört oder wird durch eine Alternativhandlung kompensiert, die dir nicht guttut, gilt es etwas zu ändern.

Kompensation kann z.B. auch durch eine übertriebene sportliche Aktivität stattfinden.
Mit übertrieben meine ich, dass du für dich merkst, dass es dir nicht mehr guttut.
Das hat nichts damit zu tun, wie häufig du Sport machst, denn was uns guttut, hängt von unserer Gebrauchsanweisung ab und ist bei uns allen unterschiedlich. 

Aber du merkst vielleicht, dass du viel zu viel Sport machst, dass du über deine Grenzen gehst, obwohl du nicht mehr kannst, obwohl du es gar nicht willst. Du missbrauchst in diesem Fall den Sport als Ventil. Vielleicht ist es auch nicht der Sport, sondern das Essen, vielleicht ist der Umgang mit deinen Mitmenschen, vielleicht ist es auch etwas völlig anderes. 

Auf jeden Fall ergibt sich für dich die Aufgabe, der Wut, der Freude, der Trauer oder der Angst den Raum dort zu geben, wo sie hingehört. Dazu gilt es, die Freude, die Trauer, die Wut und die Angst erst einmal zu fühlen und das Vorhandensein dieser Emotion wahrzunehmen.

Bei der Wut: 

“Ich bin so wütend, ich könnte irgendwo draufschlagen.“ 

Überlege dir dann, wo du draufschlagen könntest. Lass es das Kissen sein.

„Ich könnte mir die Seele aus dem Leib schreien vor Wut.“ 

Das geht natürlich nicht immer.
Wo kann ich mir denn die Seele aus dem Leib schreien?
Bei lauter Musik, allein im Auto vielleicht.
Da kann ich die übelsten Schimpfwörter nehmen, die ich normalerweise nicht benutzen würde, um dieser Wut Raum zu geben.

Wo möchte ich mich so richtig freuen dürfen?
Wo möchte ich meine Freude äußern?
Wo möchte ich strahlen?
Wo möchte ich dieser Freude ganz viel Platz geben?

Und wo darf ich sagen: 

„Ich habe echt Angst. Ich habe Angst vor… und diese Angst macht mich unsicher.“ 

Und die Angst dann nicht wegzudrücken, sondern sie zu fühlen und dir dann die Frage zu stellen:
Was ist denn das Schlimmste, was passieren kann?
Also, mit dieser Angst wirklich zu arbeiten.

Emotion: Freude

Fazit

Nun gilt es in die praktische Umsetzung zu kommen und ab sofort diese vier Schritte für dich zu berücksichtigen, indem du dir sagst:
Okay, ab sofort werde ich mir meinen Emotionen erst mal bewusst und benenne sie.

Also, welche Emotion fühle ich gerade?
Dann schaue ich danach, welchen Raum die aktuelle Emotion bei mir einnehmen darf und welche meine primären Emotionen sind.

Dann frage ich mich:
Wo fließt die Emotion hin?
Darf sie sich ausleben oder drücke ich sie weg oder kompensiere sie?
Und wie kann ich dann im vierten Schritt die Emotion spüren, herauslassen, erleben und auch mit ihr arbeiten?

Und jetzt bist du dran!

Schreib mir gerne dein Feedback in die Kommentare!

Welche Emotion ist bei dir am präsentesten?

Wenn du Interesse hast, auch einen Blick in deine Gebrauchsanweisung zu werfen, schaue gern hier nach einem passenden Paket für dich.

Viele Grüße

von deinem virtuellen Coach

Dirk


Hörprobe gefällig?

Dann hör gleich hier in deine Lieblings-Episode vom meinem "Reboot Yourself"-Podcast!


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Wenn wir zwei deine Gebrauchsanweisung ausarbeiten, werde ich dir immer zum Anfang einen ganz besonderen Satz sagen. 

Nämlich: 

Neben den Erkenntnissen, die du über dich selbst haben wirst, wird es einen großartigen Nebeneffekt geben. Du wirst auch die anderen Menschen, mit denen du in Kontakt stehst, deutlich besser verstehen. Auch deine Sichtweise auf diese Menschen wird sich verändern. 

Welche (neue) Bedeutung Akzeptanz, Toleranz und Respekt in diesem Zusammenhang bekommen - das erfährst du heute.👇


Du interagierst mit anderen

Heute möchte ich deinen Blick also einmal weg von dir und hin zu den anderen richten. Denn das Leben findet natürlich vor allem durch zwischenmenschlichen Kontakt statt. Das heißt, du wirst auf viele Menschen in deinem Leben treffen, die natürlich mit ihrer eigenen Gebrauchsanweisung durchs Leben laufen. Nach der Gebrauchsanweisung leben heißt ein glückliches, erfülltes und zufriedenes Leben. Wenn du deine Gebrauchsanweisung kennst und nach ihr lebst, dann wirst du dich gut fühlen. Du erfährst ein Werteglück. 

Doch auf der anderen Seite wirst du dir gewisse Dinge auch anders wünschen.
Zum Beispiel beim Lebensmotiv 

„soziale Anerkennung“. 

Dadurch, dass dein Handeln auf soziale Anerkennung abzielt, merkst du, dass du immer gute Ergebnisse ablieferst. Also ist so jemand nicht mit halbgaren zufrieden, sondern dieser Mensch ist immer motiviert gute Ergebnisse abzuliefern, weil er oder sie das Lob und die Anerkennung dafür genießt. Dies ist der innere Antrieb. Auf der anderen Seite wirst du aber merken, wenn das Ergebnis nicht zu dem gewünschten Lob und der gewünschten Anerkennung führt, dann hast du vielleicht sogar das Gefühl, dich wertlos oder verletzt zu fühlen. Das ist keine überspitzte Darstellung, denn es kommt auf die jeweilige Ausprägung an. Auch das kann nicht abgestellt werden, denn es ist ja deine Gebrauchsanweisung und es gehört mit dazu. Doch am Umgang mit diesem Gefühl kannst du unheimlich viel machen.

Sind wir wirklich so unterschiedlich?

Jetzt drehen wir das Ganze mal um. Denn genauso, wie du vielleicht manche Dinge an deiner Gebrauchsanweisung liebst und dir manche anders wünscht, genauso verhält es sich auch mit deinen Mitmenschen. Zudem treffen immer unterschiedliche Menschen aufeinander und jeder Mensch hat eine andere Gebrauchsanweisung. Wenn diese Gebrauchsanweisungen also auf freier Wildbahn aufeinanderprallen, matchen die nicht immer unbedingt. 

Bleiben wir bei der sozialen Anerkennung: Eine Person hat eine nicht so hohe Ausprägung. Ihr ist also Lob und Anerkennung nicht so wichtig und sie wird in der Regel eine Person sein, der es auch nicht so wichtig ist, Lob nach außen zu geben. Vielleicht ist bei dieser Person der Tonfall manchmal auch etwas schärfer. Und diese Person kann auf eine andere Person treffen, bei der genau das Gegenteil der Fall ist. Also eine Person, der Lob und Anerkennung sehr wichtig ist und die extrem empathisch und feinfühlig ist. Diese Person geht auch mit sehr viel mit Lob und Anerkennung raus, da sie für sich weiß, wie gut das tut. 

Bei der Interaktion eines solchen Zusammentreffens, werden sich diese beiden Menschen im Bereich der sozialen Anerkennung nicht besonders gut verstehen, wenn sie um ihre Gebrauchsanweisungen nicht wissen. Das bedeutet, die eine Person wird sagen: 

„Mein Gott, was zieht die immer auf Lob und Anerkennung ab. Die soll mal klarkommen“

und die andere Person denkt: 

„Man, ist das ein arroganter, schroffer Schnösel. Der hat überhaupt kein Taktgefühl.“ 

Auch, wenn dieses Beispiel ein bisschen überspitzt ist, wird es also Personen geben, mit denen du einfach nicht klarkommst. Und ich sage mal, das darf im Leben auch mal so sein. Es wird immer Personen geben, denen gehen wir aus dem Weg und andersherum. Solange es nicht in Konflikten oder Streitigkeiten mündet, ist das auch völlig in Ordnung. Aber es gibt natürlich auch Personen, mit denen wir regelmäßig Kontakt haben (müssen). Vielleicht leben wir mit solchen Menschen in einem Haushalt, auch das kann vorkommen. Selbst die Kinder und/oder der eigene Partner/die Partnerin haben andere Gebrauchsanweisungen.

Respekt

Mache den ersten Schritt

Wie kann sich der Blick auf solche Personen verändern?
Ich glaube, im ersten Schritt ist es einfach wichtig, dass du dir folgendes vor Augen führst: Die Person auf der anderen Seite hat auch nur den Auftrag, genau wie du, nach der eigenen Gebrauchsanweisung zu leben. Wenn du dich mit dem Thema auseinandergesetzt hast, wirst du es von dir kennen, dass du sagst: 

„Natürlich möchte ich mein Leben führen, denn das ist das, was mich erfüllt!“ 

Und selbstverständlich möchte das auch dein Gegenüber. Jetzt kann es eben sein, dass die Gebrauchsanweisung deines Gegenübers eine völlig andere Ausrichtung hat. Es ist ein völlig anderes Handbuch für ein glückliches und zufriedenes Leben. 

Das was dich glücklich und zufrieden macht, macht die andere Person eben nicht glücklich und zufrieden. Vielleicht braucht diese Person sogar genau das Gegenteil. 

Stell dir vor, du bist der Typ Planung, Struktur und Organisation. Das liebst du, da fühlst du dich wohl, da fühlst du dich sicher, dann kann dein Tag so richtig starten. Und die Person auf der anderen Seite lehnt das ab. Die mag Freiheit, Flexibilität und wünscht sich wenig vorgegebene Prozesse. Und ihr trefft aufeinander und das wird in der Regel nicht passen. Spannend wäre doch jetzt, wenn du anstelle deines ersten Impulses: 

„Oh Gott, wie ist er oder sie denn drauf? Das passt irgendwie nicht.“ 

einen Impuls hast: 

„Oh, ist ja spannend. Die Person scheint da ja ganz anders zu ticken als ich.“

Und bevor wir da in die Bewertung gehen (was wir so schnell tun, teilweise auch automatisch), in den Modus wechseln 

„Ist ja spannend. Ich will jetzt mal verstehen, was diese Person braucht.“ 

Wenn ich dann weiß, was diese Person braucht und es mit dem vergleiche, was ich brauche, dann wäre es ja interessant zu erfahren, ob wir es übereinander bekommen oder ob wir irgendwie einen Mittelweg finden. 

Also stell dir vor, du organisierst irgendetwas mit dieser Person oder ihr macht etwas gemeinsam und die andere Person möchte es frei Schnauze machen, aber du möchtest schon deine Schritte geplant haben, mit Deadlines und Zwischenzielen, damit du auch weißt, ob du noch gut auf deinem Weg bist. Da gibt es zum Beispiel die Möglichkeit zu sagen: 

„Okay, wollen wir unsere To Do's aufteilen? Du machst deine so wie du es möchtest und ich erledige meine, so wie ich das möchte. Wir legen gemeinsam unsere Deadlines fest und stellen uns dann unsere Ergebnisse vor. Dann haben wir eben einen gemeinsamen Weg, der unterschiedlich ist.“ 

Eine andere Variante könnte sein, dass ihr euch auf eine grobe Struktur einigt, mit der ihr beide leben könnt. Auch das kann funktionieren. Oder es kann eine völlig andere Variante geben, in der du sagst:

 „Pass auf, lass mich doch den organisatorischen Kram machen. Ich stell die komplette Projektplanung auf, mit Deadlines und so weiter, und ich sage dir welche Aufgaben deine sind.“
Fahrstuhl

Der goldene Mittelweg zu Akzeptanz, Toleranz & Respekt

Du siehst, auf einmal wird aus einer Situation, die eher konfliktbehaftet war, ein goldener Mittelweg. Warum konfliktbehaftet? Weil wir aus unserer Natur heraus gerne versuchen, unser Gegenüber davon zu überzeugen, dass unser Weg der richtige ist und dass wir diesen doch einfach gehen sollten. Auch, wenn diese Person vollkommen anders tickt als wir. 

Natürlich haben wir ein Interesse daran, dass Dinge so laufen, wie wir uns das wünschen, aber wir haben auch immer eine Intention den anderen Personen begreiflich machen zu wollen 

„Du, wenn du erst einmal merkst, wie gut sich das anfühlt, wirst du das auch gerne so handeln.“ 

Nehmen wir diese Intention jetzt mal heraus und tauschen sie ein gegen das Wissen, dass die andere Person das gar nicht so empfindet. Wenn wir es so machen, wie ich es will, machen wir es vielleicht so, wie die andere Person es gar nicht will. Und dieser Kompromiss, wie eben gerade besprochen, ist oft die goldene Lösung. Durch das Verständnis, wie die andere Seite tickt und das Verständnis, dass das weder einen Angriff gegen mich darstellt noch ein 

„Du weißt ja gar nicht wie gut es tut, wenn du es einmal richtig machst.“ 

entstehen Toleranz und Respekt. Das heißt, ich tausche den Kampf („Ich will es aber so“) gegen Akzeptanz, Toleranz und Respekt ein.

Akzeptanz dessen, dass es da draußen ganz viele Varianten gibt, die Menschen zufrieden machen. Toleranz dafür, dass es auch so sein darf. Jemand darf anders sein als ich. Jemand darf anders glücklich werden als ich und muss es sogar. Außerdem auch Respekt dafür, dass die Person das auch so umsetzen soll, kann und darf - ohne den Respekt vor mir selbst zu verlieren. Respekt hat für mich nichts damit zu tun, dass ich mich immer hinten anstelle und sage: 

„Wir machen alles, wie du das willst.“, 

sondern Respekt bedeutet einen gemeinsamen Nenner zu finden. Und glaube mir, diese Sicht kann dein Leben verändern.

Genug Theorie - nun zur Praxis

Nun möchte ich dir ein paar Beispiele an die Hand geben, damit du es für dich gut anwenden kannst. Und noch mal: Du hast von mir damit nicht den Auftrag erhalten, dich mit jedem Menschen gut verstehen zu müssen oder etwas gut finden zu müssen, was ein anderer Mensch gut findet. Aber du kannst es akzeptieren, tolerieren und respektieren. Und das ist ein Unterschied. 

Natürlich musst du nicht jeden Menschen lieben und selbstverständlich darfst du (mit einem anderen Gefühl dazu) auch sagen: 

„Wir sind echt an so vielen Bereichen so verschieden. Wir dürfen uns vielleicht in diesem Leben einfach aus dem Weg gehen. So gut es eben möglich ist.“ 

Trotzdem wird es eben Situationen geben, in denen es nicht möglich ist, das zu tun. Zum Beispiel auf der Arbeit. Du wirst immer wieder mit Menschen zusammenarbeiten, die anders ticken als du und es wird vielleicht darunter Menschen geben, mit denen du sehr eng zusammenarbeitest. Dann merkst du, dass es an vielen Stellen überhaupt nicht passt. Ich empfehle dir dazu, dieses Gefühl zu verlassen und einfach mal auf die Sachebene zu gehen:

Was brauche ich in dieser Situation und was braucht mein Gegenüber in dieser Situation? 

Wenn du die Frage stellst: 

„Du, kann ich dich mal was fragen? Ich merke gerade beim Thema Organisation - wir ticken da schon anders, oder? Mich interessiert gerade, was du da so brauchst, wenn du so ein Projekt organisierst.“ 

Lass die Person mal reden und höre ihr interessiert und nicht ablehnend zu. Wenn du der strukturierte Typ bist und die Person sagt: 

„Ich brauche Flexibilität. Ich möchte einfach anfangen und gucken, was auf dem Weg passiert.“, 

kannst du fragen, weshalb ihr das so wichtig ist. Vielleicht antwortet die Person: 

„Ja, weil ich mich irgendwie eingeengt fühle, wenn ich so feste Vorgaben habe. Und wenn ich eingeengt bin, übersehe ich Dinge. Aber wenn mir diese Dinge einfach über den Weg laufen, dann fühle ich es und kann damit besser arbeiten.“ 

Dann kannst du sagen: 

„Ist ja spannend. Interessiert es dich, was ich brauche? Bei mir ist das völlig anders. Ich brauche meine geplanten, klar strukturierten Schritte. Ich fühle mich sonst verloren.“ 

Darauf sagt die andere Person: 

„Das ist ja interessant.“

So könntest du die Initiative übernehmen und sagen: 

„Da sind wir unterschiedlich und das ist auch gut so. Wie können wir da jetzt einen Mittelweg finden, damit wir beide mit der Vorgehensweise zufrieden sind?“ 

Und glaube mir, du wirst dich auf einmal auf komplett anderen Ebenen befinden.

HandinHand


Ein weiterer Punkt sind Freundschaften und Partnerschaften. Da wirst du deutlich weniger Punkte haben, die dich wirklich stören. Jedenfalls wünsche ich mir das für dich. Meist ist das so ein Gefühl von 

„Ja, wenn dies oder jenes nicht wäre, dann wäre es perfekt.“ 

Auch an dieser Stelle überspitze ich es noch einmal. Wenn du dann zu deinem Freund oder deiner Freundin sagst: 

„Ich liebe dich/Ich habe dich lieb/Ich schätze dich so sehr, aber mir fällt auf und ich finde es lustig, an diesem oder jenen Punkt sind wir ja komplett anders. Mir ist Pünktlichkeit so wahnsinnig wichtig und ich merke, für dich spielt das gar keine Rolle. Wir kriegen uns deswegen immer wieder in die Haare, wie können wir denn dieses Thema mal erledigen?“ 

Ich höre das ganz oft im Coaching, daher fällt mir gerade dieses Beispiel ein, denn ich bin immer fasziniert, dass es funktioniert. Vielleicht hast du auch so eine Person in deinem Umfeld, die sagt: 

„Mensch, ich kann es nicht ändern. Ich komme immer eine halbe Stunde zu spät. Ich kriege es nicht hin.“

Und da ist es wichtig, dass du es nicht sagst, aber du kannst dir dann denken: 

„Okay, alles klar. Dies ist etwas was ich kalkulieren kann, indem ich die Person eine halbe Stunde früher herbestelle oder ich gehe einfach grundsätzlich davon aus, dass die Person eine halbe Stunde zu spät kommt.“ 

Wie gesagt, ich kann dir aus meinen Coachings sagen, dass das erstaunlich oft geschieht und es auch immer funktioniert. Und so kommst du auf einmal auf eine Lösung.

Du kannst die Beispiele auf alle zwischenmenschlichen Kontakte übertragen. Auch wenn du ein Elternteil bist, schaue und übertrage es bitte auch auf deine Kinder. Auch deine Kinder haben ihre eigene Gebrauchsanweisung. Mit Kindern kannst du natürlich nicht ein solches Gespräch führen, aber du kannst mit deinen Kindern ein anderes Gespräch führen. Ich glaube auch, dass diese Gespräche manchmal nicht mal erforderlich sind, wobei ich ein großer Freund von 

„Spreche mit deinen Kindern“ 

bin, weil die noch sehr, sehr offen und ehrlich sind, was du nicht von jedem Erwachsenen behaupten kannst. Aber allein das Beobachten der Kinder macht schon unheimlich viel Freude, wenn du nicht versuchst deine Kinder zu einem glücklichen Leben zu erziehen und ihnen das überzustülpen, was dir und dem anderen Elternteil guttut. Es ist spannend, herauszufinden was meinen Kindern wichtig ist.
Wie verhalten die sich? Was brauchen sie? 

Hast du ein Kind, was es liebt von anderen Kindern umringt zu sein und was sich sofort in die Menge stürzt (natürlich nach dem anfänglichen Fremdeln)? Oder hast du ein Kind, welches sich generell schwer tut mit sozialen Kontakten? Versuche immer, dass auch dein Kind die Möglichkeit bekommt, nach der eigenen Gebrauchsanweisung zu leben. Und du kannst deine Kinder natürlich auch fragen: 

„Warum meldest du dich nicht in der Schule?“ 

oder 

„Du, ich habe gesehen, dass du dir genau diesen einen Freund ausgesucht hast. Warum sind das denn eigentlich nicht zwei oder drei?“ 

Dein Kind wird dir eine Antwort geben, glaube es mir. Vielleicht sagt es: 

„Nein, mit ihm oder ihr verstehe ich mich so gut. Das ist mir viel wichtiger, als noch jemanden zu haben.“ 

Erkenne so vielleicht, dass dein Kind jemand ist, der ein Umfeld mit intensiven aber wenigen Kontakten bevorzugt. Auch wenn du vielleicht jemand bist, der sich mit einem großen Bekanntenkreis wohlfühlt. Auch Kinder kopieren nicht automatisch deine Gebrauchsanweisung.

Fazit

Akzeptanz, Toleranz und Respekt - nicht nur für deine Verhaltensweisen deiner Gebrauchsanweisung gegenüber, sondern vor allem auch den anderen Menschen gegenüber. Ich verspreche dir, wenn du mit diesen drei Werten durchs Leben gehst und die Augen öffnest, dir dabei immer wieder den Satz sagst: 

„Ich darf und möchte nach meiner Gebrauchsanweisung leben. Aber auch mein Gegenüber darf und möchte nach seiner oder ihrer Gebrauchsanweisung leben. Und das ist in Ordnung.“, 

wird sich dein Alltag grundlegend verändern.

Gruppe

Und jetzt bist du dran!

Schreib mir gerne dein Feedback in die Kommentare!

Was konntest du heute für dich mitnehmen?

Wenn du Interesse hast, auch einen Blick in deine Gebrauchsanweisung zu werfen, schaue gern hier nach einem passenden Paket für dich.

Viele Grüße

von deinem virtuellen Coach

Dirk


Hörprobe gefällig?

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„Diese Person hat mich so richtig verletzt, die hat mir so richtig wehgetan!“ 

Stell dir mal vor, niemand könnte dich verletzen!

Und was wäre, wenn uns auf einmal sogar klar würde, dass nur wir selbst uns verletzen können? 

Heute werden wir diesen Blick in den Spiegel wagen und gemeinsam schauen, warum du dich getriggert fühlst. 

Also los!👇


Der Blick in den Spiegel

Blick in den Spiegel

Dieser Blick in den Spiegel, den wir heute gemeinsam wagen wollen, ist manchmal gar nicht so leicht. Denn er bringt uns in eine neue Perspektive, die wir, je nachdem, wie wir ticken, vielleicht noch gar nicht kennen. 

Wir tendieren sehr stark dazu, immer im Außen zu suchen. Und so neigen wir ebenfalls dazu, die Gründe für das, was wir erleben, auch im Außen zu suchen. 

Aber was wäre, wenn dich wirklich niemand verletzen könnte?
Das klingt jetzt erst einmal absurd. 

Du magst denken: 

„Wenn ich beleidigt werde, dann verletze ich mich ja wohl nicht. Sondern das tut doch die andere Person.“

Der kleine und feine Unterschied dabei ist, dass nur der Auslöser, die Ursache, dessen was geschieht durch die andere Person entstanden ist.
Aber, wie es bei dir ankommt und in welche Emotionen oder Gedanken du es für dich umwandelst:
Das ist deine Entscheidung.

Ich gebe dir dazu mal ein Beispiel aus meiner beruflichen Praxis.
Ich sage immer: 

„Ich kann dich nicht motivieren.“ 

Das ist auch etwas, womit viele Menschen erst einmal gar nicht klarkommen.
Sie sagen dann so etwas wie: 

„Das ist doch dein Job. Weshalb kannst du mich nicht motivieren?“ 

Dann erwidere ich z.B.: 

„Weil du das nur selbst kannst.“ 

Dann bekomme ich gerne die (durchaus schöne) Antwort: 

„Ja, aber ich fühle mich doch von dir motiviert.“ 

Daraufhin sage ich dann: 

„Ja, das ist genau der Punkt. Du fühlst dich von mir motiviert. Es ist aber deine Entscheidung. Das ist nichts, was ich machen kann, sondern das ist etwas was du entscheidest.“

Stell dir mal vor, ich würde eine Motivationsrede vor einhundert Menschen in einem großen Raum halten. Natürlich habe ich durch meine Formulierung, den Inhalt und wie ich das mache mit Sicherheit Einfluss darauf, wie motivierend meine Rede bewertet wird. Aber von den einhundert Menschen in diesem Raum wird jeder sich danach unterschiedlich motiviert fühlen. Die einen werden sagen: 

„Das hat mich total mitgerissen.“, 

andere werden sagen: 

„Ja, da waren Teile dabei, die ich ganz gut gefunden habe. Andere nicht.“ 

und du wirst auch Menschen haben, die sagen, dass meine Rede sie überhaupt nicht erreicht hat.
Und diese Menschen haben alle das Gleiche gehört. 

Das bedeutet, es ist ausgeschlossen, dass es an mir liegen kann.
Meine Aufgabe würde ich darin sehen, von den einhundert Menschen fünfzig oder siebzig zu erreichen, statt beispielsweise nur sieben Menschen. 

Aber ich werde es niemals schaffen, alle Menschen zu erreichen.
Warum?
Weil, und jetzt schließt sich der Kreis, die Menschen entscheiden, ob es sie erreicht. 

Das kann an vielen verschiedenen Faktoren liegen.
Betrifft das Thema die Menschen, können die Menschen mit mir als Person etwas anfangen oder haben sie eine generelle Abneigung gegen mich, wie aufmerksam und offen sind sie?
Alles das hat Einfluss darauf, was ankommt.

Gedanken

Wenn du dieses Beispiel jetzt mal in deine Gedanken mitnimmst, dann ist das, was ich dir sagen möchte, dass das mit allem so ist.
Denn aufgrund deiner Bewertungen, sowie aufgrund von dem, was gesagt und getan wird, ebenso wie aufgrund deines Umgangs damit, entscheidest immer du am Ende, wie sehr es dich verletzen darf.
Dabei wird dich vermutlich das, was eine dir sehr nahestehende Person sagt, eher treffen als etwas, was ein wildfremder Mensch zu dir sagt.

Wenn du mir gerade in diesem Moment zustimmst, weißt du, was ich meine. 

Wenn es dir noch schwer fällt, ist das in Ordnung, denn das kann tatsächlich aufgrund deiner Gebrauchsanweisung anders sein.
Das ist auch noch einmal spannend und wir haben ja auch schon mal drüber gesprochen, zum Beispiel im Interview mit Sylke in meinem "Reboot yourself - Kennst du deine Gebrauchsanweisung"-Podcast

Es kann also sein, dass dich die Aussagen eines nahestehenden Menschen gar nicht tangieren, solche von Fremden allerdings schon.
Du weißt dann vielleicht, dass es dich nicht interessieren sollte, was ein Außenstehender sagt, es aber dennoch etwas mit dir macht.

Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Trigger, unterschiedliche Verletzlichkeit

Das Gleiche kannst du auch auf folgende Situation übertragen:
Wenn jemand etwas sagt, was du für dich als wahr oder unwahr bewertest, wie z.B.: 

„Ich habe den Eindruck, du bist mit der Situation überfordert.“, 

dann kann dich diese Aussage aus verschiedenen Blickwinkeln triggern und auch verletzen.
Es kann sein, dass ich Recht damit habe. Du fühlst dich erwischt, ertappt und bloßgestellt.
Aber du willst das einfach nicht wahrhaben.
Es ist, je nach Situation, auch nicht schön, wenn so etwas jemand sogar noch vor anderen Menschen sagt.

Es kann auch sein, dass diese Aussage gar nicht stimmt.
Ich behaupte das einfach und du fühlst dich nicht annähernd überfordert.
Du denkst: 

„Was will der eigentlich von mir?“ 

Vielleicht lässt du diese Aussage durchrutschen, vielleicht triggert sie dich aber auch gerade deshalb, weil du sie als ungerecht empfindest. Es ist ungerecht, dass ich das einfach behaupte, obwohl es nicht so ist.

Du merkst also schon, eine Aussage, je nachdem, wie du sie betrachtest und wie du funktionierst, kann dich kalt lassen oder dich emotional berühren.
Das Spannende ist, dass du keine Aussage finden wirst, die ich oder irgendjemand anders sagen könnte, die jeder Mensch für sich als verletzend empfinden würde.
Die Aussage könnte noch so krass sein, ich könnte zu einhundert Menschen sagen: 

„Du bist einfach nur saudoof!“,

jeder wird anders damit umgehen. 

Ja, es wird den Menschen verletzen, der negativ - offen dafür ist.
Das ist z.B. jemand, der an seiner eigenen Intelligenz zweifelt oder das Gefühl hat, nicht gut genug zu sein. Es würde diesen Menschen verletzen, triggern und am wahrscheinlichsten wütend machen, der es als ungerecht und respektlos empfindet und denkt: 

„Was bildest du dir eigentlich ein?“ 

Es wird aber auch bei diesem Beispiel den Menschen geben, der meint: 

„Das ist so ein absurder Schwachsinn. Das geht mir rechts rein und links wieder raus.“ 

Und das nicht nur, weil die Person es so äußert, sondern weil es so ist.

Es ist immer so, dass wir Aussagen von außen für uns aufnehmen, annehmen, umwandeln und sie dann in unserem System etwas bewirken.
Und das Großartige daran ist, dass du unheimlich viele Erkenntnisse aus diesen Situationen für dich ziehen kannst. Und du kannst damit arbeiten und so Veränderung bewirken.

Veränderung

Deine Erkenntnisse

Fangen wir mit den Erkenntnissen an, die du für dich rausziehen kannst. Die Gründe, weshalb du dich getriggert fühlst, findest du mit dem Blick in den Spiegel. Denn spannend wird es, wenn du dich fragst, weshalb dich diese Aussage gerade so verletzt. Besser gesagt: 

„Warum verletze ich mich durch diese Aussage selbst?“

Aber es ist vielleicht noch ein bisschen schwierig, das so zu formulieren.
Du kannst dir genauso gut die Frage stellen: 

„Warum verletzt mich diese Aussage so?“ 

Das kann die Aussage an sich, eine Situation oder ein Verhalten sein.

Ich würde mir wünschen das du dich fragst:

„Warum empfinde ich sie als verletzend?“,
„Was genau ist mein Problem damit?“

Das können Antworten sein, wie: 

„Ich empfinde es als respektlos“ (Mir ist es offensichtlich sehr wichtig, dass ich als Mensch respektiert werde). 

Das ist schon einmal eine sehr, sehr schöne Erkenntnis. 

„Mit dieser Aussage/mit diesem Verhalten wird bei mir ein wunder Punkt erwischt.“

Wenn ich in meiner Persönlichkeit an einem Punkt getriggert werde, an dem ich selbst Zweifel habe, dann ist das schwierig für mich. Da legt jemand dann seinen Finger in die Wunde.
Das ist ebenfalls eine schöne Erkenntnis zu wissen, welche Wunden habe ich denn eigentlich?
An welchen Stellen mache ich mich verletzlich? 

Egal, von welchem Thema oder welcher Erkenntnis du ausgehst, sie ist unheimlich wertvoll für dich.
Es hilft deinem Gegenüber und auch dir selbst, klarzumachen, was dir wichtig oder unwichtig ist, was du brauchst und wo deine Grenzen sind.
Ebenso dazu, zu wissen, an welchen Themen du arbeiten kannst.

Grenzen setzen

Wenn du merkst, du bist eine Person, der ein respektvoller Umgang wahnsinnig wichtig ist, dann wäre es spannend hier eine Ebene tiefer zu schauen.
Welche Situation empfindest du denn als besonders respektlos?
Und du kannst deine Bedürfnisse auch mit deinem Gegenüber kommunizieren.
Du kannst deinen Mitmenschen sagen: 

„Pass auf, ein respektvoller Umgang ist mir unheimlich wichtig. Ich möchte nicht, dass du so mit mir sprichst.“ 

Im nächsten Schritt: 

„Respekt bedeutet für mich das und das. Du kannst alles sagen, was du denkst, doch bitte in einem respektvollen Ton.“ 

So setzt du für dich Grenzen und schützt dich.
Also: Lerne, wie du funktionierst und kommuniziere das auch nach außen.

Trigger können Gold wert sein

Wir haben eben über die offenen Wunden gesprochen.
Wenn du merkst, da legt jemand bei dir den Finger in die Wunde, dann ist es verlockend, dem Menschen die Schuld daran zu geben.
Aber wenn wir mal ehrlich sind und es analysieren, tun das Menschen sehr, sehr oft unbewusst.
Und auch wenn sie es bewusst tun, denn das gibt natürlich auch, leider Gottes, wäre es doch spannend, sich vorzustellen, wie es wäre, wenn diese Wunde gar nicht da wäre.
Wenn du diese Wunde einfach heilen lassen kannst. 

Dazu musst du allerdings wissen, welche Wunden eigentlich vorhanden sind.
Wenn du für dich erkennst, dass es da eine Wunde gibt und jemand dadurch deinen Wert herabsetzt oder deinen Wert nicht anerkennt, dann hat das ja automatisch eine riesen Auswirkung auf dein Umfeld. 

Denn was bedeutet das? 

Das ist für dich der Arbeitsauftrag, dich mit Menschen zu umgeben und dich in Situationen zu begeben, die deinen Wert schätzen, widerspiegeln und dich nicht klein machen.

Das hieße im Umkehrschluss, dass du eine Erlaubnis dafür bekommst, dich von diesen Menschen und Situationen auch zu trennen.
Natürlich hast du parallel dazu auch die Aufgabe, an dieser Wunde zu arbeiten.
Denn deinen eigenen Wert kannst du natürlich festlegen.
Das liegt an der Ausprägung deiner Gebrauchsanweisung

Aber bis zu einem gewissen Punkt, kannst du das lernen. Anhand der Triggerpunkte, die du von außen bekommst, kannst du unheimlich viele Situationen finden, aus denen du etwas lernen kannst.

lernen

Ich bin ein Coach, der sehr viel und ganz bewusst mit Triggern arbeitet.
Ich bin klar und deutlich in meinen Aussagen, aber natürlich auch einfühlsam - insbesondere bei meinen 1:1 Coachings, denn das ist ein geschützter Raum und diese Person ist ja schon bei mir und möchte arbeiten.

 Doch wenn ich rausgehe, dann formuliere ich Aussagen gerne mal provokant, formuliere die Wahrheiten sehr deutlich und weise die Menschen auch auf Fehler hin. 

Es gibt immer zwei Möglichkeiten, die mir da begegnen.
Die häufigste ist glücklicherweise: 

„Dirk, das hat wehgetan, aber du hast mich da echt aufgeweckt.“ 

Das ist auch relativ einfach, wenn ich einen Podcast aufnehme oder einen Blogartikel schreibe, auch in Vorträgen sind die Menschen ja in einem geschützten Raum.
Ich würde nie sagen: 

„Bei dir, Eva, ist das so und du machst dies oder jenes falsch.“

Ich werde eine solche Aussage auch nie nach außen geben, ohne sie zu begründen und aufzuzeigen, wie es besser und richtig funktionieren kann und es dich auch ans Ziel bringt.
Das häufigste Feedback ist: 

„Dirk, es hat mich aufgeweckt und es hat mir geholfen. Es hat erstmal wehgetan, aber ich habe etwas verändert. Ich bin dir so dankbar, dass du die Aussagen gerade so formulierst.“ 

Ich habe mal meine Instagram-Community gefragt, was sie eigentlich mit mir verbinden und überraschenderweise, neben meinen Coachings und den inhaltlichen Themen, waren es Offenheit, Ehrlichkeit und kein Schöngerede. 

Das ist halt ein Beispiel dafür, wie du positiv mit Triggern umgehen kannst.

Was mir bei solch polarisierenden Aussagen auch entgegenschlägt ist die blanke Wut, die Trauer, denn die Leute merken: 

„Scheiße, der hat mich erwischt. Der kritisiert mich jetzt und das kann ich nicht auf mir sitzen lassen.“

Jetzt kannst du dir denken: 

„Spannend, die Leute sind doch in einem geschützten Raum.“ 

Ja, aber wenn die Menschen eine Podcastfolge hören, von der sie getriggert werden, weil ich ihnen 20 oder 45 Minuten lang aufs Brot schmiere, was sie "falsch machen", ist es für manche schwer auszuhalten. Wenn sie immer nur im Außen sind und nicht bei sich, müssen sie einfach eine E-Mail schreiben und sagen:

 „Dirk, du hast mir wehgetan. Ich sehe das nicht so. Das ist falsch.“ 

Dazu sage ich ganz oft: 

„Nein, falsch ist es nicht. Vielmehr habe ich dich getriggert, schau da doch noch einmal hin.“ 

Das sage ich allerdings auch schon ganz oft innerhalb des Podcasts oder Blogs, weil da eben die große Chance ist.

Fazit

Mir war es wichtig, dir heute aufzuzeigen, welche Chancen Trigger Momente für dich haben und wie du dir diese Chancen verbaust, indem du einfach nur eingeschnappt oder beleidigt bist und auf Konfrontation gehst. 

Die Chance ist so groß, dass es sich lohnt, mal zu fragen: 

„Stopp! Warum hat mich das gerade getriggert? Welches Thema ist das bei mir dahinter? Wo darf ich hinschauen?“

Und genau dazu möchte ich dich gerne einladen.
Es ist völlig klar, dass es kein leichtes Thema ist und auch eins, bei dem wir natürlich auch viele blinde Flecken haben. Denn wir sind nicht alle bereit dazu, hingucken zu wollen.
Für manche von uns ist es bei manchen Themen wirklich sehr schwierig, weil wir mit diesen Wunden bereits aufgewachsen sind und es nicht anders kennen und sie vielleicht noch nicht einmal als Wunden identifiziert haben.
Aber genau dabei kann dir eben die Gebrauchsanweisung helfen.

Deine Gebrauchsanweisung, die auf dich persönlich zugeschnitten ist.
Deine Gebrauchsanweisung zeigt dir genau, wo deine wunden Punkte sind, wo du emotional reagierst und wo du vielleicht auch mit der Heilung beginnen kannst. 

Und wenn du sagst, du würdest gerne diese Abkürzung nehmen und dir deine eigene Gebrauchsanweisung anschauen, kannst du das gerne z.B. über eine Video-Auswertung von mir machen.

Haken

Und jetzt bist du dran!

Schreib mir gerne dein Feedback in die Kommentare!

Welche Erkenntnisse nimmst du heute für dich mit?

Wenn du Interesse hast, auch einen Blick in deine Gebrauchsanweisung zu werfen, schaue gern hier nach einem passenden Paket für dich.

Viele Grüße

von deinem virtuellen Coach

Dirk


Hörprobe gefällig?

Dann hör gleich hier in deine Lieblings-Episode vom meinem "Reboot Yourself"-Podcast!


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Vor einiger Zeit habe ich, mit meiner wundervollen Mentorin Sylke Schliep, ein Interview zu diesem Thema geführt. Deshalb möchte ich dir heute die wichtigsten Aussagen und Erkenntnisse daraus zusammenfassen. 

Es ging darum, herauszufinden, welche Rolle die soziale Anerkennung für dein Leben spielt, welche Unterschiede es in der Ausprägung gibt und wie du mit diesen umgehen und arbeiten kannst. 

Dich erwartet also ein schönes Rundum- Paket, natürlich mit vielen praktischen Beispielen. 

Also los!👇

Was ist soziale Anerkennung?

Vermutlich könnte ich dir aus einem Lexikon mindestens zehn Formulierungen geben, was das sein könnte, aber heute werfen wir einen Blick auf das Thema soziale Anerkennung aus Sicht der Gebrauchsanweisung. Und da geht es um Motive, die dich und mich je nach Ausprägung unterschiedlich stark motivieren. 

Je höher der Wert auf einer Skala von 1-10, desto mehr strebe ich nach Bestätigung und Anerkennung. Das heißt: Je höher die Ausprägung auf dieser Skala ist, desto mehr Wert legst du auf die Bestätigung von außen. Je niedriger dein Wert auf dieser Skala ist, umso anstrengender empfindest du es, dich andauernd loben zu lassen oder auch selbst zu loben. Solche Menschen wünschen sich eher klare Worte und Kritik, damit sie wissen, wie sie sich beim nächsten Mal verbessern können. 

Es ist also nicht so, dass alle Menschen grundsätzlich nach sozialer Anerkennung streben, sondern jeder strebt innerhalb eines bestimmten Maßes danach, die einen mehr und die anderen weniger. Die einen müssen in kürzeren Intervallen Anerkennung und Lob von außen erhalten, die anderen in deutlich längeren, um sich wohlzufühlen. Und: Je höher der Wert, desto stärker sind auch die Emotionen, die man damit verbindet. Also die Freude über ein Lob oder der Frust, wenn man mal kein Lob erhält.

Eine typische Verhaltensweise für Menschen mit einer hohen Ausprägung dieses Lebensmotives, ist ihr großer Wunsch nach Bestätigung und Aufmerksamkeit von außen. Menschen mit einer geringen Ausprägung lehnen Lob hingegen eher ab. 

Schau also gerne mal:
Wie reagiere ich auf Lob?
Und wie die Menschen in meinem Umfeld?
Wie reagieren sie darauf, wenn sie eine berechtigte Kritik erhalten? 

So bekommst du schnell ein Gefühl für dein Umfeld und nimmst es nicht persönlich, wenn dich z.B. der eine Chef weniger lobt als der andere. Frage dich daher immer:

Wer hat das gerade gesagt?
Was ist das für ein Mensch, für eine Persönlichkeit?
Was braucht mein Gegenüber und was brauche ich? 

Ich finde, es kann eine Erleichterung sein, zu erkennen, dass es nicht an dir liegt, sondern auf der anderen Seite vielleicht einfach nur jemand ist, der die Dinge anders macht als ich.

Eigenlob stinkt

Eigenlob stinkt? Oder vielleicht doch nicht…

Menschen, die eine geringe Ausprägung bei diesem Lebensmotiv haben, bringen auch eine gewisse Selbstsicherheit mit, wenn es um die eigene Performance geht. Es gibt Menschen, die sagen:

"Habe ich gut gemacht. Weiß ich.” 

und es gibt die, die fragen: 

“War das wirklich gut? Echt? Habe ich nicht hier und dort...” 

Da ist es wichtig zu verstehen, dass es sich bei ersteren nicht um einen arroganten Menschen handelt, sondern eben eine hohe Ausprägung in einem bestimmten Lebensmotiv einher geht. 

Also auch hier gilt: es lohnt sich seine Mitmenschen einfach mal zu beobachten, ohne sie zu bewerten.

Und das gleiche gilt natürlich auch für uns selbst. Wie aber merke ich, wie stark meine eigene Ausprägung nach sozialer Anerkennung ausgeprägt ist? Mach eine Gebrauchsanweisung! Denn hier bekommst du beides: Deine Selbsteinschätzung und du bekommst außerdem angezeigt, wie es wäre, wenn du anders ticken oder wenn du in anderen Schuhen stecken würdest. 

Um aber schonmal einen ersten Eindruck zu bekommen, in welche Richtung das bei dir gehen könnte, stell dir gerne folgende Fragen: 

Legst du großen Wert darauf von anderen gemocht zu werden?
Wie findest du es, wenn dich jemand ablehnt oder Kritik übt?
Bist du jemand der ständig bemüht ist, keine Fehler zu machen?
Oder bist du jemand, dem das nichts ausmacht, wenn dich jemand zurückweist und sagt: 

„Nö, ich will nichts mit dir zu tun haben“? 

Außerdem spüren wir auf Basis unseres täglichen Verhaltens wie wir ticken. Doch wir sollten uns davon verabschieden jemanden auf Basis dieses Verhaltens einzuschätzen, ohne, dass wir seine Gebrauchsanweisung kennen. Ich sage dazu immer: Ich kann spekulieren, ich habe einen Eindruck, doch das ist hochgradig unseriös. Denn ich bin ja kein Spekulationscoach, sondern ich möchte der Person wirklich das mitgeben, was sie braucht. Also kann ich nur sagen, aufgrund der verschiedenen Konstellationsmöglichkeiten können da manchmal Bilder zustande kommen, bei denen du denkst: 

„Ah, daher kommt das. Spannend, denn ich hätte das ganz anders vermutet.“ 

Am Ende ist die soziale Anerkennung nur eins von 16 Lebensmotiven und natürlich gilt es immer zu schauen, welche Wechselwirkungen entstehen.

Die richtige Umgebung und Unterstützung sind da A und O

Tatsächlich ist es so, dass in den Coachings überwiegend Menschen zu Sylke und mir kommen, die eine hohe Ausprägung bei dem Motiv der sozialen Anerkennung haben. Auch durchschnittliche Ausprägungen in den Lebensmotiven kommen eher selten vor. Wir glauben, dass es daran liegt, dass Menschen mit einer geringeren Ausprägung bei diesem Lebensmotiv sich eher seltener Hilfe holen. Sie glauben, sie bekommen alles allein hin. Dieser Anspruch der sozialen Anerkennung, es wirklich perfekt zu machen und so gut wie es irgendwie geht, schöpft auch jede Möglichkeit aus, um noch besser zu werden oder Perfektion zu üben. Das ist das eine. Außerdem brauchen diese Menschen positive Bestätigung, dass sie alles ,,richtig“ machen.

Umgebung

In meiner Wunschvorstellung ist es so, dass Coaching irgendwann zum Leben dazugehört. Um mich selbst zu verstehen und mich selbst weiterentwickeln zu wollen. Ich erlebe in der Realität aber, dass meistens Schmerz der Auslöser ist, um ein Coaching wahrzunehmen. Und ich erlebe tatsächlich bei einer hohen Ausrichtung auf der sozialen Anerkennung, dass dieser Schmerz sehr stark ist. Die Person sagt dann: 

„Ich merke das. Der Schmerz ist stark, ich möchte damit besser umgehen lernen.“ 

Und das ist ja auch etwas, was funktioniert und ich möchte an dieser Stelle auch sagen, du musst diesen Schmerz nicht hinnehmen. Ich weiß, viele Menschen sagen: 

„Das ist halt bei mir so und ich muss eben lernen, diesen Schmerz auszuhalten.“ – Nein! Das musst du nicht! 

Denn es gibt Möglichkeiten, damit anders umzugehen. Und Menschen, mit der hohen Ausprägung, beschreiben mir das auch oft und sind sehr, sehr dankbar für die Tools, die sie bekommen. Außerdem können sie sich dann auch erklären, woher das kommt. Also, ich glaube leider auch, dass dieser Schmerzimpuls sehr, sehr stark werden kann. 

Und es kommt ja auch noch mit dazu, in welchem Umfeld jemand sich befindet und diese soziale Anerkennung nicht bekommt oder sogar bewusst entzogen bekommt. Auch das gibt es leider. Doch am Ende haben wir auch die Entscheidung darüber, dass wir uns aus einem Umfeld lösen können, was uns nicht guttut. Und wenn jemand immer wieder den Dolch in diese Wunde hinein sticht oder dir bewusst soziale Anerkennung entzieht, sollten deine Alarmglocken angehen. Ich habe es gerade schon einmal gesagt: Das gibt es wirklich. Durchaus auch in Partnerschaften oder in Freundschaften, wenn der Neid groß wird. Ich glaube einfach, dass das auch eine Möglichkeit sein kann, das Umfeld neu zu sortieren, und zwar in die Richtung, dass es mir guttut.

Doch gerade Menschen mit einem großen Bedürfnis nach sozialer Anerkennung fällt genau dieser Schritt unglaublich schwer. Gerade hier ist es wichtig, sich Unterstützung zu holen.

Das Potential hinter dem Bedürfnis nach sozialer Anerkennung

Doch eine starke Ausprägung beim Lebensmotiv "soziale Anerkennung" bringt auch viele Vorteile und Stärken mit sich. Das ist z.B. die überragende Arbeitsleistung dieser Menschen. Wenn ich zum Beispiel jemanden in meinem Team habe und ich weiß, sie wird aus sich heraus den Antrieb haben, mir ein gutes Arbeitsergebnis abzuliefern, ohne dass ich die Person ständig pushen muss, dann ist das ein riesengroßer Gewinn. Auch den Hang zum Perfektionismus, sofern er nicht ungesund wird, ist ein Vorteil. Dahinter steckt ein unbändiger Ansporn, wirklich das Bestmögliche aus allem rauszuholen. 

Am wichtigsten ist es aber nicht, diese Dinge theoretisch zu begreifen, sondern sich stattdessen einmal zu fragen:

Was brauche ich?
Was wünsche ich mir? 

Diese Fragen klingen so simpel, aber es braucht in den Coachings oft mehrere Stunden, bis wir den Kern dessen herausgearbeitet haben, um was es wirklich dabei geht. Und auch hier wieder: erst in Wechselwirkung mit den anderen Lebensmotiven entfaltet die Gebrauchsanweisung ihre ganze Magie. Denn auf diese Art finde ich schnell heraus, wo ich Ressourcen habe, die ich nutzen kann. Was steckt also z.B. hinter meinem Ansporn? Wenn ich das herausfinde, kann ich davon doppelt und dreifach profitieren.

Potenzial

Fehler dürfen sein

Ok, lass uns jetzt mal gemeinsam ein paar Beispiele durchgehen, damit du das Thema besser für dich greifen kannst. Wir schauen uns jetzt also gezielte Situationen an und auch, wie wir damit arbeiten können. Die erste Situation lautet und du kannst ja mal schauen, ob du dich darin wiederfindest:

Ich verurteile mich extrem für Fehler, und zwar auch für die kleinsten und falle dann so richtig in ein Frustrationsloch.

Wie könnten wir damit umgehen?
Als erstes wäre es wichtig zu schauen, was du überhaupt unter dem Wort ,,Fehler“ verstehst. Was sind das für Fehler?
In welchen typischen Situationen taucht das auf?
Was ist dein Gefühl damit? 

Und dann arbeite mit diesem Gefühl. Natürlich sind Fehler etwas, die jedem oder jeder passieren, aber das zu verinnerlichen braucht Zeit und Arbeit. Wir müssen lernen nach und nach positive Gedanken zu formulieren, um nicht mehr in diese negative Gedankenspirale hineinzukommen.

Frage dich: was ist der Kerngedanke, die Überschrift, die hinter diesem Thema steht. Bei mir kommt dann oft so etwas, wie: 

„Ich bin zu schlecht“, 

es kann aber auch so was sein, wie: 

„Mein Vorgesetzter ist nicht zufrieden mit mir.“ 

oder 

„Ich bin keine gute Mutter.“. 

Was dann hilft, ist, wenn du deine Bedenken und Gedanken kommunizierst. Frag deine Kinder, wie sie dich als Mutter finden. Du wirst erstaunt sein, wie ehrlich die Antwort ausfallen wird, die du bekommst. Das kann das Bild einfach ein wenig gerade rücken, bevor dieser verselbstständigte Prozess in den Gang kommt. Denn da beginne ich zu grübeln und mache die Angelegenheit größer und größer. Vielleicht auch noch in Kombination mit Sicherheit: 

„Jetzt habe ich einen Fehler gemacht und morgen bin ich meinen Job los, weil ich ja so schlecht bin.“ 

und das zieht natürlich auch runter. Also schaffe dir vorher Klarheit durch Nachfragen!

Stell deine Bedürfnisse nicht hinten an!

Die nächste Situation werden auch viele wiedererkennen. 

„Ich stelle mich permanent hinten an, um anderen zu gefallen“ 

und da ergänze ich das Ganze noch mit 

„Ich weiß, dass ich es anders tun sollte.“

Das höre ich ganz oft. Auch hier kann es hilfreich sein, sich erstmal zu fragen: 

Was macht das mit dir?
Wie geht es dir damit?
Was wünscht du dir?
Wie hättest du es gerne anders? 

Was allerdings schwierig sein kann, ist, herauszufinden, was eigentlich das Ausgangsproblem ist. Mein Thema ist ja das Abnehmen, doch es passiert nicht selten, dass ich selbst oder meine Abnahme hinten rüber fallen. Und natürlich verursacht ein Leben im Übergewicht auch Schmerzen. Ich bin dann immer hin und her gerissen, denn, wenn ich erstmal alle anderen bediene, gibt mir das ein gutes Gefühl. Doch dann sitze ich abends auf dem Sofa und denke:

„Mist, ich habe mich selbst wieder vergessen“ 

und renne mit diesem Schmerz durchs Leben. Hier hilft es, gerade auch in Familienkonstellationen, Klarheit zu schaffen, denn: 

„Wenn es mir besser geht, geht es auch allen anderen besser.“ 

Das kann ein wirklicher Motivator sein. Trage dir ruhig fixe Termine ein, um in deinem Zeitmanagement am Ende wirklich einen Platz für dich selbst übrig zu haben!

Zeitmanagement

Nahrung ist keine Belohnung

Wo wir gerade beim Thema Abnehmen sind. Für viele Menschen ist das emotionale Essen ein großes Thema. Und auch hier ist es wichtig, zu verstehen: Nahrung ist keine Belohnung, Nahrung ersetzt nicht die fehlende soziale Anerkennung. Die darf ich mir gerne woanders holen. Z.B., indem ich mir Feedback von anderen Menschen einhole. Denn Selbstlob reicht Menschen, die ein sehr ausgeprägtes Bedürfnis nach sozialer Anerkennung haben, hier nicht aus. Dieses Eigenlob, welches ich mit über einen schönen Teller Spaghetti Bolognese gebe, der aber eigentlich gar nicht mehr in einem Plan drin ist, hat nur eine ganz kurze Wirkung. Und dann kommt der Frust. 

Das ist auch nochmal ein typischer Aspekt von sozialer Anerkennung in einer hohen Ausprägung: diese Menschen merken sofort, dass sie einen Fehler gemacht haben. Als allererstes. Und deshalb muss diese Spirale, mich selbst zu belohnen, obwohl ich schon gleich hinterher weiß, dass dies ein Fehler war, gleich unterbrochen werden. Das ich nicht nach diesem Teller Spaghetti strebe, sondern vielleicht nach einem Gespräch mit einer guten Freundin oder einem Spaziergang mit meinem Hund. Frust kann ich nicht über das Essen abbauen. Kann ich schon, aber es erzielt nicht die Wirkung, welche ich eigentlich haben möchte. Also: Das gilt für alle und das gilt übrigens auch fürs Trinken.

Ich sage in meinen Webinaren immer: 80% aller Menschen sind vom emotionalen Essen betroffen. Was bedeutet das? Ich benutze Essen oder Trinken, um eine Emotion zu kompensieren. Ich glaube, da sind wir uns auch in der Community einig, dass bei Menschen mit Übergewicht ein noch höherer Wert ist. Aber 80% ist schon ein sehr hoher Wert. Auch wenn ich mein Gewicht im Griff habe, weil ich die Energiebilanz im Griff habe, darf ich mich hinterfragen, wenn ich jeden Abend, um runterzukommen zwei oder drei Gläser Wein trinke. Dabei handelt es sich mit Sicherheit auch um einen Missbrauch des Weins im Sinne von 

„Ich möchte damit einen Zustand erreichen, der über den Genuss herausgeht.“

Heißt: Jeder am Ende so, wie er oder sie möchte. Aber bitte genau diese Dinge hinterfragen. Nutze ich gerade Essen oder Trinken, um eine Emotion zu kompensieren?

Wie steht es um deine Kritikfähigkeit?

Oft kommen auch Führungskräfte in ein Coaching und treffen folgende Aussage: 

„Mir fällt es schwer, Menschen zu kritisieren.“ 

Ich glaube nicht, dass das ein Führungskräfteproblem ist, es ist grundsätzlich so. Menschen mit einem hohen Wert bei der Anerkennung scheuen oft die Kritik anderen gegenüber. Mit sich selbst können die hart ins Gericht gehen, aber wenn es um andere geht, sagen sie: 

„Nein, ich möchte Menschen nicht kritisieren. Ich möchte sie nicht verletzen.“ 

Und was ich immer feststelle ist, dass man das Kritisieren lernen darf. Es geht am Ende darum, zu erlernen, Kritik zu äußern, ohne dass es verletzend ist. Frage dich deshalb immer: Welche Persönlichkeit habe ich gerade vor mir? Wenn ich jemanden kritisiere, der oder die eine niedrige Ausprägung in der sozialen Anerkennung hat, ist es so, als würdest du Wattebäuschchen auf diese Person werfen. Das kommt überhaupt nicht an, wenn nochmal versucht wird eine Schleife drumherum zu machen und es noch besonders hübsch verpackt wird. Menschen mit einer niedrigen Ausprägung wollen Klartext.

Menschen mit einer hohen Ausprägung möchten nicht kritisieren, weil sie Angst haben, dann nicht mehr gemocht zu werden. Doch frage dich hier einmal: Stört die anderen das wirklich? Oder was meinst du was passiert, wenn du deutlich sagst, dass etwas nicht in Ordnung war und du dir das anders wünschst. Schau dir hierzu gerne auch mal das Thema „gewaltfreie Kommunikation“ an. Es ist ein irrer Begriff, aber dabei geht es darum zu sagen, wie es MIR geht, was es mit MIR macht, anstatt Vorwürfe und Vorurteile in den Raum zu werfen. Man kann z.B. sagen:. 

„Mir geht es damit nicht gut. Ich fühle mich so und so und ich bitte dich darum, etwas anders zu tun.“
friends

Doch auch Menschen mit einem hohen Wert bei der sozialen Anerkennung können natürlich ihrerseits nicht von Kritik ausgenommen werden. Doch auch hier ist das ,,Wie“ entscheidend. Wenn ich weiß, dass ich jemanden vor mir habe, der sich Kritik sehr zu Herzen nimmt und der diesen Fehler vielleicht schon längst erkannt hat, dann fange ich nicht an, nochmal extra tief rein zubohren. Das ist völlig falsch. Hier ist es wichtig, auch mal ein Lob auszusprechen, wenn dieser Mensch seinen Fehler erkannt hat und sich verbessert hat. Ich finde, im Grunde genommen ist es so einfach. Wir müssen nur darauf schauen, was der andere braucht.

Ich bin nicht gut genug

Kommen wir zur nächsten Situation: Ich werde durchgehend von Gedanken wie: 

„Ich bin nicht gut genug.“ 

oder 

„Es reicht nicht.“ 

begleitet.

So oft erlebe ich Menschen, die unglaublich viel in ihrem Leben erreicht haben und trotzdem nur auf das schauen, was nicht funktioniert hat. Oder stattdessen Angst davor haben, die anstehenden Situationen nicht bewältigen zu können. Umso wichtiger ist es, sich Polster zu schaffen. Und zwar im Sinne von: 

„Was habe ich schon alles geschafft.“

Schreib dir alles aus, was dir dazu einfällt, auch wenn diese Übung banal zu sein scheint. Was in meinem Leben habe ich schon alles hingekriegt? Jede Mutter hat es hinbekommen, ein Baby auf die Welt zu bringen. Das ist der größte Schmerz, den man sich vorstellen kann. Und dennoch sagen sie sich: 

„Bin ich gut genug?“ 

Lege deinen Fokus also auf das, was schon funktioniert hat. Daraus kannst du Kraft schöpfen, um das, was als nächstes ansteht, auch bewältigen zu können. Ein großer Punkt dabei sind die Glaubenssätze. In meinen Coachings lernen wir, diese Glaubenssätze umzuprogrammieren. Wir stellen uns dazu die Frage: 

„Ist das wirklich wahr?“ 

Und die Antwort ist immer: 

„Nein.“. 

Und genau dazu Beweise zu liefern, dass es nicht wahr ist, das macht Freude und schafft Veränderung. Auf einmal merke ich dann, dass ich gut genug für dieses und jenes bin. Daraus dann einen neuen Glaubenssatz aufzustellen, braucht natürlich Zeit. Aber wenn das 

„Ich bin nicht gut genug“ 

wieder durchkommt, sagen zu können: 

„Nein, dies ist nicht richtig.“ 

Das sind kleine Schritte in die richtige Richtung. Auch eine gute Übung ist: „Mein 80. Geburtstag“. Wenn an deinem 80. Geburtstag eine Rede gehalten werden sollte, wer soll sie halten und was soll über dich gesagt werden?

Perfektionismus ade!

Bleibt nur noch ein letztes Thema übrig und da ist der Perfektionismus. Menschen mit einer hohen Ausprägung sind sehr häufig getrieben davon.

Doch Perfektionismus ist per se nichts Negatives. Was ich beim Streben nach Perfektionismus oftmals erlebe, ist die Frage: 

„Was ist denn für dich perfekt? Beschreibe mir das doch mal.“ 

Meine Antwort beim Abnehmen, weil es da sehr oft so ist: 

„Es ist aber nicht perfekt, es ist falsch.“ 

Du kannst nicht jeden Tag in der negativen Energiebilanz sein. Das kann auch kein schlanker Mensch. Du wirst genau daran scheitern. Und den Menschen hilft es dann zu sagen: 

„Ach, es ist nicht perfekt, es ist falsch. Was ist es denn dann?“ 

Damit ziehen wir das gerade und so geht der Druck raus. Das funktioniert in manch anderen Lebenssituationen, wie zum Beispiel beim Job nicht. Aber vielleicht ist es trotzdem mal eine spannende Frage:

„Was ist denn perfekt und ergibt das Sinn?"
"Was ist gerade nötig und auch möglich?“

Und vor allem: Wer will diese Perfektion überhaupt? Ist mir das antrainiert worden? Habe ich das aus meinem Elternhaus mitgenommen? Oder ist es mein ureigenster Wille? Auch da noch mal hinzuschauen, wieviel davon ist ein übergestülptes Verhalten und wieviel ist mein eigenes,ist sehr wichtig in diesem Zusammenhang.

frei

Und jetzt bist du dran!

Schreib mir gerne dein Feedback in die Kommentare!

  • Wo hast du dich wiedergefunden?
  • Gibt es vielleicht noch eine ergänzende Frage, die wir aufgreifen können?
  • Was hat dir geholfen?
  • Wo brauchst du vielleicht noch einmal eine Erklärung?

Wenn du Interesse hast, auch einen Blick in deine Gebrauchsanweisung zu werfen, schaue gern hier nach einem passenden Paket für dich.

Viele Grüße

von deinem virtuellen Coach

Dirk


Hörprobe gefällig?

Dann hör gleich hier in deine Lieblings-Episode vom meinem "Reboot Yourself"-Podcast!


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Mich erreicht oft die Frage:

„Dirk, wenn ich mich mit meiner Gebrauchsanweisung beschäftigen möchte, muss ich dazu meine gesamte Kindheit aufarbeiten?“

oder die passende Aussage dazu:

„Dirk, ich möchte nicht meine Kindheit aufarbeiten.“

Daher habe ich mir gedacht, dass ich dieses Thema in diesem Blog-Artikel einmal aufgreife. 👇

Die große Frage: Zurück in die Kindheit tauchen?

Ehrlich gesagt, wundere ich mich weder über die Frage, noch über die Aussage.

Denn das Thema „die Kindheit aufarbeiten“ ist etwas, was keinen Menschen kalt lässt. Das Thema führt zu ganz unterschiedlichen Gefühlen und Stimmungslagen. Wenn du dich in der Psychologie umschaust, wirst du sehen, dass es dazu ganz verschiedene Ansätze gibt.

Es gibt jene, die wirklich alles in der Kindheit verorten und es gibt welche, bei denen nur mit Gegenwärtigem gearbeitet wird.

Ich bin weder Arzt noch Psychologe, daher kann und werde ich dazu keine Stellung beziehen. Doch ich kann dir meine Erfahrungen als Coach mit meinen Coachees, sowie meine Meinung mit auf den Weg geben. So kannst du dir im Anschluss deine eigene Meinung dazu bilden.

Außerdem möchte ich Klarheit darüber schaffen, welche Rolle und welchen Stellenwert die Kindheit in einem Coaching und in der Arbeit mit der Gebrauchsanweisung hat.

Wenn wir mal generell auf das Thema “Kindheit” schauen, dann sind wir uns sicher an dem Punkt einig, dass wir im Kleinkindalter stark geprägt werden.

Spurensuche

Spurensuche: Was die Kindheit uns flüstert

Beginnend mit der Rolle unserer Eltern. Wie sie sich uns gegenüber verhalten und wie sie uns prägen. Das hat natürlich bereits als Kind einen enormen Einfluss auf unser Denken, Fühlen und Handeln.

Dazu nehme ich mal ein Beispiel, mit dem die Meisten etwas anfangen können:

Wenn du von deinen Eltern immer wieder gehört hast, dass es wichtig ist, was die anderen denken, dann prägt dich das natürlich. Unabhängig davon, ob du selbst eine solche Veranlagung in deiner Gebrauchsanweisung hast oder nicht. Du lernst von Kindesbeinen an, dass es anscheinend eine Bedeutung haben muss, was andere denken.

Das kannst du auf kleinere und größere Themen ausweiten: Wozu ist Geld da? Zum Ausgeben oder zum Sparen?

Wenn du Eltern hast, und beide, also Mutter und Vater, ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis haben, dann wirst du durch Aussagen wie z.B.:

„Lass das mal lieber sein! Du weißt doch gar nicht, wie das ausgeht.“ 

geprägt werden.

Das sind alles Dinge, die du mit auf deinem Weg bekommst und die dich bis ins hohe Erwachsenenalter begleiten, wenn du dich mit diesen Themen beschäftigst. Das erlebe ich immer wieder in meinen Coachings. Das ist auch ein Stück weit deine Lebenswahrheit. Du musst dir vorstellen, als Kinder hinterfragen wir diese Themen nicht. Wir sind noch so rein und unvoreingenommen und nehmen diese Themen einfach nur auf und richten unser Leben danach aus.

Jetzt kommen wir schon zum ersten Teil der Frage: Wie sinnvoll oder nötig es sein kann, die Kindheit aufzuarbeiten?

Es kann natürlich durchaus interessant sein, von diesen Prägungen und Einflüssen zu wissen. Denn es kann dir vieles erklären.

Balance

Zwischen Prägung und Persönlichkeit: Ein Balanceakt

Angenommen du bist eine Person, die sich immer daran orientiert, was andere denken. Dann ist es gut zu wissen, dass du es von Kindesbeinen an gewohnt bist. So weit so gut.

Und das kannst du auf ganz viele Prägungen beziehen. Das können auch Kleinigkeiten sein.
Vielleicht hat auch Bewegung oder Sport immer eine wichtige Rolle in deinem Leben gespielt. Vielleicht waren es Äußerlichkeiten oder der Wunsch, dich von anderen abzuheben.

Schlussendlich richtet sich das meistens auch immer ein Stück danach, was wiederum deine Eltern geprägt hat.

es war einmal

Eltern: Die unbeabsichtigten Drehbuchautoren unseres Lebens

Es birgt auch die Gefahr, dass gewisse Prägungen von Generation zu Generation weitergegeben werden, wenn wir diese nicht irgendwann erkennen und durchbrechen.
Außerdem hängt es zusätzlich auch an der Gebrauchsanweisung deiner Eltern.

Was heißt denn: 

„die Gebrauchsanweisung deiner Eltern“?

Das bedeutet, dass in deinen Eltern, genauso wie bei dir, ganz genau angelegt ist, was ihnen guttut und was eben nicht. Je nachdem, wie reflektiert und aufgeklärt die Generation unserer Eltern war, ist es für sie teilweise eben die gesetzte Wahrheit - nicht nur für sich selbst, sondern für alle.

Das möchte ich überhaupt nicht vorwurfsvoll sagen. Ich sage mal: Wenn du als Person durchs Leben gehst und merkst, dass etwas gut für dich ist, dann kommen wir schnell in die Haltung 

„Das ist auch gut für alle.“, 

gemäß 

„MAN macht das so, dass es EINEM gut geht.“

Eltern, die ihre Kinder lieben, geben von daher eben oft das an sie weiter, was ihnen selbst guttut. Sie bringen ihren Kindern bei, was sie ihrer Meinung nach vielleicht auch schützt mit Sätze, wie z.B:

„Das hat mich vor Schlimmen bewahrt.“ 

oder

„Das sind meine Lebenserfahrungen.“
„Ich möchte dich davor beschützen/davor bewahren.“

Auch wenn es ein gewagter Satz ist, weil es auch viele tragische Geschichten gibt, doch Eltern geben immer ihr Bestmögliches. Es gibt viele Situationen, in denen es nicht annähernd ausreichend ist. Doch darüber müssen wir uns nicht unterhalten. Ich will keineswegs massive Szenarien verteidigen, die Eltern teilweise auf ihre Kinder abwälzen.

Doch Eltern tun in ihrer persönlichen Situation immer das für sie Bestmögliche. Das kann manchmal auch sehr, sehr wenig sein. Das ist die eine Seite der Medaille.

Jetzt wird es für dich interessant, denn die andere Seite der Medaille KANN natürlich sein, dass die Prägung aus deinem Elternhaus zufällig auch zu deiner Gebrauchsanweisung passt.

Im besten Fall kann das gar keine Auswirkungen haben.
Im weniger günstigen Fall kann es eine ohnehin starke Ausprägung noch weiter verstärken.

Wenn du z.B. in deiner Gebrauchsanweisung eine starke Ausprägung in der “sozialen Anerkennung” hast, ist es dir ohnehin schon wichtig, was andere von dir denken und es ist dir wichtig, Fehler zu vermeiden. Außerdem ist es für dich total schwierig, mit Kritik umzugehen.

Wenn du dann noch vom Elternhaus diese Prägung mitbekommen hast, ist das natürlich ein Multiplikator. Wenn solche Menschen dann bei mir im Coaching sitzen, die eine solche Prägung haben und wir fragen ein wenig tiefer in solche Situationen hinein, dann merken sie auch, dass dies bereits, so lange sie denken können, in ihnen vorhanden ist.

Das ist so ein Szenario, bei dem wir so ein bisschen doppelt arbeiten müssen.
Einmal arbeiten wir daran, wie du mit deiner eigentlichen Prägung der Gebrauchsanweisung umgehst und wie du das, was du als Prägung von deinen Eltern mitbekommen hast, davon abspalten und damit umgehen kannst.

Übrigens habe ich über das Thema soziale Anerkennung sehr ausführlich mit Sylke in der Podcast-Episode 009 gesprochen. Wenn du magst, höre da gerne mal rein.

Wir kommen nochmal zurück zu unserem Beispiel. Du merkst also, dass es dir durchaus wichtig ist, was andere von dir denken.

Aber, im Gegensatz zu deinen Eltern früher, bist du absolut in der Lage zu sagen, dass es dir bei einigen Leuten völlig wurscht ist, was die von dir denken.

Du merkst also, es gibt einen Unterschied zwischen dem Geprägten:

„Es ist wichtig, was die Leute denken.” 

und deinem Innersten: 

„MIR ist es wichtig, was GANZ BESTIMMTE Leute von mir denken.”

Hier ist es dann absolut hilfreich, die Gedanken, die aus deiner Prägung kommen davon abzuspalten, was du wirklich fühlst.

Schlussendlich ist es für dich also spannend zu schauen, was dir im Leben wichtig ist und warum dir das wichtig ist.

Die Frage nach dem “Warum”

So simpel, wie die Frage nach dem “Warum” hierbei ist, so unheimlich kraftvoll ist sie auch, weil sie dir so wichtige und spannende Antworten liefert.

Wenn du also z.B. einen starken Ordnungssinn hast und du schon als kleines Kind immer deinen Kram weggeräumt hast, könnte bei der Frage nach dem Warum zwei Antworten kommen:

„Weil es meinen Eltern immer wichtig war.“ (Prägung)

oder

„Weil ich es als Kind schon immer gerne ordentlich hatte, ohne dass es mir jemand sagen musste.” (deine Gebrauchsanweisung)

Gehen wir mal einen Schritt weiter.
Interessant wird es also, wenn die Prägung, die du durch dein Elternhaus mitbekommen hast, mit deiner Gebrauchsanweisung nicht übereinstimmt. (siehe Variante 1 des Ordnungs-Beispiels)
Das kommt tatsächlich auch häufig vor.

Menschen kommen zu mir und sagen: 

„Ich bin perfektionistisch.“ 

oder 

„Mir ist total wichtig, was andere denken.“

Dann erkläre ich ihnen ihre Gebrauchsanweisung mit ihren Lebensmotiven. Und wenn wir dann gemeinsam reinschauen, bemerken wir, dass dies so nicht zu finden ist.

Wie kann das sein?

puzzle

Das Puzzle zusammensetzen: Ich vs. Erziehung

Der Fragebogen, den du von mir vor Erstellung deiner Gebrauchsanweisung bekommst, schafft es, dir die Fragen so zu stellen, dass du die Fragen wirklich aus deinem Gefühl heraus beantworten kannst.
Das bedeutet, es fällt dir an dieser Stelle leicht, auch Prägungen loszulassen, da du tief in dein Innerstes schaust.

Und dann kommt eben auch mal zum Vorschein, dass einer Person etwas anderes wichtig ist als das, was sie im Außen abspult.

Wir bleiben noch mal bei der Person, der es wichtig ist, was andere denken. Ich sage ihr also, dass es so in der Gebrauchsanweisung nicht drin steht, und wir kommen in einen Dialog. Schließlich kommen wir gemeinsam zu der Erkenntnis, dass es der Person nur durchschnittlich wichtig ist, was andere von ihr denken.

Ja, natürlich gibt es da Menschen, wo Kritik so richtig reinhaut und Lob irgendwie doppelt zählt. Aber wenn die Person darüber nachdenkt, fällt ihr eben auch auf, dass es auch Menschen gibt, bei denen es sie überhaupt nicht juckt.

Also z.B. gibt ihr der Chef oder die Chefin gerne Kritik (weil er oder sie einfach nur einen schlechten Tag hat) und die Person merkt, dass es emotional nichts mit ihr macht.
Doch dann springt dieser Prägungsmechanismus an und sagt:

„Oh, dein Chef oder deine Chefin hat dich kritisiert. Das muss doch jetzt etwas mit dir machen. Das geht doch nicht.“

So wird dann auf einmal ein künstlicher Mechanismus in Gang gesetzt, der aber gar nicht zu dir gehört.

Mir sind zwei Dinge wichtig, die ich dir im heutigen Blog-Artikel mitgeben möchte:

Das eine ist, dass es super interessant und auch relevant für dein Lebensglück sein kann, herauszufinden, was wirklich zu dir gehört. 

Was ist das, was du möchtest und was dir wichtig ist?
Was sind deine Gefühle, was sind deine Gedanken und was sind deine Prioritäten?

Dies von dem unterscheiden zu können, was dir von außen herangetragen wurde; Dinge, die du übernommen hast oder auch bis heute ablehnst: Das greifbar zu machen, kann super interessant sein.

fragezeichen

Ist es eigentlich nun sinnvoll und MUSS ich meine Kindheit aufarbeiten?

Wenn du weißt, woher deine Prägungen kommt, kriegst du diese Dinge auch besser gegriffen. Es ergibt mehr Sinn und es macht es dir leichter zu verstehen, weshalb du dich anders verhältst als es eigentlich in dir angelegt ist.

„Weshalb treffe ich denn andere Entscheidungen als solche, die mich eigentlich glücklich machen würden?“

Es fällt dir leichter, warum du etwas tust, bei dem dein Kopf vielleicht ganz laut 

„Richtig!“, 

aber dein Herz 

„Nein!“ 

schreit.

Du machst es dann vielleicht so wie immer, weil du es so gelernt hast. Aber es fühlt sich dennoch nicht gut an. Du entscheidest in dem Fall nicht aus deinem Herzen (aus deiner Gebrauchsanweisung) heraus, sondern nach dem, was dir beigebracht wurde.

Und eben genau das gegriffen zu bekommen, kann super wertvoll sein.

Jetzt kommt meine Meinung dazu:
Natürlich ist es so, dass du jetzt lebst. Gerade wenn wir an unseren Themen mit Hilfe der Gebrauchsanweisung arbeiten, bin ich der Meinung, dass du dein Leben jederzeit in die richtige Richtung lenken und dich aus den Klauen der Vergangenheit befreien kannst. Es kann etwas seit Jahrzehnten immer schon so gewesen sein - du kannst es ab morgen verändern.

Du kannst jahrelang die gleiche Entscheidung treffen und dich ab morgen anders entscheiden.

Ich kann es total gut verstehen, wenn jemand sagt: 

„Ich möchte gar nicht zurückschauen“ (das tun wir bei der Gebrauchsanweisung auch gar nicht) 

und 

„Ich möchte nach vorne schauen und sehen, wie ich es besser, anders machen kann als sonst und zwar so, dass es zu mir passt.“

Und dazu kann ich dir ganz klar sagen, dass wir dazu deine Kindheit nicht aufarbeiten müssen.

Das heißt: Wenn du mich fragst, ob du deine Kindheit aufarbeiten musst, dann sage ich dir aus Sicht der Gebrauchsanweisung „Nein“.

Du kannst ab morgen das Leben führen, was zu dir passt!

weitblick

Vorwärts schauen: Ein Leben jenseits der Kindheitserinnerungen

Jetzt denkst du vielleicht:

„So schnell wird das wohl nicht gehen.“

Da gebe ich dir recht. Aber du kannst ab morgen einen anderen Weg einschlagen. Du kannst die Dinge ab morgen besser, anders und passender zu dir machen.

In der Regel wirst du zu mir kommen, wenn du genau dieses Bedürfnis in dir hast, etwas verändern zu wollen. Wenn du merkst, da ist ein innerer Konflikt in dir. Wenn du merkst, du führst nicht das Leben, was zu dir passt oder wenn du denkst:

„Das kann doch irgendwie nicht alles gewesen sein. Es muss doch ein anderes Gefühl im Leben geben, als das, was ich gerade empfinde.“

Und da kommst du mit deiner Gebrauchsanweisung, ob mit oder ohne Kindheit aufarbeiten, ein großes Stück weiter.

Ich hoffe, ich konnte so ein bisschen Klarheit in das Thema bringen.

Wenn du gerne verstehen möchtest, wo die Dinge herkommen, können wir das in unserem Gespräch sehr, sehr gerne machen. Erforderlich ist dies aber nicht. Denn in der Gebrauchsanweisung steht, was dich ab jetzt glücklich und zufrieden macht.

Und jetzt bist du dran!

Schreib mir gerne dein Feedback in die Kommentare!

Schaust du lieber nach vorne oder ist dir ein Blick in die Vergangenheit wichtig? Oder beides?

Wenn du Interesse hast, auch einen Blick in deine Gebrauchsanweisung zu werfen, schaue gern hier nach einem passenden Paket für dich.

Viele Grüße

von deinem virtuellen Coach

Dirk

Hörprobe gefällig?

Dann hör gleich hier in deine Lieblings-Episode vom meinem "Reboot Yourself"-Podcast!

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Gegensätze ziehen sich an?
Gleich und Gleich gesellt sich gern?
Was stimmt denn nun davon für meine glückliche Partnerschaft

Egal, ob du gerade auf der Suche bist oder dich in einer bestehenden Partnerschaft befindest, du wirst im heutigen Artikel Antworten bekommen! 👇

Wozu tendierst du?

Ja, was ist denn nun die perfekte, glückliche Partnerschaft? 

Das ist eine Frage, die ich sehr häufig in meinen Coachings gestellt bekomme.
Dabei ist es egal, ob du gerade Single und auf Partnersuche bist oder in einer bestehenden Partnerschaft. 

Auch, wenn du gerade gar nicht auf der Suche bist, dir aber über dieses Thema Gedanken gemacht hast. Ob du glücklich bist oder eben auch nicht. 

Es gibt beide Szenarien sehr häufig.

Ich glaube, es ergibt also in jedem Fall Sinn, dass wir uns dieses Thema heute mal anschauen.
Und das können wir sehr, sehr gut mit der Gebrauchsanweisung tun.

Ich möchte mit dir dazu diese beiden Theorien durchgehen:

  1. Gegensätze ziehen sich an.
  2. Gleich und Gleich gesellt sich gern.

Lass uns diese beiden Aussagen gegenüberstellen und nimm dir mal einen kleinen Moment Zeit, dir bewusst zu machen, zu welcher Aussage du eher tendierst.

Gegensätze ziehen sich an

Ich würde gerne mit der ersten Aussage 

„Gegensätze ziehen sich an“ 

beginnen. 

Was damit gemeint ist, ist völlig klar.

Es wird immer wieder behauptet, dass es super interessant ist, wenn die Partner unterschiedlich sind und dass das eine gewisse Anziehungskraft in sich trägt. 

Es wird behauptet, dass wir immer das suchen würden, was wir nicht haben.
Wenn wir uns diese Aussage nun aus Sicht der Gebrauchsanweisung anschauen, habe ich gleich ein paar Beispiele für dich. 

Aber ich schicke vorab, wenn ich hier von der Gebrauchsanweisung spreche und du ganz neu bist, macht es Sinn, wenn du dir >>> den Artikel durchliest, in dem ich die Gebrauchsanweisung erkläre. 

So bekommst du eine Orientierung, worüber ich hier spreche.

Kurzum, in der Gebrauchsanweisung gibt es 16 Lebensmotive.
Und diese 16 Lebensmotive stehen jeweils für ein Thema.
Wir haben eben alle bei diesen Lebensmotiven unterschiedliche Ausprägungen. 

Ich werde jetzt gleich verschiedene Lebensmotive nennen und wir stellen uns jetzt einfach mal vor, dass sich einer der Partner auf der Skala (von 1- 10) auf der 1 befindet und der andere auf der 10. 

Das machen wir für alle Motive so, damit wir wirklich die krassen Gegensätze haben.
Wie oft das nun in der Realität in der Form vorkommt, sei mal dahingestellt. 

Aber Gegensätze finden sich immer wieder in unterschiedlichen Ausprägungen.
Warum also nicht mal auf die Spitze treiben?

Gegensätze in den Finanzen

Schauen wir uns also den Bereich Finanzen an, eines der klassischen Beziehungsthemen. 

Spätestens, wenn die Menschen heiraten, wird das ein Thema sein.
Wenn wir jetzt von den Gegensätzen ausgehen, kann das etwas sein, wovon wir innerhalb einer Partnerschaft profitieren können. 

Stell dir vor, du hast in deiner Partnerschaft jemanden an deiner Seite, der dazu neigt, dass Geld zum Ausgeben da ist, unter dem Motto 

„Geld kommt, Geld geht“, 

also jemanden, der eine großzügige Person ist. 

Jemand, der sich aber auch schon gedacht hat: 

„Ich bin schon relativ großzügig/verschwenderisch mit meinem Geld. Das eine oder andere, was ich ausgegeben habe, hätte ich auch mal aufheben können.“ 

Sprich diese Person ist sich einfach darüber bewusst, dass sie es lockerer sieht. 

Hier kann ein Partner oder eine Partnerin helfen, der oder die auf der anderen Seite steht und mit der Einstellung durchs Leben geht: 

„Nein, ich halte mein Geld zusammen. Mir ist es wichtig, Besitz anzusammeln.
Ein Außenstehender würde mich vielleicht sogar als geizig bezeichnen (das habe ich vielleicht auch schon mal gehört). Aber ich empfinde das gar nicht so. Ich halte mein Geld einfach gerne zusammen. Merke aber, dass ich da manchmal ein bisschen extrem bin, wenn ich mich darüber freue, dass ich 20 Cent eingespart habe.“
Wachstum


Das sind beides realistische Beispiele. 

Beide sind sehr gegensätzlich und du kannst dir vorstellen, wenn sich die beiden Partner aufeinander einlassen, dann können sie durchaus voneinander profitieren. 

Es wird sich für beide Seiten immer etwas komisch anfühlen, doch das ist etwas, wodurch du von den Gegensätzen profitieren könntest. 

Du kannst mal schauen, wie es in deiner Partnerschaft ist.
Und wenn du dich aktuell nicht in einer glücklichen Partnerschaft befindest, wie das in früheren Partnerschaften gewesen ist.

Gegensätze im Bereich Einfluss

Im Bereich Einfluss kann sich das natürlich auch wunderbar ergänzen.
Du kannst dir vorstellen, da ist eine Person auf der einen Seite der Skala und sie sagt: 

„Ach, Entscheidungen zu treffen ist gar nicht so mein Ding. Ich strebe nicht so danach, Verantwortung zu übernehmen und das Kommando zum Treffen von Entscheidungen zu haben. Das finde ich gar nicht so großartig. Ich lasse mich lieber anleiten und ich setze auch gerne um.“ 

Nun stell dir auf der anderen Seite genau das Gegenteil vor.
Da ist eine Person, die sehr stark dazu neigt, Entscheidungen zu treffen. 

Wenn wir diese Person beobachten, bekommen wir das Gefühl, sie will eigentlich alles entscheiden.
Für sich selbst und auch gerne für andere. 

Von außen wird diese Person eher als dominant wahrgenommen.
Wenn diese beiden Menschen nun aufeinandertreffen (und das habe ich auch schon sehr häufig erlebt), dann kann sich das gut ergänzen. 

Denn die Person, die gar nicht darauf aus ist, Entscheidungen zu treffen, sagt dann: 

„Ich bin eigentlich ganz froh, dass er oder sie das macht. Wir ergänzen uns da gut.“ 

Die andere Seite sagt: 

„Ich weiß ja, ich bin manchmal so ein bisschen dominant und herrisch. Aber meine Partnerin/mein Partner weiß das zu schätzen und ich kann das da ganz gut ausleben. Ich komme so auch viel besser mit meiner eigenen Art klar. Ich frage vielleicht auch mal nach, ob das für meine Partnerin/mein Partner wirklich in Ordnung ist, damit ich eben nicht permanent auf Widerstand stoße.“ 

Denn das kennen Menschen, die gerne alles entscheiden wollen, sehr gut.

Stell dir mal vor, es treffen zwei Menschen aufeinander, die beide gerne alles entscheiden wollen oder beide nichts entscheiden wollen. Das wäre ein bisschen schwierig. 

Doch so kann sich das sehr, sehr gut ergänzen.

Was ist mit Familie?

Im Bereich Familie, wo es darum geht, welchen Stellenwert die Familie für mich hat, kann es sich vor allem in der Kindererziehung sehr gut ergänzen. 

Die eine Seite sagt: 

„Ich erziehe mein Kind eher auf freundschaftlicher Ebene, eher auf Augenhöhe zu einer eigenständigen Person.“ 

Das ergänzt sich natürlich ganz gut mit jemanden, der auf der anderen Seite eher den sogenannten "Helikopter-Eltern" zuzuordnen ist. Ich kenne auch viele, die sich selbst so nennen und das überhaupt nicht als böse Bezeichnung einordnen. 

Aber es ist schon gut, wenn sich diese beiden Seiten gut ausbalancieren. 

Ich erlebe es auch häufig, dass intern Rollen verteilt werden.
Das weiß das Kind natürlich nicht, auch wenn sie schon recht schnell herausfinden, wer wie tickt. 

Wenn zum Beispiel Entscheidungen anstehen, in denen es eher unangenehme Dinge zu klären gibt, tut das ganz oft der- oder diejenige mit der geringeren Ausprägung. 

Wie gesagt, auch hier kann sich das sehr gut ergänzen und beide können ganz gut voneinander profitieren. 

Ich glaube, es ist klar geworden, was ich damit meine.

glückliche Partnerschaft


Jetzt sagst du vielleicht 

„Mensch, das ist doch super. Ich fühl mich gerade schon bestätigt, dass eine perfekte, glückliche Partnerschaft bedeutet: „Gegensätze ziehen sich an,“.

Ja, doch es kommt nun aber auch, wie so oft im Leben, ein aber

Denn ich habe dir zunächst drei Bereiche genannt, wo es wunderbar passt.
Wenn wir uns jetzt aber mal die folgenden zwei Bereiche anschauen, da kann es dann auch mal schwierig werden.

Wo es schwierig wird

Wir steigen mal in einen sehr wichtigen Bereich innerhalb der Partnerschaft ein und das ist die Sexualität.

Und weshalb behaupte ich jetzt, dass dies ein wichtiger Bereich innerhalb einer glücklichen Partnerschaft ist?
Es wird unterschiedlich gesehen, aber es ist auf jeden Fall wichtig, dass die Menschen in diesem Bereich gleich ticken. Das ist für alle Partnerschaften wichtig. 

Warum?

Naja, stell dir vor, da ist der eine Part in der Partnerschaft, der sagt: 

„Für mich ist Sexualität nicht wichtig. Es muss erst alles andere stimmen, bevor ich mich fallen lassen kann. Ich strebe nicht danach permanent Sex zu haben.“ 

Das sind Menschen, die natürlich auch Lust haben, ihre Sexualität zu leben, aber nicht so stark.
Für jene Menschen gibt es Lebensmotive, die ihnen wichtiger sind. 

Wenn dieser Mensch auf jemanden trifft, der eine hohe Ausprägung hat und sagt: 

„Sexualität ist für mich sehr wichtig. Ich brauche das sehr, sehr häufig. Ich will das permanent ausleben. Meine Gedanken kreisen darum.“ 

Da kann ich dir aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass es da sehr, sehr häufig Schwierigkeiten gibt hier Kompromisse zu finden. Beziehungsweise sehen Kompromisse dann so aus, dass Absprachen getroffen werden müssen. 

Es kann sein, dass es zu einer offenen Beziehung führt, damit die Person, die der Sexualität eine hohe Bedeutung beimisst, sich ausleben kann und die andere Person sich nicht verbiegen muss. 

Es kann aber auch sein, dass sich die Person mit der hohen Ausprägung zusammenreißt, weil die Liebe so stark ist. 

Ich kann es immer nur aus meinen Coachings und aus meinen eigenen Erfahrung beschreiben und danach führt das in beiden Fällen immer wieder zu Problemen. Denn eine Seite fühlt sich immer verletzt und unverstanden und das geht selten gut. 

Ich bin deshalb ein Verfechter dessen, etwas so früh wie möglich zu klären.
Am besten schon beim ersten Date oder sagen wir beim zweiten.
Wie ist denn unsere Sexualität ausgeprägt? 

Das Gemeine zu Beginn einer Beziehung ist ja, dass die Hormone dafür sorgen, dass wir uns alle gefühlt oberhalb der Skala bewegen. Das ist evolutionär begründet. 

Erst nach einiger Zeit gelangen wir wieder auf unsere ursprünglichen Plätze und das kann dann zu einem bösen Erwachen führen. 

Also, hier sind Gegensätze eher schwierig, je weiter sie auseinanderliegen.

Das Gleiche bei der sozialen Anerkennung.
Und ich nehme da mal ein Beispiel heraus. 

Denn soziale Anerkennung zeigt unter anderem an, wie wichtig mir Bestätigung, Lob, Anerkennung von Dritten ist. Wie viel Wert lege ich darauf? 

Jetzt könntest du sagen: 

„Okay, weshalb sollte das ein Problem sein, wenn die eine Person keinen und die andere Person sehr viel Wert darauf legt?“ 

Es kann daher zu einem Problem werden, wenn die Personen diesem Thema grundsätzlich einen unterschiedlichen Wert beimessen. 

Was meine ich damit?
Wenn ich selbst nicht viel Wert auf Lob und Anerkennung lege, weil es mit mir nichts macht, werde ich auch nicht die Person sein, die das weiträumig an andere Personen herausgibt. 

Denn ich würde denken:

„Was soll dieses positive Rumgedudle denn bringen? Brauche ich nicht.“ 

Wenn ich jetzt aber auf eine Person treffe, der das sehr wichtig ist, wird dieser Person im Umgang mit mir irgendetwas fehlen. Und genauso wird die Person, mit ihrer empathischen Art, ihr Gegenüber einfach nerven. 

Denn du musst dir vorstellen, wenn ich jetzt hinausgehe, Lob und Anerkennung verteilen möchte und das auch selbst haben möchte, treffe aber auf einen Partner, den oder die das eher nervt, dann wird das irgendwann zu einem Problem. 

Da kann es auch schwierig werden, sich im Laufe der Zeit anzugleichen.

Aus meiner Erfahrung heraus geht eine Person, die viel Anerkennung braucht, tatsächlich mit Verletzungen durch den Alltag, wenn sie auf jemanden trifft, der ihr dies nicht geben mag oder kann. 

Also du siehst, es fällt mir schwer hier eine pauschale Aussage zu treffen.

Abgrenzung

Gleich und gleich gesellt sich gerne?

Vielleicht passt es ja dann, wenn ich in der Gebrauchsanweisung alles gleich habe? 

Wir haben ja schon erfahren, dass das bei dem Bereich Sexualität super ist, wenn die Partner sich auf derselben Seite der Skala befinden. 

Egal, ob sie dem Thema nun eine besonders hohe Priorität oder eher eine geringere zuschreiben, wird das selten zu Problemen führen. Weil sie sich ineinander hineinversetzen können, eben wissen, wie die Person tickt und eben nicht denken 

„Ich will jeden Tag, er oder sie fast nie. Was mache ich denn falsch?“

Vielmehr ist es so, dass die beiden sich gegenseitig verstehen und können dementsprechend ihre Sexualität ausleben, wie sie es möchten. Wie gesagt, es ist egal, ob eine geringe oder eine hohe Ausprägung vorhanden ist.

Spannend ist hier auch das Lebensmotiv Neugier. 

Dieses Lebensmotiv sagt aus, wie sehr ich mich mit neuen theoretischen Inhalten beschäftigen möchte. 

Ich sag immer:
Wieviel Input möchte ich in mein Gehirn bekommen? 

Da gibt es jene auf der Skala, denen reicht das Wissen, welches sie im Alltag umsetzen und alles andere interessiert sie nicht so wirklich. 

„Was ich nicht brauche und nicht anfassen kann, interessiert mich nicht. Ich bin eher praxisorientiert. Pragmatisch.“

Während auf der gegenüberliegenden Seite der Skala Menschen sind, die sagen: 

„Wissen um des Wissens Willen ist mein Motto. Ich will alles wissen. Alles Neue interessiert mich. Ich kann mich da tief einarbeiten und mich vielleicht auch ein Stück weit drin verlieren. Ich kann mich mit Theorien und Details beschäftigen. Ich bin eben sehr neugierig.“

Auch hier ist es natürlich schön, wenn die Menschen gleich ticken. 

Denn, wenn sie sich beide sehr für Neues interessieren, können sie es gemeinsam leben. W
enn sie sich gemeinsam eben nicht so sehr interessieren, können sie aber ihren Pragmatismus zusammenleben. 

Das funktioniert aus der Coachingerfahrung sehr, sehr gut.
Es ist auch meist nicht so ein Drama, wenn das nicht so passt, denn dabei findet oft Kommunikation und Austausch statt. 

Der Mensch, dem es wichtig ist, beschäftigt sich dann eben allein mit neuen Dingen.
Aber klar, gemeinsam ist es immer schöner, sich neuen Dingen zu widmen oder eben auch Pragmatismus zu leben.

Das Gleiche gilt auch für die Lebensmotive wie Bewegung und Essen. 

Es ist natürlich immer schöner, wenn die Ausprägung gleich ist, weil das Verständnis füreinander sehr hoch ist und diese Lebensmotive gleich gelebt werden können. 

Aus meiner Erfahrung kann ich dazu sagen, dass mir Essen sehr, sehr wichtig ist und für mich ist es tatsächlich auch schwierig, eine engere Bindung mit jemandem einzugehen, der da völlig anders eingestellt ist. 

Da kann es bei Urlauben, bei Städtetrips oder auch im Alltag schwierig werden, denn dann prallen Welten aufeinander, die einer Kommunikation bedürfen.

Bei der Bewegung gilt das Gleiche.
Wenn der eine Partner drei Stunden Sport am Tag machen will und der andere damit nichts am Hut hat, braucht es schon viel Verständnis.

kontrollieren


Ebenso verhält es sich bei dem Lebensmotiv soziales Engagement. 

Dabei geht es um die Frage: 

„Wie sehr strebe ich danach, die Welt zu einem besseren Ort zu machen?“ 

Da ist es hilfreich, wenn beide dazu eine ähnliche Sichtweise haben. 

Wenn einer der beiden sagt: 

„Interessiert mich nicht. Ich kümmere mich um mich und um mein eigenes Umfeld. Mir hilft ja auch keiner.“ 

und die andere Person missionarisch unterwegs ist und wirklich viel Zeit aufwendet, vielleicht dafür auch auf die Straße geht, wird es natürlich auch immer zu Konflikten kommen. 

Wenn die beiden aber gleich ticken, dann können sie es gemeinsam leben oder auch gemeinsam lassen.

Was denn nun?

Du siehst also, es gibt Lebensmotive, bei denen die Gleichheit wirklich vom Vorteil sein kann.
Wenn du jetzt denkst: 

„Ja, dann scheint dies doch die Lösung zu sein. Gleich und Gleich gesellt sich gern.“

- Naja, auch dazu gibt es, wie du es dir vielleicht schon gedacht hast, ein aber. 

Schauen wir dazu mal auf das Thema Familie, bei dem wir vorhin gesagt haben, dass die Gegensätze interessant sein können. 

Gleich und Gleich kann bei diesem Lebensmotiv schwierig werden, wenn es sich wirklich um "Helikopter-Eltern" handelt. 

Ich möchte das Thema Helikopter-Eltern nicht bewerten. Das ist mir ganz, ganz wichtig.
Denn wir sind alle so, wie wir sind. Wenn aber beide Elternteile dazu neigen, das Kind sehr zu umsorgen und schwer loslassen können, kann das dazu führen, dass das Kind irgendwann sagt: 

„Ich habe mich so eingeengt und abhängig gefühlt. Auch heute empfinde ich das noch so.“

Es wird zwar weniger zu zwischenmenschlichen Konflikten kommen, da die Eltern sich oft einig sind, wie sie mit ihrem Kind umgehen wollen, aber es wird dann Nachteile für das Kind haben.
Ich meine das nicht wertend, doch es ist einfach ein Fakt.

Generell können wir sagen, dass wenn Lebensmotive voneinander abweichen, wie zum Beispiel bei dem Thema Finanzen oder Familie, haben wir die Möglichkeit, voneinander zu lernen. 

Denn ich lerne die andere Seite zu meinem Leben kennen und wie ich mich auch ein bisschen danach ausrichten kann, solange es mir guttut. 

Du weißt durch die Gebrauchsanweisung, dass es ganz wichtig ist, uns nicht zu verbiegen. 

Doch wir können auch sagen, dass wir diesen Part an unseren Partner oder unserer Partnerin abgeben. Das bedeutet, die Wachstums- und Weiterentwicklungschancen sind natürlich bei Gleich und Gleich wenig gegeben. 

Ich möchte das gar nicht so pauschal sagen, doch du weißt, wie ich es meine.
Harmonie, ja, aber wenig Wachstumsspielraum, um einfach von der anderen Seite zu lernen.

Ob nun Gleich und Gleich sich gerne gesellen oder Gegensätze sich anziehen - du hast noch keine Antwort bekommen und ich sage dir jetzt: 

Diese Antwort gibt es auch nicht.
Außerdem ist sie auch gar nicht so wichtig. 

Schlussendlich kommt es darauf an, dass du für dich ein paar Dinge beachtest. 

Egal, ob du auf Partnersuche bist oder dich in einer bestehenden Partnerschaft befindest, es gibt einen wichtigen Punkt, mit dem alles beginnt. 

Und zwar, dass du erst einmal verstehst, wie du selbst tickst. 

Die eigene Gebrauchsanweisung kann dir dabei helfen, denn du siehst Schwarz auf Weiß, was du eigentlich brauchst und was du nicht brauchst. 

Du siehst, was dir guttut und was dir überhaupt nicht guttut.

glückliche Partnerschaft

Eine glückliche Partnerschaft beginnt bei dir

Ich gebe dir ein Beispiel. 

Wenn du von dir selbst weißt, dass dir soziale Anerkennung sehr, sehr wichtig ist und du viel Lob und Anerkennung von außen brauchst, wirst du dem Reiz einer Person, welche selbstbewusst auftritt, erliegen. Denn eine Person, die die Anerkennung von außen so gar nicht zu brauchen scheint, die eher kühl ist und nicht so emotional, übt einen gewissen Reiz aus. 

Das liegt daran, weil wir uns genau das wünschen. 

Aber es kann durchaus sein, dass uns ein Zusammenleben mit einer solchen Person nicht guttut.
In der Kennenlernphase kannst du das auch ein Stück weit ausprobieren, du wirst merken, wie die Person sich dir gegenüber verhält. 

Ich sage nicht, dass diese Person das bewusst oder gar bösartig tut, doch es wird dir einfach nicht guttun. 

Genauso verhält es sich mit der Sexualität und auch bei den anderen Lebensmotiven, die wir besprochen haben. 

Wichtig ist, dass du dir deiner selbst bewusst bist und weißt, was du dir wünscht und was zu dir passt. Ich glaube, das ist das große Geheimnis, welches ich dir gerne mit an die Hand geben möchte. 

Wenn du auf Partnersuche bist, suche nicht permanent bei dir die Fehler.
Suche nach den Gründen, weshalb die letzten Beziehungen nicht funktioniert haben. 

Denn du gehst genauso mit deiner Persönlichkeitsstruktur in die Beziehung wie die andere Person auch. Schaue einfach, was du brauchst und wo du es finden kannst. 

Ich sage dir abschließend auch noch einmal warum:

Wenn du permanent das Gefühl hast, an deiner Gebrauchsanweisung zu scheitern, die du ja leben sollst, wirst du es immer wieder falsch versuchen und immer wieder scheitern. 

Ich bin mir sicher, wenn du bereits ein paar Partnerschaften hinter dir hast oder gerade auf der Suche bist, dass du genau das kennst. 

Es geht immer wieder um das gleiche Thema, bei dem ich mich nicht wohlfühle und woran es dann am Ende scheitert. Und da hilft dir eben der Switch zu dir selbst. 

  • Wer bin ich?
  • Was brauche ich?
  • Und wo finde ich das? 

Ich glaube, du wirst dann merken, dass du bisher falsch gesucht hast.

Wenn du in einer bestehenden Partnerschaft bist, bist du ja bereits täglich mit der Gebrauchsanweisung deines Partners oder deiner Partnerin konfrontiert. Und du wirst merken, dass er oder sie in manchen Bereichen anders tickt als du.

Ich denke, du hast gerade ein Verständnis dafür bekommen, weshalb das so sein kann und auch verstanden, dass es so richtig ist und es überhaupt nicht die Aufgabe sein darf, dass du dich veränderst oder, dass du deinen Partner veränderst. 

Denn ihr habt beide die Aufgabe, nach eurer Gebrauchsanweisung zu leben. 

Was aber ein wirkliches Wundermittel ist und das kann ich dir aus den Paarcoachings sagen, ist, dass beide sich selbst und ihrer Gebrauchsanweisung bewusst sind. 

Das beide sich bewusst sind, wie wichtig es ist, dass jeder nach seiner Gebrauchsanweisung lebt und im ersten Schritt sich selbst gegenüber Akzeptanz an den Tag legt. 

„Ich bin so wie ich bin und ich darf auch so sein.“

Ich muss nur schauen, wie ich damit arbeite und das ist das Gegenteil des Verbiegens. 

Und auf der anderen Seite ist es ebenso wichtig, dass du der anderen Person gegenüber Toleranz an den Tag legst. 

Er oder sie möchte mir nicht wehtun.
Er oder sie macht das nicht mit Absicht.
Vielmehr ist es so, dass er oder sie einfach nur so sein möchte, wie er oder sie ist. 

Ganz häufig haben wir das in den Bereichen Ordnung und Struktur.
Das ist auch ein Lebensmotiv. Und da ist es oft so, dass es zu Streit kommt, wenn innerhalb der Partnerschaft ganz unterschiedliche Ausprägungen sind.

Ich habe es schon häufig erlebt, dass ein Dauerstreit in Bezug auf Ordnung im Paarcoaching beigelegt wird, weil die eine Seite erkennt, dass die andere Seite das Ordnungsbedürfnis nicht wahrnehmen kann. 

Also werden Absprachen getroffen wie: 

„Weißt du was? Ich kümmere mich um die Ordnung. Das ist okay für mich. Dafür haben wir gemerkt, dass du im Bereich der Finanzen besser bist. Mach du doch die Finanzen.

Und auf einmal entsteht aufgrund der Toleranz komplette Harmonie.
Auf einmal siehst du das Thema, worüber du dich vorher so geärgert hast, völlig entspannt.

Schlüsselwerkzeug Kommunikation

Das nächste, was wichtig ist, ist die Kommunikation. 

Wenn ich verstanden habe, dass zwei Gebrauchsanweisungen aufeinandertreffen und jeder Mensch seine Gebrauchsanweisung leben will und auch soll, dann ist es natürlich auch wichtig, dass ich für mich annehmen kann, dass ich in einem Lebensbereich eine völlig andere Einstellung habe als mein Partner oder meine Partnerin. 

Die haben wir uns ja auch nicht ausgesucht, die ist einfach so. 

Und im Zweifel kann sich meine Partnerin oder mein Partner gar nicht in meine Einstellung hineinversetzen. Wenn er oder sie das nicht kann, kann meine Einstellung auch nicht berücksichtigt werden. 

Beispielsweise kann mein hoher Wunsch nach sozialer Anerkennung vielleicht nicht berücksichtigt werden, weil der Partner oder die Partnerin gar nicht versteht, wie wichtig es mir ist und warum das so ist. 

Wenn dann zwei tolerante Menschen aufeinandertreffen, ist Kommunikation das Zauberwort

Denn wenn wir im Grunde verstanden haben, dass wir unterschiedlich sind und schauen dürfen, wie die andere Person tickt, gehört es natürlich dazu, dass ich mich auch erkläre. 

Ich meine das positiv im Sinne von 

„Du, ich würde mir von dir wünschen, ein bisschen mehr soziale Anerkennung zu bekommen. Zum Beispiel in dieser oder jener Situation. Denn es ist mir einfach wichtig.“

Ein anderes kleines Beispiel, das ich bei vielen Müttern in meinen Coachings erlebt habe, ist, dass sie vor mir sitzen und sagen: 

„Weißt du Dirk, ich mache und tue und es kommt Garnichts zurück.“ 

Da arbeite ich mit kleinen Beispielen und sage, dass sie ihren Kindern sagen darf 

„Wenn es euch geschmeckt hat, dann sagt mir das doch gerne. Sagt mir das auch nur, wenn es so ist, denn ihr sollt mich ja nicht anlügen. Aber sagt es doch bitte.“ 

Die Kinder dürfen auch lernen, zu sagen: 

„Danke Mama, dass du das alles machst.“ 

Sorry, wenn ich jetzt auf den Kindern rumreite.
Genauso darf das der Partner oder die Partnerin lernen:

„Danke, dass du dich um die Finanzen kümmerst.“ 

Fordere das auch gerne liebevoll ein.
Das ist dein Recht.
Das darfst du.
Damit bricht sich auch niemand einen Zacken aus der Krone.

Manchmal müssen es die Menschen nur wissen.

Ich liebe Dich


Es kann in einer bestehenden Partnerschaft aber auch zu der Erkenntnis kommen:

„Wir tun uns nicht gut. Es passt nicht mehr.“ 

Und da darfst du für dich überlegen, ob du diesen Weg weitergehen willst, oder kann es eine Option sein, diese Partnerschaft zu beenden, weil sie uns nicht guttut. 

Ihr habt alles versucht, es funktioniert einfach nicht und niemand ist schuld.
Es ist kein Versagen, es liegt keine Schuld bei irgendjemanden, sondern es sind einfach zwei Gebrauchsanweisungen aufeinandergetroffen, die sich nicht ergänzt haben.

Was ich dir immer empfehlen würde, weil es wirklich Wunder bewirken kann, ist, dass ihr euch gemeinsam eure Gebrauchsanweisung anschaut. 

Wie läuft in diesem Fall ein klassisches Paarcoaching ab? 

Zuerst ist es wichtig, dass sich jeder seiner selbst bewusst wird.
Das bedeutet, wir besprechen die Gebrauchsanweisung jeweils zunächst einmal in einem Einzelgespräch. Du und ich, Partner/Partnerin und ich. 

Dann werden wir uns in einer Dreierkonstellation zusammenfinden und werden völlig wertfrei beide Gebrauchsanweisungen nebeneinander halten und schauen, wo Gemeinsamkeiten und wo Unterschiede sind. 

Ich werde euch sagen, wie ihr die Unterschiede erlebt.
Da werdet ihr das erste Mal schmunzeln, da es ja euer Alltag ist. 

Anschließend werden wir Lösungen besprechen.
Glaub mir, das ist immer eine ganz tolle Gesprächsgrundlage und kann so viel verändern.
Voraussetzung dazu ist, dass beide Seiten dazu bereit sein sollten.

Und jetzt bist du dran!

Schreib mir gerne dein Feedback in die Kommentare!

  • Was hast du heute für dich mitgenommen?
  • Welches Thema ist in deiner letzten/aktuellen Partnerschaft besonders präsent (gewesen)?

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Viele Grüße

von deinem virtuellen Coach

Dirk

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Was ist richtig? Was ist falsch?Bild1 12


Das sind Fragen, die wir uns, unbewusst, jeden Tag unzählige Male stellen.
Doch natürlich lassen wir, während wir uns diese Fragen stellen, ständig unser eigenes Bewertungsschema mitlaufen und das ist ebenfalls eingeteilt in Richtig oder Falsch. 

Doch ich finde, wenn wir uns diese Fragen so oft stellen, wird es auch mal Zeit, dass wir sie uns endlich mal beantworten, und genau das tun wir heute. 

Also los! 👇

Du entscheidest permanent

Was ist also richtig und was ist falsch? 

Wir gehen durch die Welt und scannen quasi Situationen, unsere Umgebung und natürlich auch die Menschen und entscheiden dann in Windeseile, was richtig und was falsch ist. 

Das Ganze machen wir nicht nur im Außen sondern auch mit uns selbst. 

Dann gehen uns Gedanken durch den Kopf, wie: 

„Wann denke ich denn eigentlich richtig oder falsch?“,
„Wann fühle ich mich eigentlich richtig oder falsch?“,
„Wie verhalte ich mich richtig oder falsch?“ und
„Wann bin ich eigentlich richtig oder falsch?“

Ich bin mir sicher, du wirst dich mindestens in einer dieser Fragen wiederfinden, andere werden dich vielleicht kalt lassen und bei wieder anderen merkst du, dass du dich schon sehr damit auseinandersetzt. 

Ich kann dir schon zu Beginn, bevor wir tiefer einsteigen, die Empfehlung geben, schreib dir diese Fragen einmal auf und schau mal, ob du sie schon für dich beantworten kannst. 

Das kannst du auch jetzt direkt tun, bevor du weiterliest.
Doch auch wenn nicht, wichtig ist, dass du sie hinterher beantwortest.
Nachher wirst du auch verstehen, warum.

Also lass uns mal gemeinsam in so ein paar „Richtig oder Falsch“- Situationen hineinschauen.
Wir wollen ja heute schauen, ob wir dazu Antworten finden.

Zwei Beispiele für dich

Das klassische Beispiel ist: 

„Der richtige Job“, 

denn ich glaube, wir alle wünschen uns den richtigen Job. 

Doch wie soll eigentlich der richtige Job sein?
Er soll Spaß machen, soll gut für uns sein, soll unseren Lebensunterhalt finanzieren und uns erfüllen.

Vielleicht… Denn vielleicht soll unser richtiger Job auch sicher sein, eine Führungsposition sein, Karrierechancen bieten, vielleicht auch hoch angesehen sein. Vielleicht soll der richtige Job auch einfach nützlich sein und dem guten Zweck dienen. 

Vielleicht ist es auch deine Entscheidung zu sagen 

„Ich möchte eigentlich gar keinen Job mehr machen.“

Du siehst schon an der Vielzahl der Antworten, dass es da ganz schön viele Faktoren gibt, welche da aufeinandertreffen und die sich teilweise sogar widersprechen. 

Denn ein sicherer Job muss nicht unbedingt extrem viel Geld einbringen.
Oft ist der Job, der das meiste Geld bringt, sogar überhaupt nicht der Job, der der sicherste ist.
Und kann das überhaupt Spaß machen? – Schwierig.

Bild2 8


Nehmen wir noch ein anderes Beispiel, was vielleicht besser zu greifen ist: 

„Das richtige Gefühl beim Sport“

Gerne auch dieses gute Gefühl nach dem Sport.
Kennst du das?

Vielleicht sagst du direkt: 

„Ja, kenn ich. Wenn ich Sport mache, fühle ich mich dabei richtig, richtig gut.
Es fühlt sich wie Adrenalin pur an. Wenn ich vorher daran denke, ist es schon super, doch dabei ist es perfekt und hinterher fühle ich mich wie ein neuer Mensch.“ 

Vielleicht denkst du aber auch: 

„Joa, was du gerade mit davor und währenddessen gesagt hast, naja.
Doch das gute Gefühl hinterher- das kenne ich tatsächlich auch.
Wenn ich mich aufgerafft habe und es gemacht habe, bin ich hinterher auch froh, dass ich es gemacht habe. Das fühlt sich doch richtig gut an." 

Oder aber du denkst eher:

„Ganz ehrlich, Dirk? Ich kenne ehrlich gesagt kein Szenario davon.
Ich find es immer scheiße: Vorher, währenddessen und nachher."

Also habe ich das Recht, dir zu sagen, was beim Sport das richtige ist?
Welches Gefühl dazu das Richtige ist? 

Du merkst, hier kommen wir auch nicht weiter.
Also lass uns mal zu den Werten weitergehen.

Was ist mit Werten und Gesetzen?

Wir müssen doch alle die richtigen Werte haben, oder?
Was können denn Werte sein? 

Loyalität könnte zum Beispiel so ein Wert sein. 

„Ich bin loyal allen Menschen gegenüber. Meinen Eltern, meinen Freunden, bei meiner Beziehung, bei meinem Arbeitgeber. Wo ich bin, da bleibe ich. Da muss schon richtig viel passieren, dass ich irgendwem oder irgendwas den Rücken kehre."

Vielleicht denkst du dir jetzt, dass dir zwar klar ist, was ich meine, doch bei dir ist es nicht so.
Vielleicht ist es bei dir eher so, dass du dich von Dingen abwendest, die dir nicht guttun. 

Du verstehst, was Loyalität ist, doch Loyalität ist für dich kein wichtiger Wert.
Du möchtest vielleicht einfach, dass es dir gut geht und wenn es dazu notwendig ist, dass du deine Loyalität hinterfragen darfst oder sie zurückstellen darfst, dann tust du das.

Nehmen wir noch einen anderen klassischen Wert: Pünktlichkeit. 

Wir müssen doch alle pünktlich sein.
Also muss Pünktlichkeit doch ein hoher Wert sein. 

Aber ist er das wirklich?
Wie viele Menschen aus deiner Umgebung kennst du, die pünktlich sind?
Wie viele Menschen aus deiner Umgebung kennst du, die unpünktlich sind? 

Haben nun alle Menschen, die eher unpünktlich sind, keine Werte?
Sind die skrupellos?
Sind sie völlig frei von Werten?
Oder sagst du, sie können schon ein bisschen mehr, nur Pünktlichkeit ist nicht ihre Stärke? 

Gibt es also DIE richtigen Werte?

Bild3 5


Betrachten wir die Sache also weiter, dieses Mal im Hinblick auf Gesetze.
Denn Gesetze sind schließlich für alle gültig und Gesetze regeln Recht und Unrecht. 

Demnach müssen wir uns, theoretisch, alle an die Gesetze halten und deshalb sollte es uns auch leichtfallen. Ich glaube, wenn wir uns bestimmte Gesetze anschauen, dann tut es das auch. Ich denke, dass wir alle niemanden umbringen, ist für uns selbstverständlich. (;

Aber erinnerst du dich noch daran, als die Maskenpflicht noch aktuell war? War da vom Gesetz her immer alles so klar für dich? Vielleicht sagst du:

„Ja, natürlich. Es war das Gesetz, die Maske zu tragen. Das habe ich getan.“ 

Vielleicht sagst du aber auch: 

„Dirk, es tut mir leid. Es war ein Gesetz, doch ich habe nicht eingesehen, weshalb ich in der Bahn die Maske tragen sollte und im Flugzeug nicht. Ich habe nicht eingesehen, weshalb ich im Restaurant zwischen 20 Leuten sitzen durfte, aber wenn ich aufgestanden bin, um auf die Toilette zu gehen, musste ich die Maske aufsetzen. Tut mir leid, wenn ich das nicht verstanden und nicht eingesehen habe. Deswegen kann ich mich daran auch nicht halten und nehme lieber in Kauf, dass ich beispielsweise aus dem Zug geworfen werde.“

Vollkommen egal, auf welcher der beiden Seiten du stehst, du hast bestimmt jemanden von der anderen Seite kennengelernt. Also, wenn du sagst 

„Gesetz ist Gesetz“, 

hast du bestimmt jemanden kennengelernt, der das anders gesehen hat. 

Und je nachdem, wie stark du an deiner Überzeugung und deinen Werten festhältst, hattest du vielleicht auch ein wenig Verständnis für die andere Seite. Spannend, oder? 

Kann es denn wirklich sein, dass, wenn ich für die andere Seite Verständnis haben kann, dass die andere Seite wirklich so falsch liegt? Du merkst, wir kommen auch an dieser Stelle nicht weiter.

Ich möchte mit dir ganz gerne diesen Weg weitergehen, doch du kannst gerne für dich an dieser Stelle noch weitere Beispiele suchen, die dir das Ganze noch besser veranschaulichen.

Was ,,man“ will

Du weißt ja, ich bin kein Freund des Wortes „man“. 

„Man will das doch so.“ 

ist zum Beispiel so etwas. 

Ich frage da immer: Wer genau ist dieser „man“? 

Dieses Wort nimmt die Verantwortung von uns selbst weg, wenn wir über uns selbst in der man- Form sprechen. 

Außerdem pauschalisiert und generalisiert dieses Wort. „Man“ bedeutet ja, es ist für alle gültig.
Ich kann natürlich fragen: 

„Wie schreibt man dieses Wort?“ 

In der Regel wird es bei Wörtern eine allgemeingültige Schreibweise geben.
Aber wie gut passt das Wort „man“ zu anderen Situationen? 

Um diese Frage zu beantworten, habe ich dir ein paar Situationen mitgebracht, bei denen du denken magst 

„Ja, natürlich will/macht man das.“

Fangen wir mit dem Wort „Sicherheit“ an. 

Es wird gerne behauptet, wir streben alle nach Sicherheit.
Im Job, gesundheitlich, generell im Leben. Natürlich würden wir alles dafür tun, damit wir unseren Job nicht verlieren. 

Natürlich wollen wir alles dafür tun, dass wir nicht krank werden.
Natürlich würden wir alles dafür tun, dass wir finanziell abgesichert sind. 

Wir vermeiden Risiken.
Weshalb sollten wir Risiken eingehen? Man will das doch so, oder?

Bild4 8


Ich kann dir sagen: Nein, dies will „man“ nicht so.

Damit dürfen wir dieses Wort streichen und du darfst dich fragen, ob du das willst. 

Sicherheit ist ein Lebensmotiv. Ein Lebensmotiv deiner Gebrauchsanweisung.
Es kann natürlich sein, dass du nach all dem strebst, was ich gerade gesagt habe.
Sicherheit im Job, finanzielle Sicherheit. Das bedeutet übrigens nicht viel Geld zu haben, sondern abgesichert zu sein. 

Außerdem legst du super viel Wert auf deine Gesundheit.
Du möchtest sicherstellen, dass du gesund bleibst. Das kann für dich ein extrem hohes Bestreben bedeuten. Es kann aber auch für dich ein leichtes Bestreben bedeuten. 

Vielleicht sagst du auch: 

„Ja, in gewissen Situationen strebe ich schon danach. Aber das steht jetzt auch nicht über allem.“ 

Vielleicht denkst du auch gerade darüber nach, dass dir Sicherheit eigentlich überhaupt nicht wichtig ist. Es ist für dich vielleicht kein Faktor, der eine Rolle in deinem Leben spielt. 

„Ich würde jetzt nicht fahrlässig mein Leben auf's Spiel setzen oder irgendwas riskieren. Aber wenn ein gewisses Risiko dabei ist, ist das für mich nicht besonders abschreckend.“

Spannend, oder?
Kennst du Menschen aus beiden Lagern? 

An dieser Stelle kann ich dir sagen, dass beide Lager völlig in Ordnung sind.

Kommen wir also zum nächsten 

„Man will das doch so.“

Und Achtung! – Jetzt wird es brisant: Sexualität. 

Wie will „man“ denn Sexualität ausleben?
Naja, irgendwie in einem gesunden Maß.
Sexualität ist schon wichtig, aber nicht so wichtig. 

Ist das wirklich so? 

Vielleicht sagst du jetzt: 

„Ja, es ist genau so. Sexualität ist mir wichtig und gehört auch in eine gute Partnerschaft. Doch steht jetzt auch nicht über allem.“ 

Aber vielleicht denkst du jetzt auch gerade für dich: 

„Ganz ehrlich? Sexualität prägt mein Leben. Sexualität ist mir so wichtig. Ich denke quasi 24 Std. daran, wie ich meine Sexualität ausleben kann. Ich möchte es jeden Tag und jede Stunde und ich verbinde auch alles mit Sexualität. Ich habe mich schon gefragt, ob das so normal ist, aber ich nehme das bei mir so wahr.“ 

Oder du denkst gerade: 

„Sexualität spielt bei mir gar keine Rolle. Natürlich möchte ich meine Sexualität leben, aber ich habe mich auch schon dabei beobachtet, wie ich das ein halbes Jahr überhaupt nicht gebraucht habe. Dann ist das so. Und ich vermisse dann auch nichts.“ 

Vielleicht bist du auch gerade in einer Partnerschaft, in der die Sexualität seit Jahren nicht mehr stattfindet oder nur sehr vereinzelt und du hast nicht das Gefühl, dass dir da etwas fehlt. Vielleicht hast du dich schon damit abgefunden, dass du nicht „normal“ bist. 

Das wird ja auch gerne mal den Geschlechtern zugeschoben:
Wenn Sexualität nicht gewollt ist, liegt das immer bei den Frauen und wenn Sexualität sehr stark gewollt ist, liegt es bei den Männern. 

Doch ist das wirklich die Wahrheit?
Sollte die Person, die den ganzen Tag an Sex denkt, gefälligst mal ihre Gedanken und Gefühle kontrollieren? Ist es so, dass mit der Person, die keinen Sex will, etwas nicht stimmt? Sollte sie zum Arzt gehen? Ist sie total verklemmt? 

Auch bei diesem Beispiel ist die Antwort: 

„Nein!“

In der Gebrauchsanweisung gibt es nämlich auch etwas, was die Priorität deiner Sexualität anzeigt und diese ist festgelegt. 

Und wenn sie hoch ist, dann ist sie hoch. Egal, ob du ein Mann oder eine Frau bist. Egal, ob du dich von anderen Menschen unterscheidest oder nicht. 

Es ist das, was du für dich brauchst.
Das hast du dir nicht ausgesucht.
Es ist in dir. 

Und genauso kann dir deine Gebrauchsanweisung zeigen, dass das Lebensmotiv Sexualität für dich in deinem Leben nicht so wichtig ist. Damit es stattfindet, muss ich mich fallen lassen können, weil alles andere in meinem Leben stimmt. 

Ich merke, es ist bei mir nicht so. Ich strebe nicht danach. Und auch das ist in Ordnung. Das bist du und auch das hast du dir nicht ausgesucht. Es gibt keine 

„Man will das so ausleben“- Sexualität.

Beim nächsten Beispiel ist es ähnlich, was dich wahrscheinlich nicht besonders überraschen wird.
Werfen wir einen Blick auf das Thema „Besitz“. 

Materielle Güter, mein Haus und natürlich auch Geld.
Wollen wir nicht alle richtig viel Geld ansammeln?
Ist das nicht unser aller Lebensziel? 

Und ist es nicht so, dass wir danach streben, materielle Güter zu besitzen? *
Vielleicht auch Eigentum zu erwerben?
Ist es nicht das, was wir alle wollen, wenn wir es könnten? 

Ich kann dir die Antwort geben: 

„Nein, man will auch das nicht so.“ 

Auch hierfür gibt es ein Lebensmotiv in deiner Gebrauchsanweisung, was dir vielleicht genau das sagt, was ich dir gerade gesagt habe. 

Aber dieses Lebensmotiv könnte dir vielleicht auch sagen, dass Besitz für dich keine oder nur eine kleine Rolle spielt. 

Geld kommt, Geld geht und du hast das Gefühl, je mehr Geld kommt, desto mehr gibst du auch aus. Das fühlt sich gut für dich an. 

Vielleicht hat es dich in der einen oder anderen Situation vor Probleme gestellt, aber so richtig bereut hast du es eigentlich nie. 

Vielleicht sagst du auch: 

„Ganz ehrlich? Besitz stresst mich. Ich möchte es nicht. Ich möchte kein Eigentum. Ich möchte zur Miete leben. Ich möchte die Verantwortung für Besitz nicht übernehmen. Oder vielleicht nur in einem sehr geringen Umfang.“ 

Ist es jetzt falsch, dass du so fühlst und denkst?
Und die Antwort ist 

„Nein!“ 

Es gibt in unserem Leben einfach nichts, was so zu sein hat. Nichts!

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Doch das hat so zu sein!

Vielleicht fallen dir ein jetzt dennoch ein paar Beispiele ein, bei denen du denkst 

„Doch! Das hat so zu sein.“ 

Also lass mich dir drei Beispiele geben, bei denen ein überwiegender Teil der Menschen denkt: 

„Das hat so zu sein.“

Bei Frauen ist das beispielsweise der Kinderwunsch.
Das liegt doch in der Natur der Sache, dass Frauen Kinder wollen. Und die Frau, die ihre Kinder nicht bekommt, die sie doch gefälligst zu bekommen hat, wird es im hohen Alter auf jeden Fall bereuen. 

Ich kann dir sagen: Nein, es gibt Frauen, die haben vom ersten bis zum letzten Atemzug kein Interesse daran, Kinder zu bekommen. Und wenn sie die Kinder dann bekommt, weil sie sie später doch noch haben wollte, kann es eine Variante geben, in der diese Frau ihre Kinder völlig anders erzieht als andere Mütter.
Nämlich eher auf Augenhöhe, auf einer Freundschaftsebene und nicht wirklich mütterlich. 

Es gibt tatsächlich sehr viele Frauen, die bei mir im Coaching sind und sagen: 

„Ich hatte nie einen Kinderwunsch und ich habe es auch nie bereut.“

Es hat also nicht so zu sein und es ist nicht Gesetz, dass jede Frau einen Kinderwunsch hat.

Nächstes Beispiel ist die „Familie“.
Muss uns nicht allen die Familie wichtig sein? 

Wir sind alle Teil einer Familie gewesen, wir sind es noch und wir gründen vielleicht unsere eigene.
Hat das für uns alle also nicht automatisch die höchste Priorität?
Ist Familie nicht das Wichtigste? 

Es kann durchaus sein, dass Familie für dich das Wichtigste ist.
Mein höchstes ist es zum Beispiel meine eigene Familie zu gründen und meine Familie in Takt zu halten. Darin gehe ich auf. 

Es kann aber auch sein, dass du sagst: 

„Ganz ehrlich? Familie hat für mich keine besondere Bedeutung.“ 

Vielleicht fragst du dich auch, weshalb du nicht öfter den Kontakt, zum Beispiel zu deinen Kindern suchst, wie du ihn suchen solltest, weil „man“ das so macht. 

Vielleicht wunderst du dich, weshalb du nicht das Bestreben hast, dich regelmäßig mit deinen Verwandten auszutauschen, sie anzurufen oder auch zu treffen. Obwohl du sie in deinem Herzen hast. 

Es ist dir einfach nicht so wichtig.
Auch das darf so sein. 

In deiner Gebrauchsanweisung gibt es für den Kinderwunsch, wie auch für das Thema Familie, ein eigenes Lebensmotiv. Je nachdem wo du da stehst, hast du diesen Wunsch, das Bestreben und die Priorität zu diesem Thema oder eben nicht.

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Aber Sozialkontakte, Dirk! Die brauchen wir doch alle!
Es hat doch so zu sein, dass wir uns mit Menschen treffen wollen und, dass wir an sozialen Veranstaltungen teilnehmen wollen. 

Ich sage dir, in meinen vielen Coachings, während der Pandemie und während des Lockdowns hatte ich einige Coachees, die gesagt haben 

„Dirk, dieser Lockdown ist das Geilste, was es für mich gibt. Weißt du was perfekt wäre? Wenn mir nicht noch die Familie permanent auf dem Fell hängen würde. Ich strebe nicht nach sozialen Kontakten. Natürlich treffe ich mich auch mal gerne mit Freunden. Doch ich möchte mir das aussuchen. Und ich spüre eher den Wunsch mit mir allein zu sein. Nicht unter Leuten zu sein, nicht jede Party mitzunehmen.“ 

Also ja, es hat nicht zwangsläufig so zu sein, dass du dich permanent unter Menschen wohlfühlen musst. Auch dazu gibt es Lebensmotiv, welches dir das anzeigt.

Ich glaube du weißt jetzt schon, wo ich mit dir hinwill:
Es gibt kein richtig und kein falsch, was von außen vorgegeben wird.
Es gibt kein: „man“ muss das so oder so machen.
Kein: Das hat doch so zu sein.
Kein: So gehört es sich doch.

Fazit

Die Erkenntnis, dass es das nicht gibt, kann für dich eine enorme Erleichterung sein, denn wir verschwenden sehr viel Energie und Gedanken darauf, wie wir denn nun richtig sind. 

Und wenn wir für uns das Gefühl haben, wir sind nicht so, wie es sein soll (was immer auch das für jeden Einzelnen bedeutet), fangen wir an, uns zu verbiegen. Und wenn wir damit beginnen, uns zu verbiegen, dann treten innere Konflikte auf.

Und warum? Da wir dann eben nicht nach unserer Gebrauchsanweisung leben.

Was ist denn jetzt richtig für mich?
Wann denke ich denn richtig und wann fühle ich denn richtig?
Wie verhalte ich mich und wann bin ich richtig? 

Ich möchte diese Gedanken im ersten Schritt mal komplett ausklammern, denn ganz ehrlich, was du denkst, bleibt bei dir. 

Verurteile dich bitte nicht für deine Gedanken.
Schlussendlich hat es eine Auswirkung auf dein Leben, was du TUST. 

Aber, wann verhalte ich mich richtig, wann fühle ich richtig und wann bin ich richtig? 

Wenn du dir anschaust, was wir heute alles durchgekaut haben, dann bleibt am Ende eigentlich nur eine einzige Sache übrig: Es ist wichtig, dass du mit dir im Reinen bist. 

Das bedeutet nicht, dass du keine Rücksicht nehmen sollst.
Vielmehr soll sich das, was du tust, für dich stimmig anfühlen.
Denn dann, lebst du nach deiner Gebrauchsanweisung und führst damit ein zufriedenes und glückliches Leben.

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Wenn du diesen Gedanken jetzt weiter denkst, wirst du verstehen, dass dies natürlich nicht nur für dich gilt, sondern für alle Menschen. Für deinen Partner, für deine Partnerin, für deine Kinder.

In deinem Umfeld hat niemand die gleiche Gebrauchsanweisung. 

Und da jeder Mensch die Aufgabe hat, nach seiner oder ihrer Gebrauchsanweisung zu leben, dann wird dir klar sein, dass du grundsätzlich einfach gar nicht davon ausgehen kannst, dass alle so denken, so fühlen und so sind wie du. 

Was dich glücklich und zufrieden macht, macht den anderen nicht glücklich und zufrieden. 

Wenn du einen starken Kinderwunsch hast, muss es die Person auf der anderen Seite nicht genau so empfinden. Nur weil es dir wichtig ist, was andere von dir denken, muss es deinen Kindern nicht so gehen. Nur weil du ordnungsliebend bist, muss dein Partner oder deine Partnerin nicht ebenfalls ordnungsliebend sein. 

Für dich ist es klar, denn du kennst dich. Für den anderen oder die andere ist es nicht klar, denn sie kennt sich. 

Was also überhaupt nicht funktioniert ist, dass wir von außen vorgeben, wie etwas zu sein hat, wie du dich gefälligst gut zu fühlen hast. Das kann nicht funktionieren. 

Wir brauchen Gesetze und Regeln für dieses Land- völlig klar.
Aber ein Regelbuch mit dem Titel 

„So hast du dich gut zu fühlen“, 

was für das ganze Land oder die ganze Welt gilt - Das kann es nicht geben.

Das gibt es aber für dich.
Du kannst erfahren, was für dich richtig oder falsch ist.
Du kannst erfahren, wann du dich richtig gut fühlen wirst.
Du kannst erfahren, wann du dich für dich richtig verhältst und du kannst auch erfahren, wann du mit dir im Einklang bist. 

Löse dich also bitte von dem Gedanken, dass es ein richtig und ein falsch gibt, dass du irgendwelchen Vorstellungen entsprechen musst oder du dich in irgendeine Form quetschen musst, weil du falsch bist. Du bist genau richtig, so wie du bist. Deine Aufgabe ist es herauszufinden und daran zu arbeiten, dass du das für dich passende Leben nach deiner Gebrauchsanweisung führst.

Wenn du dir da ein bisschen näherkommen willst und herausfinden willst, was für dich richtig und auch falsch ist, dann wirf doch einfach mit mir gemeinsam einen Blick in deine Gebrauchsanweisung.

Und jetzt bist du dran!

Schreib mir gerne dein Feedback in die Kommentare!

  • Wo hast du dich wiedergefunden?
  • Wo hast du gefühlt, dass da was richtig oder was falsch für dich ist?

Wenn du Interesse hast, auch einen Blick in deine Gebrauchsanweisung zu werfen, schaue gern hier  nach einem passenden Paket für dich.

Viele Grüße

von deinem virtuellen Coach

Dirk

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Das Leben ist kompliziert, aber wer sagt, dass du es alleine meistern musst?
Stell dir vor, es gibt eine Gebrauchsanweisung, die nur für dich geschrieben ist.
Und nein, das ist keine Fantasie – das ist eine Reise zur Selbsterkenntnis.
Bist du bereit?

Einführung in die 16 Lebensmotive – Dein Persönlichkeitskompass

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Was sind die 16 Lebensmotive?

16 Lebensmotive klingen erstmal wie ein Fachbegriff, aber es ist im Grunde einfach.
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Deine Familie hat dich beeinflusst, aber das heißt nicht, dass du in ihre Fußstapfen treten musst.
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Die Gebrauchsanweisung in Aktion – Wie du sie nutzen kannst

Theorie ist schön und gut, aber wie nutzt du das in der Praxis?
Mit meinem Coaching und meiner Unterstützung kannst du lernen, wie du deine Gebrauchsanweisung im Alltag anwendest.
Es wird dir helfen, dich selbst zu entdecken, Veränderungen vorzunehmen und das Leben zu führen, das dich wirklich glücklich macht.

Neustart und neue Perspektiven – Wie ein neues Leben beginnt

Vielleicht bist du in einer Situation, in der du spürst, dass etwas nicht stimmt.
Ein Neustart könnte das sein, was du brauchst, und die Gebrauchsanweisung könnte der Schlüssel dazu sein.
Es ist mehr als möglich – es wartet auf dich!

Fazit: Du bist der Kapitän deines Schicksals – Also setz die Segel!

Deine 16 Lebensmotive sind nicht nur eine interessante Theorie.
Sie sind ein lebendiger, atmender Teil von dir, der dich verstehen lässt, was dich wirklich antreibt.

Du bist der Kapitän deines Schicksals, und deine Gebrauchsanweisung ist die Karte, die dich durch das unerforschte Meer des Lebens führt.


Bist du bereit, die Reise anzutreten? Dein Abenteuer wartet. Du musst nur die Tür öffnen.

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Führst du EIN Leben oder führst du DEIN Leben?Bild 1 31


Es ist ein Buchstabe, der einen großen Unterschied macht.
Und genau um diesen einen Buchstaben soll es heute gehen. 

Ich freue mich sehr, dass du wieder dabei bist und mein neuer Blog bei dir auf Anklang stößt.
Die ersten Artikel veröffentliche ich immer etwas schneller, damit du dich gut in das Thema einfindest und dich an mich gewöhnst ;) 

Es war mir ganz wichtig, diese ersten Artikel komplett in einem Schwung zu veröffentlichen, damit du ein Bild davon bekommst, worüber wir uns in den nächsten Wochen, Monaten und hoffentlich auch Jahren hier austauschen werden. 

Und jetzt geht es los mit der Frage:

„Führst du ein Leben oder dein Leben?“

Von klein auf verinnerlicht

Ich habe ja bereits erzählt, dass ich in meinem Leben relativ schnell an einem Punkt war, an dem ich merkte, dass ich zwar ein Leben führe, was von außen betrachtet alles hat, was „man“ so braucht, aber das dieses Leben mit MEINEM Leben überhaupt nichts zu tun hatte. 

Für diese Erkenntnis habe ich viele Jahre gebraucht und erst meine eigene Gebrauchsanweisung hat mich wirklich dahin geführt.

Ich möchte heute mit dir gemeinsam danach schauen, wie wichtig es ist, dass du dein Leben führst.
Aber auch darauf, dass du ein Recht darauf hast, dein Leben zu führen. 

Ich glaube, diese Themen vermischen wir ganz gerne.
Denn einerseits wissen wir meist gar nicht, was unser eigenes Leben ist und andererseits zeigt mir meine Coachingerfahrung auch, dass wir uns das auch selbst gar nicht erlauben. Die Gründe dafür sind vielfältig und genau das schauen wir uns auch heute an.

Aus meiner Erfahrung heraus ist der Hauptgrund, der uns von unserem eigenen Leben fern hält, unsere frühkindliche Prägung. 

Das heißt nicht, dass wir jetzt in unserer Kindheit wühlen sollen und unseren Eltern die Schuld geben. Dafür bin ich nicht der Typ und da will ich überhaupt nicht hin, ich möchte dir nur erklären, woher das kommt. 

Es sind ja auch nicht nur die Eltern, die Einfluss auf uns nehmen.
Es ist die Kultur, es ist die Gesellschaft, es ist die Schule, es sind die Mitschüler und später die Arbeitskollegen. Alle Menschen, die auf irgendeine Art eine Rolle in unserem Leben spielen und uns vermitteln

 „So oder so hast du zu sein.“

In der Schule hast du still zu sitzen und ruhig zu sein.
Und je nach Lehrer durftest du vielleicht auch nicht zu vorlaut sein und keine Widerworte geben.
Wir könnten jede beliebige Situation hier als Beispiel heranziehen. 

Du musst dir vorstellen, es kommen in unserem Leben viele verschiedene Menschen, die für uns Autoritätsfiguren sind. Diese nehmen Einfluss auf unser Leben und wir sind somit deren Moral und Wertevorstellungen ausgeliefert. Das klingt dramatisch - ist es aber auch ein Stück weit.

Und wenn du zum Beispiel Lehrer oder Elternteile hast, die sagen:

„Vorlaute Kinder sind frech, so hat es nicht zu sein“, 

dann wirst du zu einem Menschen erzogen, der Schwierigkeiten haben wird, seine eigene Meinung zu vertreten. Wenn du aber Eltern oder Lehrer hast, die sagen: 

„Ich mag Diskussionen und eine gewisse Streitkultur sehr gerne, wenn sie auf einem guten Niveau geführt wird“, 

dann wirst du eher in diese Richtung erzogen.

Allein das hat also bereits Einfluss darauf, wie wir geprägt werden.
Genauso entstehen auch Glaubenssätze. 

Glaubenssätze sind Dinge, die wir als Erwachsene immer noch glauben, die uns aber meistens antrainiert worden sind und die wir für "wahr" erklärt haben, die aber nicht wahr sind. 

Zum Beispiel: 

„Ich bin brav, wenn ich keine Widerworte gebe.“

Das ist ja nicht wahr!
Denn du bist eine Persönlichkeit und natürlich darfst du deine eigene Meinung haben. 

Ich glaube auch, du trägst Sätze in dir, welche ganz tief verankert sind und dir ab und zu das Leben schwer machen.

Bild 2 33

Was willst DU?

In diesen Szenarien ist aber noch gar nicht berücksichtigt, was WIR eigentlich wollen.
Um es noch einmal klar zu machen: Ja, du hast vielleicht Eltern, die sagen: 

„Du bist dann brav, wenn du keine Widerworte gibst“, 

vielleicht hast du aber auch Eltern, die eine gute Streitkultur leben. 

Sie möchten sich auch streiten können, vorausgesetzt es spielt sich auf einem gewissen Niveau ab.
Die Frage ist aber: 

  • Was willst du? 
  • Was bist du denn für ein Mensch? 
  • Was bewegt und motiviert dich? 
  • Was brauchst DU? 

Das spielt leider in der heutigen Gesellschaft gar keine Rolle.
Und in der Regel werden besonders die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen am wenigsten ernst genommen. 

Wenn wir bei diesem Beispiel bleiben, kannst du dir vorstellen, dass es ein Lebensmotiv gibt, welches anzeigt, wie sehr du selbst bereit bist, für deine Meinung einzustehen und zu kämpfen.
Dafür vielleicht auch in die Auseinandersetzung zu gehen und diese vielleicht auch suchst. 

Oder vielleicht bist du auch genau das Gegenteil.
Vielleicht ist es dir ganz recht, wenn es harmonisch ist und du strebst deshalb überhaupt nicht nach einer Auseinandersetzung. 

Du bist vielleicht eher der Typ, der sagt: 

„Ach komm, ich muss hier nicht auf mein Recht beharren. Dann halte ich eben mit meiner Meinung hinterm Berg. Das macht mir nichts aus.“

Du bist so also immer abhängig von dem, was die anderen gut finden.
Jetzt magst du vielleicht gedacht haben, dass es dann doch super sei, Eltern zu haben, die eine Streitkultur fördern. Das mag auch super sein, aber nur, wenn ich selbst auch so veranlagt bin. 

Wenn ich jetzt aber jemand bin, der überhaupt nicht streiten mag, aber Eltern habe, die das vielleicht ein Stück weit von mir erwarten, dann kann mich das auch extrem negativ prägen.

Schauen wir uns also mal an, was eigentlich DEIN Leben ist.
Wir könnten dazu jetzt alle 16 Lebensmotive durchgehen, doch das würde den Rahmen sprengen.
Lass uns stattdessen folgende Frage beleuchten: 

Wie wichtig ist mir die Meinung anderer, um mein eigenes Selbstbild aufzubauen?
Bin ich eher die Person, die sagt:

„Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann. Um mein eigenes Selbstbild aufzubauen, brauche ich eigentlich nur mich. Ich benötige die Meinung von außen nicht.“

Oder bin ich eher der Typ der oder die sagt: 

„Mein eigenes Selbstbild bildet sich überwiegend durch die Meinung anderer. Wenn mir fünf Menschen sagen, ich sei toll, dann beginne ich vielleicht damit, das in Erwägung zu ziehen. Wenn aber die Menschen sagen, dass ich doof bin, dann ist das meine Realität. Und wenn vier Menschen sagen, ich sei toll und ein Mensch sagt ich bin doof, dann glaube ich noch, dass der eine Recht hat und die anderen nur nett sein wollen.“
Bild 3 35


Das sind Dinge, die ganz oft in uns veranlagt sind.
Wir streben alle mehr oder weniger nach sozialer Anerkennung. 

Es gibt dann so Sprüche von Eltern, die es gut meinen: 

„Es ist doch egal, was andere denken. Gib doch nichts auf die Meinung anderer. Da musst du drüber stehen.“ 

Das ist, wie gesagt, gut gemeint, weil Eltern natürlich das Beste für ihr Kind wollen und die Aussage ist da einfach: Ich möchte nicht, dass dich das verletzt. Also versuchen diese Eltern dir durch diese Floskeln beizubringen, wie du das in den Griff bekommen kannst. 

Aber das ist nichts, was dir hilft. 

Denn wenn du dazu tendierst, dass die Meinung der anderen für dich eine hohe Bedeutung hat, dann ist es für dich wichtig, dass dir vermittelt wird, dass deine Gefühle dazu nicht falsch sind.
Es ist dann wichtig zu erfahren, wie ich damit umgehen kann.

Also nicht, wie ich ein Leben führe, welches gefälligst unabhängig von der Meinung anderer sein soll, sondern wie ich MEIN Leben führen kann, wenn ich diese Veranlagung dazu habe, dass es mir eben wichtig ist, was andere über mich denken. 

Ich möchte eben keine Fehler machen, kritisiert werden und tue viel, wenn nicht alles dafür, um gelobt zu werden. 

Das ist das, was DEIN Leben ist.
Dein Leben ist nicht etwas von außen vorgegebenes, sondern dein Leben findet in dir statt.

Die Aufgabe ist es herauszufinden, welche deine Bedürfnisse sind und diese nicht wegzuschieben, wenn sie gerade nicht passen. Auch diese nicht an die Umwelt anzupassen, sondern einen Weg zu finden, wie du dir ein Leben bauen kannst, in dem deine Bedürfnisse stattfinden.

Nimm deine Bedürfnisse ernst!

Es gibt vielfältige Bedürfnisse.
Wir haben jetzt gerade über die soziale Anerkennung gesprochen. Genauso kannst du dich fragen, wie sehr du nach Unabhängigkeit strebst. 

Wie wichtig ist es dir nicht von anderen abhängig zu sein? 

Sagst du: 

„Ist mir überhaupt nicht wichtig. Ich habe kein Problem damit, in der Abhängigkeit zu sein. Das stresst mich nicht“ 

oder sagst du: 

„Nein, sobald ich nur das Gefühl habe von anderen abhängig zu sein, stresst mich das. Ich habe immer wieder das Gefühl mir meine Unabhängigkeit beweisen zu müssen. Ich muss mir den Freiraum nehmen, vielleicht auch mal ausbrechen und für mich zu sein.“ 

Auf einmal findest du dich mit deinen Bedürfnissen in einer Familienkonstellation mit drei Kindern wieder und sagst: 

„Ja klar, will ich eigentlich unabhängig sein, aber es geht eben nicht, da ich in dieser Familienkonstellation bin.“

Das ist aber nicht DEIN Leben. 

Deine Aufgabe wäre es dann, dich zu fragen, wie du dein Leben bauen könntest mit dieser Konstellation. Das könnte geschehen, indem du darüber sprichst, verstanden wirst und ihr gemeinsam überlegt, wie du dir diese Freiheiten immer wieder nehmen kannst. Und das, ohne das dein Umfeld dies auf sich bezieht.

Bild 4 32


Die Gebrauchsanweisung hilft auch super gut um Partnerthemen zu klären. 

Wenn wir beispielsweise in den Bereich der Sexualität gehen, haben wir auch da eine individuelle Veranlagung. Das Fiese dabei ist, wenn wir uns kennenlernen, spielt nicht nur die Gebrauchsanweisung eine Rolle, sondern auch die Hormone. 

Damit wir uns fortpflanzen, hat die Natur dafür gesorgt, dass wir Schmetterlingsgefühle haben und in dieser Verliebtheitsphase haben alle Menschen eine ausgeprägte Sexualität. Wenn dann aber diese Phase vorbei ist, stellt sich das Hormon wieder auf den Alltagsmodus ein. Denn wir wollen ja unsere Familie beschützen und dazu geht die Sexualität wieder zurück an ihren Platz. 

Und auf einmal ist unser wahres Bedürfnis nach Sexualität wieder da und du kannst dir vorstellen, dass es problematisch sein kann, wenn ich einen stark ausgeprägten Wunsch nach Sexualität habe und meine Partnerin oder mein Partner eben nicht. 

Es kann nicht die Aufgabe sein, dass ich mein eigenes Bedürfnis unterdrücke, weil es dann zu dem Partner/der Partnerin passt. Auch kann es nicht sein, dass ich mein eigenes Bedürfnis ignoriere, da es die Situation so erfordert. 

Vielmehr habe ich danach zu gucken, wie ich mein Leben leben kann und trotzdem in einer harmonischen Partnerschaft sein.

Fazit

All das kannst du auf die unterschiedlichen Lebensbereiche übertragen.
Es geht gar nicht darum, die Erwartungen von außen bestmöglich zu erfüllen oder das Leben zu führen, was „man“ so zu führen hat. 

Es ist wichtig, dass du für dich lernst und dir die Frage beantworten kannst, wie du nicht mehr EIN, sondern DEIN Leben führen kannst. 

Dabei ist es wichtig zu wissen, was denn eigentlich dein Leben ist. Was dein Leben ausmacht oder ausmachen würde, steht in deiner Gebrauchsanweisung geschrieben. 

Wenn du diese Gebrauchsanweisung kennst und dich danach ausrichtest, wirst du automatisch dein Leben führen. 

Dieses Leben ist anders als meines, anders als das Leben deiner Partnerin oder deines Partners, es ist anders als das deiner Kinder und es ist anders als das von ganz, ganz vielen Menschen.

Genauso gehört es dazu zu verstehen, dass jeder Mensch auf diesem Planeten nicht EIN, sondern SEIN Leben führen möchte. 

Wenn du mit Menschen in engeren Kontakt stehst, nehmen wir dazu das Familienbeispiel, dann geht es nicht darum, eine Lebensweise über die gesamte Familie zu stülpen. Es geht darum, dass jedes Familienmitglied, inklusive der Kinder, die Möglichkeit hat, in diesem Familienverbund das eigene Leben zu leben. 

Auch wenn es von den jeweiligen Bedürfnissen komplett von denen der anderen Familienmitglieder abweicht. Das ist super spannend und sorgt für eine extrem hohe Zufriedenheit, die für jeden einzelnen lebensverändernd ist.

Bild5 7


Und jetzt bist du dran!

Schreib mir gerne dein Feedback in die Kommentare!

  • Lebst du ein Leben oder dein Leben?
  • Wo bemerkst du noch einen Konflikt?

Wenn du Interesse hast, auch einen Blick in deine Gebrauchsanweisung zu werfen, schaue gern hier nach einem passenden Paket für dich.

Viele Grüße

von deinem virtuellen Coach

Dirk

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“Na, jetzt nimm das Ganze mal nicht so persönlich”

 - Das ist ein Satz, den du wahrscheinlich auch schon mal gehört hast. 

Vielleicht hast du es selbst schon gesagt oder gedacht.
Doch du wirst gemerkt haben, so einfach ist das Ganze nicht. 

Zeit, dass wir heute mal gemeinsam einen Blick auf das Thema werfen, wie wir Dinge nicht so persönlich nehmen. 👇

Unterschiedliche Szenarien

Dinge nicht so persönlich nehmen - das begegnet mir immer wieder in meinen Coachings zur Gebrauchsanweisung. In den verschiedensten Szenarien und aus den verschiedensten Blickwinkeln heraus. 

Es gibt Menschen, die wünschen sich, dass ihre Mitmenschen aufhören, die Dinge persönlich zu nehmen. Sie haben das Gefühl, dass mit jedem Satz irgendwie Verletzungen entstehen und sie immer falsch verstanden werden. 

Und es gibt auf der anderen Seite die Menschen, die selbst alles persönlich nehmen.
Das äußern sie mir gegenüber auch und sagen: 

“Mensch, ich würde mir so sehr wünschen, dass ich selbst nicht alles so persönlich nehme, weil es einfach für mich so fatale Konsequenzen hat.” 

Aber sie merken, dass der Kopf es zwar manchmal weiß, sie es aber einfach nicht besser hinkriegen. 

Und dann gibt es noch das dritte Szenario:
Menschen, die sehr stark auf der Gefühlsebene unterwegs sind, sich missverstanden fühlen und das Gefühl haben, dass die Welt einfach gegen sie ist. 

Diese Menschen haben dann beim Coaching das Erwachen, dass der Grund dafür, dass sie alles so persönlich nehmen, in der Gebrauchsanweisung zu finden ist. Sie verstehen dann, dass es auch etwas mit dem Verständnis darüber zu tun hat, dass die Reaktionen, die sie auf Aussagen von außen haben, nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Welt gegen sie ist. Vielmehr liegt es an dem Ohr, womit sie das Ganze hören.

Vielleicht hast du gerade schon gemerkt, dass bei diesem Thema immer auch Gedanken der Ohnmacht eine Rolle spielen. So nach dem Motto: 

,,Ich würde die Situation gerne verändern, aber weiß nicht, wie ich es tun soll.“ 

Ich bin mir sicher, dass du jemanden kennst, auf den diese Beschreibung passt.
Deshalb lass uns schauen, wie du mit dieser Situation bestmöglich umgehen kannst.

Was definitiv NICHT hilft

Ich fange mal damit an, was gar nicht hilft.
Nämlich die klassischen Floskeln, die sich rund um diesen Satz 

“Dann nimm es halt nicht so persönlich” 

drehen. 

Ganz ehrlich?
Du kannst wirklich davon ausgehen, dass der Mensch (egal, ob du es bist oder ein anderer Mensch davon “betroffen” ist) sich das nicht aussucht. Es ist kein schönes Gefühl, Dinge persönlich zu nehmen und das ist, glaube ich, nichts, wofür sich Menschen bewusst entscheiden. 

Manchmal vielleicht schon, in Ausnahmefällen, um einen Grund zu haben, beleidigt zu sein.
Dann werden die Menschen das aber auch nicht wirklich als ein Problem formulieren. 

Generell suchen wir es uns nicht aus, dass uns dieser Schmerz durchzieht.
Von daher helfen diese gut gemeinten Ratschläge von außen auch nicht wirklich weiter. 

Natürlich kann es manchmal hilfreich sein, auf der Sachebene zu schauen, ob es denn wirklich persönlich gemeint war. Aber einfach diese Phrasen anderen Personen oder sich selbst gegen den Kopf zu knallen, wird nichts bringen. 

Wichtig ist vielmehr, das ganze Thema in seiner Ursache zu begreifen. Der erste Schritt ist deshalb immer zu schauen, wo das Ganze eigentlich herkommt.

Fokus

Die Ursache liegt viel tiefer

Den Ursprung findest du in vielen, vielen Punkten deiner Gebrauchsanweisung.
Wenn du also zu mir kommst und sagst: 

“Ich nehme Dinge immer so persönlich”, 

dann werde ich dich fragen, um welche Dinge es genau geht. 

Wir werden die Antworten und Begründungen dafür in deiner Gebrauchsanweisung finden.
Das ist sehr individuell und würde den Rahmen dieses Artikels in jedem Fall sprengen.
Wir werden daher jetzt nicht auf einzelne Lebensmotive schauen, sondern uns dem Thema in einem etwas größeren Rahmen nähern. 

Wir haben ja bereits festgestellt, dass sich kein Mensch aussucht, freiwillig etwas persönlich zu nehmen. Das heißt, du triggerst oder wirst von einem Thema getriggert, welches du auf deinem emotionalen Ohr wahrnimmst. 

Es ist daher wichtig für dich, zu verstehen, dass es keine grundsätzlich verletzenden Aussagen gibt.
Es gibt natürlich Aussagen, die unhöflich oder daneben sind und man kann sie sich auch schenken. 

Aber mein liebstes Beispiel, um das Ganze ein bisschen verständlicher zu machen, ist:
Du kannst eine Aussage an 100 Personen in einem Raum richten, du kannst versuchen, möglichst viele davon zu verletzen oder auch zu loben und das wird dir mit Sicherheit, wenn du die richtige Wahl triffst, bei vielen auch gelingen, aber nicht bei allen. 

Daran merkst du schon, ob wir etwas persönlich nehmen, hat immer etwas mit uns selbst zu tun. 

Damit möchte ich um Gottes Willen keine Schuld vergeben, sondern ich möchte dir erklären, dass der Grund hinter dem 

“Ich nehme es persönlich”

bei uns liegt.
Und das dürfen wir uns anschauen. 

Wenn wir das begreifen, haben wir die Chance, es zu verändern.

Stell dir zum Beispiel vor, du bist in einem Raum und jemand sagt: 

“Ich kann es nicht verstehen, wenn Menschen sich beim Essen nicht zusammenreißen können und kein Ende finden. Das ist für mich nicht nachvollziehbar und dafür habe ich kein Verständnis. Das könnte mir niemals passieren.” 

Vielleicht ist dieser Raum voll von Menschen, die nicht mit ihrem Gewicht zu kämpfen haben.
Ich allerdings, vor vielen Jahren, hatte damit zu kämpfen.
Mir ist genau diese Situation passiert und ich habe mir bei diesem Satz gedacht: 

“Puh, also, ich bin aber so jemand. Das war bei mir immer so und das ist auch heute noch ein Thema.”

Und ich fühle mich davon beleidigt. Es trifft mich. Es tut mir weh.
Ich lasse es mir nicht anmerken, aber ich bin sauer auf diese Person. 

“Wie kann der nur sowas sagen? Das ist ja wirklich eine Unverschämtheit, so ein unsensibles Arschloch”, 

denke ich mir vielleicht.
Nicht das, was ich wirklich denken würde, aber ich übertreib es jetzt mal ganz bewusst.

Doch jetzt lass uns mal auf der Sachebene analysieren, was genau eigentlich passiert ist.

Ein Mensch hat in einer Runde kommuniziert, dass er für ein bestimmtes Verhalten kein Verständnis hat und dass ihm oder ihr das nicht passieren würde. 

Eine Aussage also, die nichts weiter aussagt als, dass er das nicht nachvollziehen kann: Sein Thema.
Und ihm könnte das nicht passieren: Seine Behauptung. 

Wenn wir das also auf der Sachebene behandeln würden, würden wir denken 

“Ach, ist ja spannend, dass er es so gar nicht nachvollziehen kann. Aber vielleicht auch logisch, denn er hat es nie erlebt. Er ist nicht davon betroffen. Und ihm würde das niemals passieren. Das ist erstmal nur eine Behauptung, die er so in den Raum stellt und er scheint sich sicher zu sein. Na, das ist doch schön für ihn.” 

Das könnte eine Möglichkeit sein, mit dieser Situation umzugehen.
Und genau das wird ein Mensch, der wenig mit diesem Thema zu tun hat, auch so tun.
Er oder sie wird ihm vielleicht sogar zustimmen.

nicht persönlich nehmen

Das emotionale Ohr hört mit

Doch ich fühle mich angegriffen. Warum? 

Weil ich mich für diese Person halte, die dieser Mensch gerade beschreibt.
Das heißt, er beschreibt eine Situation, die mich triggert, weil ich mich in dieser Situation wiederfinde.
MEIN schlechtes Gefühl zu dieser Situation und zu diesem Verhalten und auch MEIN schlechtes Gefühl mir selbst gegenüber, verleitet mich nun dazu, mich getriggert zu fühlen.

Ich fühle mich beleidigt, gekränkt und auch angegriffen.
Aber wenn wir rein bei der sachlichen Aussage bleiben, hat diese Person mich noch nicht einmal angegriffen. 

Weil diese Person rein bei sich war.
Er kann es nicht nachvollziehen, ihm könnte das nicht passieren. 

Meine Reaktion könnte sein, wenn ich mit dem Thema gut umgehen kann: 

“Du, mein Lieber, ich muss dir an der Stelle widersprechen. Ich bin eine Person, die davon betroffen ist. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass du dir das nicht vorstellen kannst, weil dich das nicht betrifft. Ich kann dir aber, wenn du magst, das Ganze aus meiner Sicht erzählen und dir versuchen zu erklären, was da bei mir passiert.“ 

Das wäre ein sehr souveränes Auftreten und Entgegentreten. 

Und das wäre ein Gespräch, vorausgesetzt beide Menschen wären dafür offen, was beiden Menschen weiterhelfen würde. Das wird mir natürlich nicht so leicht fallen, wenn mich die Emotionen so übermannen.

Trotzdem wollte ich dir einfach diese Situation als Beispiel geben, denn neutral betrachtet, wurde ich nicht angegriffen. Neutral gesehen war der Mensch nur unbedacht und taktlos. Aber dieser Mensch wird nicht mit der Intention dagesessen haben, mich anzugreifen.

Es passieren also ständig verschiedene Szenarien bei verschiedenen Personen, die einfach miteinander reagieren. So nennt man das im Bereich der Chemie und ich finde, das ist gerade die beste Beschreibung. Daraus ergeben sich Dynamiken, für die wir eigentlich niemanden die Schuld geben können. 

Wie ich dich jetzt an dieses Thema heranführen möchte, ist also, dass beide Parteien, jeweils für sich, an diesen Themen arbeiten können. 

Wenn ich jetzt diesen Menschen, der diese Äußerung getätigt hat, in meinem Coaching gehabt hätte, könnte er lernen, wie er Dinge über andere Personen besser formulieren kann. Auch wenn er auf der Sachebene keinen Angriff ausgeübt hat, könnte er dennoch überlegen, ob davon jemand betroffen sein könnte. 

Er könnte vorab zum Beispiel eine Frage vorausschicken, wie: 

“Ist hier jemand dabei, der das Gefühl kennt, beim Essen nicht mehr aufhören zu können? Ich würde gerne verstehen, was dabei passiert.” 

So checkst du vorher ab, wie die Lage so ist und kannst dann anstelle des Herausschauens einer Aussage, die betreffende Person dazu befragen. Wenn du die Person auf der anderen Seite bist, worauf ich in diesem Artikel auch den Fokus legen möchte, kannst du dich im ersten Moment beobachten.

Ja, diese Reaktion ist vielleicht etwas, was du aufgrund deiner Gebrauchsanweisung nicht unbedingt steuern kannst. Eben wenn du dich vielleicht emotional angesprochen und auch verletzt fühlst, kann das durchaus sein, dass es sich manchmal deiner Macht entzieht. 

Aber das ist das, wo ich mit dir hin möchte:
Wie du damit umgehst, wie du im Außen darauf reagierst. 

Das ist etwas, wo du eingreifen und dabei sogar ganz viel deiner Kraft sparen kannst.
Außerdem kannst du Reue und weitere Verletzungen vermindern. 

Und all das, was wiederum daraus entstehen kann, das kannst du vermeiden.

Wie du damit umgehst, die Dinge nicht so persönlich zu nehmen

Wie kannst du das machen?
Im ersten Schritt heißt das Beobachten und Wahrnehmen. 

Lass mich dir ein Beispiel geben, doch du kannst das auf alle anderen Beispiele übertragen.
Vielleicht nimmst du eine Aussage, die dich in der letzten Zeit gekränkt hat. 

Das Erste ist: 

“Wow, das, was er oder sie gerade gesagt hat, löst wirklich Emotionen aus. Krass, ich bin verletzt. Ich bin traurig. Ich bin wütend. Ich bin eingeschüchtert. (Was auch immer gerade bei dir passiert).“
schießen


Im nächsten Schritt kannst du dich liebevoll beobachten 

“Wow, diese Emotion habe ich mir nicht ausgesucht, aber sie ist da. Was genau wurde da gerade bei mir angetriggert? Was von dieser Aussage ist gerade mein Thema?” 

Und ich bin mir sicher, du wirst fündig werden. 

In den Coachings passiert es sehr selten, bis nie, dass jemand keine Idee hat, was das mit ihm zu tun haben könnte, wenn (und das ist das Wichtige) der Fokus darauf verlagert wird. 

Also, was hat diese Situation mit mir zu tun?

Es könnte beispielsweise sein, dass du einfach selbst von der Thematik betroffen bist.
Es kann aber auch sein, dass die Person auf der anderen Seite dich wirklich angreifen wollte. 

Du hast vielleicht auch was falsch gemacht, aber du merkst, du kannst dem nicht ausweichen, weil du vielleicht wirklich einen Teil der Schuld bei dir siehst. Kann aber auch sein, dass du generell immer einen Teil der Schuld bei dir siehst. Vielleicht ist es aber auch etwas, was eine dir nahestehende Person betrifft. 

Es kann unterschiedliche Gründe haben, warum du emotional reagierst.
Aber führe dir diesen Grund bitte einmal vor Augen.

Wenn du das getan hast und dir deiner Geschichte, deines Anteils an dieser Geschichte bewusst bist, dann kannst du dich als nächstes fragen:

“Bin ich sicher, dass diese Person diesen Teil, den es betrifft, kritisieren/triggern/ansprechen wollte?” 

Nun haben wir in dem von mir beschriebenen Beispiel gesehen, nein, diese Person wollte es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Er hat einfach unbedacht irgendeine Aussage getätigt.
Aber natürlich kann es auch sein, dass du zu einer anderen Erkenntnis kommst. 

Zum Beispiel, wenn jemand sagt: 

“Du bist eine schlechte Mutter oder Du bist ein schlechter Vater.”

Dann ist davon auszugehen, dass die Person dich kritisieren wollte.
Aber (und das ist jetzt der nächste Schritt, der spannend ist) wollte diese Person dein Gefühl, dass du vielleicht nicht selbstbewusst bist, eine gute Mutter, ein guter Vater zu sein oder ein netter Kollege, ein guter Freund, egal was es ist, wollte diese Person diese Unsicherheit in dir wirklich verstärken? 

Oder hat er einfach nur einen Glückstreffer gelandet?

Was ist wirklich passiert?

Ich weiß nicht, ob du für dich greifen kannst, warum das Sinn ergibt.
Doch du nimmst in dem Moment so ein bisschen das Tempo aus deiner Reaktion heraus. 

Das heißt, du reagierst nicht impulsiv, sondern überlegst erstmal, was da genau bei dir passiert. Je nachdem, zu welcher Erkenntnis du kommst, kannst du dann reagieren. 

Das Erste wäre zum Beispiel: 

“Oh, die Person hat da echt ein Thema bei mir getroffen. Ich merke aber, sie hat mich weder direkt angesprochen noch mich kritisieren wollen.” 

Zu dieser Erkenntnis könnte deine Reaktion dann ein tiefes Durchatmen sein und das Vorhaben, dieses Thema nachher zu Hause in Ruhe anzuschauen. 

Das zweite Szenario ist: 

“Doch, die Person hat mich schon direkt angegriffen.”

Zu den Hintergründen nehmen wir mal an, du bist dir immer unsicher, ob du ein loyaler und guter Freund bist. Du hinterfragst das immer, weil du hohe Ansprüche an dich selbst hast. Und du merkst, ja, die Person wollte dich gerade kritisieren, sie hat nämlich gesagt: 

“Du bist echt unzuverlässig.” 

Natürlich weiß diese Person nicht, dass ich selbst jeden Tag das Gefühl in mir trage, wahrscheinlich gar kein guter Freund zu sein. Dann kannst du zum Beispiel fragen: 

“Du sag mal, ich habe gerade gehört, was du gesagt hast. Wie genau hast du das gemeint? Kannst du das mal ein bisschen genauer ausführen?”
Kommunikation


Das dritte Szenario könnte sein, dass ihr wirklich auf der gleichen Ebene unterwegs seid.
Das kommt leider ab und zu mal in verfahrenen Partnerschaften vor. 

Ihr kennt gegenseitig eure wunden Punkte und dein Partner, was auch immer ihr oder sein Auslöser ist, piekst dich immer in diese Wunde, bei der er oder sie genau weiß, dass du damit ein Thema hast.

Vielleicht hast du ein Selbstwertproblem.
Ich nehme jetzt mal ein Beispiel, das ich leider häufiger höre. 

Ich spreche darüber, dass du mit dir und deinem Körper nicht so im Reinen bist, du immer wieder Komplexe hast und dir wirklich fünfmal überlegst, ob du so ein T- Shirt anziehen kannst. 

Und das weiß auch die Person, die warum auch immer gerade einfach den Impuls hat, dich verletzen zu wollen. Und dann sagt diese Person etwas wie: 

“Und du hast schon wieder ein T- Shirt an, was du wie immer überhaupt nicht tragen kannst.”

So, dann ist es tatsächlich an der Zeit zu fragen, wie du das nicht persönlich nehmen könntest. 

Ja, es gibt einen Weg und dem stehe ich etwas skeptisch gegenüber, denn natürlich kannst du jetzt anfangen, dich in die andere Person hineinzuversetzen. 

Wenn es dein Partner oder deine Partnerin ist und ihr in einer guten Beziehung seid, ist es ja eigentlich relativ wahrscheinlich, dass dieser Mensch dich nicht ganz bewusst verletzen möchte.
Du kannst überlegen, was veranlasst ihn oder sie jetzt dazu, mir das zu sagen. 

Ich finde aber ehrlich gesagt, irgendwo ist auch mal Schluss.
Das heißt, an dieser Stelle ist vielleicht auch mal die Zeit zu formulieren: 

“Du hast mich verletzt, du hast mich gekränkt. Ich habe das Gefühl, du hast das ganz bewusst getan. Und ich bitte dich, das zu unterlassen. Hier ist jetzt eine Grenze überschritten.”

Auch Grenzen zu ziehen, gehört zum Thema “es nicht persönlich zu nehmen”, wenn er oder sie permanent Dinge formuliert, die ich persönlich nehmen muss. 

Das heißt, du hast hier verschiedene Szenarien, die von: 

“Es war überhaupt nicht persönlich gemeint. Mach dir das bitte klar, es ist dein Thema.“ 

über 

“Es war vielleicht persönlich gemeint.” 

bis hin zu

 “Es war genauso gemeint.”

reichen.

Emotionen gehören dazu

All das wird dich nicht davor schützen, dass negative Emotionen aufkommen.
Aber ich hoffe, dass du anhand meiner Beispiele einen Weg findest, anders damit umzugehen. 

Und du wirst merken, wenn du anders reagierst, indem du diesen Prozess unterbrichst und erstmal überlegst oder sogar nachfragst, wie es gemeint war, reagierst du nicht mehr unbedacht auf diese Situationen, die es vielleicht noch schlimmer machen für dich. 

In Zukunft kann es dir helfen, eine Art Werkzeugkoffer für dich zu haben, wie du generell mit solchen Situationen umgehen kannst. Es kann auch zur Folge haben, dass dieses erste Gefühl der Verletzung deutlich zurückgeht. Denn du machst mit der Zeit die Erfahrung: 

“Moment, Moment, anhand einer ersten Aussage schaffe ich es, die Situation noch nicht zu bewerten.”

Das könnte so ein langfristiges Ziel sein.

langfristiges Ziel


Was generell eine gute Möglichkeit für dich sein kann, ist, dich einmal in den anderen hineinzuversetzen.

Mir ist ganz wichtig: Nicht, weil du das Verhalten entschuldigen möchtest, denn ganz ehrlich, wenn du von einer Person bewusst verletzt wirst, darfst du damit arbeiten. Du hast aber nicht die Aufgabe, immer Verständnis dafür zu zeigen. Doch es hilft dir vielleicht, dir klarer darüber zu werden, dass diese Personen vielleicht nicht im Sinn hatte, dich wirklich bösartig und schwer zu verletzen. Das sollte hoffentlich nicht der Fall sein. 

Vielleicht sagt sie sogar: 

“Oh Gott, das habe ich gar nicht so gemeint.” 

Das kannst du dann auch glauben und vielleicht einfacher damit umgehen. 

Du verstehst, was die Person gerade dazu gebracht hat und es hat eigentlich auch gar nichts mit mir zu tun. Es hat nur mit der anderen Person zu tun. Und trotzdem werde ich das nicht akzeptieren. 

So kannst du dieses Thema von dir weg halten und liegst nicht abends im Bett und denkst darüber nach, ob die Person nicht doch damit Recht haben könnte.

Genauso kannst du das auch auf der anderen Seite machen, wenn du merkst, dass du Personen verletzt. Da gehört eine sehr, sehr große Portion Ehrlichkeit dazu, sich das selbst einzugestehen.
Es ist dann deine Aufgabe, das nicht zu entschuldigen und der Person zu sagen: 

“Ja, habe ich nicht so gemeint (mache ich aber beim nächsten Mal wieder).”, 

sondern deine Aufgabe ist es wirklich aktiv daran zu arbeiten, dass du andere Ventile findest, um das jeweilige Thema zu lösen, das dich dazu bringt, so zu agieren. 

Auch das kannst du in einem Coaching tun.

Fazit

Dieses Thema ist sehr, sehr komplex und ich könnte wahrscheinlich noch stundenlang weiter darüber schreiben. Ich hoffe trotzdem, ich konnte dir mit diesem Artikel ein bisschen was mit an die Hand geben, damit du es zukünftig schaffen kannst, Dinge nicht mehr so persönlich zu nehmen. 

Oder du zumindest ein paar Strategien für dich entwickeln kannst, wie du diesen ersten Impuls von deiner Seite anders hinterfragst. 

Vielleicht konnte ich dir auch helfen, bestimmte Äußerungen selbst nicht mehr zu tätigen, wie du es vielleicht bisher getan hast, um auch andere Reaktionen zu bekommen.

Wenn du jetzt Lust hast, dir dieses Thema genauer anzuschauen, lohnt es sich auf jeden Fall, einen Blick in deine Gebrauchsanweisung zu werfen. Denn wir werden die Gründe für beide Seiten herausfinden.

Freiheit

Und jetzt bist du dran!

Schreib mir gerne dein Feedback in die Kommentare!

  • Was sind deine Gedanken zu diesem Thema?
  • Was wirst du als nächstes verändern?

Wenn du Interesse hast, auch einen Blick in deine Gebrauchsanweisung zu werfen, schaue gern hier nach einem passenden Paket für dich.

Viele Grüße

von deinem virtuellen Coach

Dirk

Hörprobe gefällig?

Dann hör gleich hier in deine Lieblings-Episode vom meinem "Reboot Yourself"-Podcast!

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Kennst du deine Gebrauchsanweisung?Bild 1 32


Heute starten wir mit dem allerersten Beitrag auf dem Reboot-yourself Blog. 

Dabei geht es darum, dass wir die Dinge tun dürfen, die für uns richtig und wichtig sind und eben nicht einfach das, was „man“ so macht. 

Ich habe ja schon angedeutet, dass in diesem Blog keine Weisheiten herausgekloppt werden sollen, die eine allgemeine Gültigkeit haben. Denn ich halte überhaupt nichts von dieser „man“- Philosophie. 

„Man macht das so!“ 

oder 

„So muss man das doch machen.“ 

Das ist völliger Blödsinn. 

Aus meiner Coachingerfahrung heraus weiß ich, dass es keine Dinge gibt, die „man“ so macht und die für uns alle gut sind. Glück, Zufriedenheit und Stress sind sehr individuell. 

Wenn wir generell ein bisschen weniger „man“ und ein bisschen mehr „ich“ denken würden, dann würde uns das ganze Thema auch leichter von der Hand gehen. 

Deswegen starten wir heute auch direkt mit der Gebrauchsanweisung.
Los geht’s!

Warum Gebrauchsanweisung?

Ich habe es Gebrauchsanweisung genannt, weil ich dazu ein ganz schönes Bild habe, was ich jetzt mit dir teilen möchte. 

Lass uns dazu mal weg von uns und hin zu einem elektronischen Gerät gehen.
Nehmen wir zum Beispiel einen Fernseher. 

Je nach dem, wie alt du bist, kennst du vielleicht noch die Sorte Fernseher, die man manuell einstellen musste. Damals konntest du nicht einfach auf einen Knopf drücken und alles war da.

Früher war es so, dass es ein wenig mehr Aufwand bedeutete, einen Fernseher einzustellen.
Es gab einen Sendersuchlauf und wir mussten im genau richtigen Moment einen Knopf betätigen, damit der Sender auch klar zu sehen und zu hören war. Noch viel früher mussten wir dazu sogar noch an Knöpfen drehen, bis der Sender scharf wurde. 

Um zu verstehen, wie genau das funktioniert, brauchte man eine Gebrauchsanweisung. 

Wenn ich also mein Gerät, in unserem Fall den Fernseher, nach dieser Gebrauchsanweisung eingestellt habe, hat er funktioniert. Klingt erst einmal logisch, oder? 

Das Gegenteil ist genauso logisch. Wenn ich den Fernseher nicht nach der Gebrauchsanweisung eingestellt habe, dann hat er eben nicht funktioniert. Deshalb die Gebrauchsanweisung. Und jedes elektronische Gerät hat natürlich eine eigene Gebrauchsanweisung. 

Es gibt also nicht eine Gebrauchsanweisung für alle Fernseher, alle Toaster und alle Stereoanlagen.
Es ist für jedes einzelne Modell unterschiedlich.

Bild 2 34


Auch, wenn wir keine Geräte sind, finde ich, dass dieses Bild recht gut auch zu uns Menschen passt. 

Für jeden Menschen gibt es eine individuelle Gebrauchsanweisung.
Also nicht (und das ist mir ganz wichtig) für den Menschen an sich und auch nicht für den Mann oder die Frau. Auch nicht für den Jugendlichen oder die Rentnerin, sondern für jedes Individuum. 

Diese Gebrauchsanweisung zeigt dir, wie du funktionierst.
Was bedeutet ,,Funktionieren“ auf der menschlichen Ebene? 

Wenn du dein Leben nach deiner Gebrauchsanweisung ausrichtest, wirst du mit nichts anderem belohnt als mit Glück, Zufriedenheit und einer inneren Ausgeglichenheit. Das klingt jetzt zwar so verdammt abgedroschen, weil die ganze Welt von diesen Attributen redet, doch es ist tatsächlich so. 

Wenn du dein Leben nach deiner Gebrauchsanweisung ausrichtest, hast du alles, was du brauchst, du gibst dir selbst alles, was du brauchst und vor allen Dingen, lässt du all das weg, was du nicht brauchst.

Stell dir also vor, es gibt eine Gebrauchsanweisung, in der steht, wie du funktionierst.
Dir wird, wenn du sie durchliest, einiges klar, was du vielleicht schon wahrgenommen hast, aber es dir nicht bewusst war. 

Wenn wir dieses Bild jetzt mal festhalten, dann ist der Unterschied zu den elektrischen Geräten folgender: 

Wenn wir nicht nach unserer Gebrauchsanweisung leben, dann funktionieren wir trotzdem.
Es ist nicht so, dass wir, wie der Fernseher, ausfallen. Wir funktionieren irgendwie, spüren jedoch in Form von inneren Konflikten, dass etwas nicht passt. 

Vielleicht kennst du Gedanken, wie 

„Eigentlich habe ich doch alles, was „man“ so braucht und dennoch geht es mir nicht gut.“

Oder 

„Ich mache doch alles, was mir vermittelt wurde und trotzdem bin ich irgendwie nicht zufrieden.“

Vielleicht sagst du aber auch: 

„Ich fühle mich in gewissen Dingen völlig anders als andere. Ich habe das Gefühl, ich funktioniere anders als andere in bestimmten Situationen“, 
„Ich verstehe diese Person und deren Bedürfnisse einfach nicht“ 

oder 

„Ich fühle mich mit meinen Bedürfnissen einfach oft unverstanden und nicht gesehen. Dabei ist es doch so klar was ich möchte.“ 

Das ist es, woran wir merken, dass irgendetwas nicht stimmt.
Irgendetwas ist in einer Schieflage. 

Es gibt einen inneren Konflikt.
Dann leben wir eben nicht nach unserer Gebrauchsanweisung.

Bild 3 36

Inhalte der Gebrauchsanweisung

Wie sieht denn nun diese Gebrauchsanweisung aus? 

Tatsächlich gibt es für jeden Menschen eine individuelle Gebrauchsanweisung.
Ich nutze für die Erstellung ein Persönlichkeitsprofil. Das ist aktuell das Profil ID- 37. Das musst du dir jetzt gar nicht merken, ich möchte nur, dass du es mal gelesen hast. Das ID- 37 Persönlichkeitsprofi bildet also die Grundlage. 

Wenn du dich für deine Gebrauchsanweisung interessierst, bekommst du eine ganze Menge Fragen gestellt. Diese Fragen wirst du individuell für dich beantworten und daraus entwickelt sich ein Persönlichkeitsprofil. 

In der Regel wird es nicht so ein Persönlichkeitsprofil sein, wie du es kennst.
Es werden nicht irgendwelche Farben oder allgemeingültige Sätze herauskommen, sondern das Ganze ist sehr individuell. 

Wenn du dann die fertige Gebrauchsanweisung vor dir hast, schaust du auf einen DIN A-4 Zettel.
Auf diesem Zettel sind 16 Lebensmotive untereinander abgebildet. 

Diese 16 Lebensmotive haben jeweils eine Bezeichnung und sind auch jeweils in jedem Menschen angelegt. 

Was aber verschieden ist, ist, dass jedes Lebensmotiv eine eigene Skala von 1 bis 10 hat.
Bei jedem der 16 Lebensmotive befindest du dich irgendwo auf dieser Skala. Bei dem einen Lebensmotiv befindest du dich auf der 6, bei einem anderen auf der 2 und so weiter. 

Ich bin jetzt kein Mathegenie, doch vielleicht bist du eins und kannst dir ausrechnen, wie viele verschiedene Kombinationsmöglichkeiten es gibt. 

Daran erkennst du die Individualität eines jeden einzelnen Menschen.

Du kannst dir vorstellen, dass es mit der alleinigen Anfertigung des Profils noch nicht getan ist.
Wir schauen uns anschließend die ausgewertete Gebrauchsanweisung an und ich erkläre dir, was jedes einzelne Lebensmotiv bedeutet und vor allem was jedes einzelne Lebensmotiv für DICH bedeutet. 

Denn auch wenn die Lebensmotive bei allen Menschen vorhanden sind, hat ein spezifisches Lebensmotiv für dich eine größere Bedeutung als für einen anderen Menschen. Oder es hat für dich eine durchschnittliche Bedeutung und für eine andere Person eine große Bedeutung.

Das heißt, dass wir eben nicht sagen können, dass dies oder jenes für alle Menschen gleich wichtig ist. Somit hat auch jede und jeder von uns individuelle Bedürfnisse. 

Es kann also niemand sagen 

„Wenn du das machst, bist du glücklich und zufrieden.“

Und das gilt nicht nur im Kleinen, sondern auch für ganz große Bereiche, wie zum Beispiel die Sicherheit. Wir mögen denken, dass alle Menschen nach Sicherheit streben. Das es für jeden Menschen eine riesengroße Bedeutung hat. Dazu kann ich dir sagen: 

„Nein!“ 

Denn für den einen Menschen hat es eine große Bedeutung, für einen anderen eine super geringe. 

Auch die Sexualität wird häufig mit Charaktereigenschaften verglichen.
Der Mensch, der nach Sexualität strebt, soll sich doch bitte mal zusammenreißen. Der Mensch, der nicht so ein Bedürfnis danach hat, mit dem stimmt irgendwas nicht. 

Und das ist falsch!
Es ist in dir angelegt.

Und so gibt es die 16 verschiedenen Lebensmotive, welche wir uns bestimmt auch mal im Detail anschauen werden.

Bild 4 33

Woher kommt unsere Gebrauchsanweisung?

Wir fassen noch einmal zusammen:
Deine Gebrauchsanweisung ist ein DIN A-4 Zettel, auf dem befinden sich 16 Lebensmotive, die jeweils auf einer Skala von 1 bis 10 eingeordnet sind und dies ist für jeden Menschen unterschiedlich. 

Vielleicht merkst du jetzt schon, wie spannend es werden kann, wenn man seine eigene Gebrauchsanweisung kennt. 

Wie kommt die jetzt aber eigentlich zustande?
Kommt es jetzt durch die Erziehung oder kann ich mir das aussuchen?
Oder ist das schon von vornherein so angelegt? 

Ich kann dazu schon sagen, dass wir mit gewissen Veranlagungen geboren werden.
Gewisse Punkte der Gebrauchsanweisung sind von Anfang an in uns. 

Natürlich kommt dann noch die Prägung der Eltern, der Gesellschaft, der Kultur mit dazu, doch aus meiner praktischen Erfahrung können wir uns drüber streiten, welche Auswirkungen das wirklich auf uns hat.

Nimm zum Beispiel den klassischen Eltern-Satz: 

„Mein Kind ist so und so - ich weiß gar nicht, von wem sie oder er das hat.“ 

Stell dir vor, du hast zwei ordnungsliebende Elternteile, die danach streben Ordnung zu halten, die Struktur brauchen, doch du selbst hast das gar nicht. 

Jetzt müsste man doch eigentlich denken, dass das schräg ist.
Wenn die Eltern so sind, muss das Kind doch auch so sein. 

Nein, es ist nicht so, denn das Kind hat seine eigene kleine Persönlichkeit.
Relativ spannend, wenn du selbst Kinder hast oder deine Eltern zu Rate ziehen kannst.
Frag sie doch mal, wo sie bei dir solche Unterschiede bemerkt haben.

Wir bekommen auch nicht beigebracht, dass unsere Kinder schon als kleine Persönlichkeiten auf die Welt kommen. Sie „wissen“ im Prinzip schon sehr früh, was sie zufrieden macht, was sie wollen und was sie eben nicht zufrieden macht. 

Doch was passiert seit früher Kindheit?
Es sorgen äußere Einflüsse dafür, uns zu erzählen, wie wir denn gefälligst zu sein haben. 

Um mal bei unserem Beispiel zu bleiben, geht es doch schon damit los, dass du doch bitte dein Zimmer aufzuräumen hast. Du hast ordentlich zu sein, du sollst lernen und dir doch bitte nichts aus der Meinung von anderen machen sollst. Oder vielleicht ist es auch ganz wichtig, was die anderen denken. Auch das kann dem kleinen Kind bereits vermittelt werden. 

Wir werden also entscheidend geprägt auf unterschiedlichste Art und Weise.
Einmal durch die Gesellschaft, einmal durch die Kultur, aber natürlich auch durch das, was den Eltern wichtig ist. 

Genau das ist schon das erste Problem. 

Wenn die Mutter in sich angelegt hat, dass es ihr wichtig ist, was andere von ihr denken und es ihr nur dann gut geht, wird sie das natürlich, ganz ohne bösen Willen, an ihr Kind weitergeben. Also wird sie ihr Kind mit dem Glaubenssatz aufwachsen lassen, dass es ganz wichtig ist, was andere von einem denken. 

„Schau immer, dass du gut dastehst, dann geht es dir auch gut.“

Das Kind wird geprägt, empfindet aber individuell ganz anders.

Bild 5 21


Weshalb erzähle ich dir das? 

Du kannst nun schon erkennen, dass diese Gebrauchsanweisung recht schnell zugeschüttet wird.
Wir verlieren in gewisser Weise den Kontakt zu dieser Gebrauchsanweisung. 

Denn das, was von uns erwartet wird, weicht teilweise stark von dem ab, was in uns angelegt ist. 

Daraus entsteht ein Konflikt zwischen dem, was von uns erwartet wird und dem was in uns ist.
Und in uns meldet sich immer wieder ein 

„Ich will das anders“ 

und wir hauen da immer drauf mit dem Glauben, dass es doch eigentlich gar nicht sein darf.

Fazit

Es gibt eine Gebrauchsanweisung in dir. 

Und wenn du diese Gebrauchsanweisung kennst, dann weißt du, was dich zufrieden macht und wonach du strebst

Außerdem weißt du, was dich unzufrieden macht und wonach du dementsprechend nicht strebst. 

Dieses Wissen ist sehr wertvoll, wenn du dir ein Leben aufbauen möchtest, was dich glücklich und zufrieden macht. Dieses Wissen ist außerdem wertvoll, wenn du dich gerade in einer Situation befindest, in der du dir sagst: 

„Irgendwas passt nicht. Ich würde mich gerne noch einmal verändern. Ich würde ganz gerne ein Leben führen, das mich glücklich macht.“

Ich habe diesen Blog nicht umsonst „REBOOT YOURSELF“ genannt. 

Es geht um einen Neustart und ich kann dir aus meiner Coachingerfahrung sagen, dass ich nicht selten folgende Rückmeldung erhalte: 

„Dirk, die Gebrauchsanweisung hat mein Leben verändert.“

Wir gucken gemeinsam, wie deine Gebrauchsanweisung aussieht, wir schauen, wie du sie gerade lebst und was wir als die nächsten Schritte vereinbaren können, damit du dein Leben deiner Gebrauchsanweisung wirklich anpassen kannst. 

Ich kann dir versprechen, dass du dich richtig gut danach fühlen wirst.

Bild 6 10


Und jetzt bist du dran!

Schreib mir gerne dein Feedback in die Kommentare!

  • Welches Gefühl löst die Gebrauchsanweisung in dir aus?
  • Wo warst du schon immer ganz anders als deine Eltern oder dein Umfeld?

Wenn du Interesse hast, auch einen Blick in deine Gebrauchsanweisung zu werfen, schaue gern >>>hier nach einem passenden Paket für dich oder setze dich >>>hier unverbindlich auf die Warteliste zum nächsten Durchgang des Programms "Dein Leben *deluxe".

Viele Grüße

von deinem virtuellen Coach

Dirk

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Liebes Tagebuch,

heute denke ich über das Thema "Selbstliebe" nach...

"Liebe deinen nächsten, wie dich selbst!" heißt es so schön. Natürlich verstehe ich, was damit gemeint ist. Manchmal frage ich mich, ob das so gut wäre...

Hat "der nächste" wirklich einen Vorteil, wenn er oder sie so von mir geliebt wird, wie ich mich selbst liebe?

Liebe ich mich wirklich mehr als andere?

Sollte meine Selbstliebe der Maßstab dafür sein, wie ich meine Mitmenschen liebe?

Gehe ich mit anderen Menschen in der Tat nicht vielleicht sogar deutlich liebevoller um als mit mir selbst?

Wenn ich mich umschaue, sind diese Fragen wohl mehr als berechtigt, denn das Thema "Selbstliebe" in in aller Munde.

Es gibt Workshops, Findungsreisen, Meditationen, Webinare und und und zu diesem Thema.

WENN es doch so weit verbreitet wäre, würden wir dann diese Flut an Angeboten benötigen?

Ist die Realität vielleicht so, dass wir gerade zum Thema Selbstliebe die größte Unterstützung brauchen?

Warum könnte das überhaupt zutreffen?

Naja, wir bekommen nun einmal alles andere als diese Selbstliebe beigebracht und vorgelebt.

So kann es in der frühesten Kindheit schon darum gehen, möglichst zu gefallen.

Vielleicht leben schon die Eltern vor, dass es immer ganz wichtig ist, dass die Nachbarn bloß "nichts schlechtes von uns denken".

Vielleicht hat es einen sehr hohen Stellenwert, immer schön brav zu sein.

"Sei lieb zur Oma, zu deiner Lehrerin, zu den anderen Kunden, usw."

Schon in der Jugend bekommen wir mit, was die Gesellschaft von uns erwartet.

Schön "normal" sein, nicht aus der Reihe tanzen und immer brav danach richtig, "wie das Leben eben nunmal läuft"...

Alles ist fest reglementiert:

- so hast du dich zu verhalten

- das sind die No Go's

- so hast du zu lieben

- so hast du dich ausbilden zu lassen

- das ist deine Rolle

- und am Ende hast du zu funktionieren

Und weißt du, was mir bei all diesen Dingen fehlt?

ICH!

Nämlich, das was ICH eigentlich fühle und möchte.

Wen interessiert das eigentlich?

Und wenn ich nun anfange, als z.B. Jugendlicher meine Wünsche und Bedürfnisse mit dem abzugleichen wie es eben "sein soll": wie oft denke ich da, dass ich "falsch" bin oder "falsch" fühle?

Wie soll ich mich selbst lieben, wenn ich ja so gar nicht in diese Welt passe und völlig daneben bin?

Klingt vielleicht überspitzt aber ist es das wirklich?

Ich höre die Sätze viel zu selten, dass Kinder, Jugendliche, Angestellte oder Partner einfach so sein sollen wie sie dürfen.

Ich erlebe es viel zu selten, dass Menschen wirklich unterstützt werden, ihre INDIVIDUELLEN Gefühle und Bedürfnisse leben zu können.

Ich sehe ich viel zu wenig, dass Menschen ihr wahres ICH authentisch leben.

Dafür sehe ich sehr oft, dass Menschen nicht bereit sind, ihr Leben zu leben...

Sie verleugnen sich und ihren wahren Weg oder kennen ihn gar nicht...

Das war der Grund, warum ich mir dieses Coaching-Thema einmal auf die Fahne schrieb und mit den Menschen ihre "Gebrauchsanweisung" erarbeitete um Leben zu verändern...

Ich selbst kenne die Probleme der Selbstliebe nämlich sehr gut.

Ich bin ein Mensch, dessen Eigenwahrnehmung sich nicht nach den Meinungen anderer richtet.

Hierfür gibt es ein Lebensmotiv, dessen Erläuterung jetzt aber zu weit führen würde.

Du magst jetzt denken: ist doch toll! Der muss nix auf die Meinung anderer geben und kann dadurch weniger verletzt werden.

Da ist sicher etwas Wahres dran, jedoch ist es natürlich auch im umgekehrten Fall nahezu unmöglich, mir von Außen etwas "einreden zu lassen", was positiv ist, ich jedoch selbst nicht glaube.

Dadurch durfte ich mich nun also sehr früh damit auseinandersetzen, ob ich für mich nun entscheide, ein hübscher Mann mit einem guten Charakter zu sein oder ob ich ein hässlicher Scheißkerl bin.

Glaube mir, dass diese Entscheidung seeeeehr lange negativ ausfiel.

Ich fühlte mich so wahnsinnig oft so verdammt hässlich. Ich fühlte mich fett, unattraktiv, unsexy und nicht begehrenswert.

Ich fühlte mich scheußlich und habe mich aufgeben. Von der Figur, von der Kleidung, von allen Möglichkeiten.

Ich war erleichtert, in einer Beziehung zu sein und sich ein Mensch "für mich erbarmte".

Freunde hatten sich Gott sei Dank auch zu mir "verlaufen".

Glück muss der Mensch haben, dachte ich.

Mit diesem Gefühl durch die Welt zu laufen...ich denke, ich muss dir nicht erklären, was das mit mir getan hat und wie sich das auf mein ganzes Leben auswirkte.

Es tut schon sehr weh, sich beim Schreiben dieser Zeilen wieder in diese Zeiten hineinzuversetzen...

ABER...

Ich hatte das Glück einen Bereich in meinem Leben zu haben, in dem ich, warum auch immer, völlig anders dachte: mein Job!

Ich machte schon mit Anfang 20 Karriere als Führungskraft, konnte die Menschen begeistern und war sehr erfolgreich.

Hier hatte ich das Selbstbewusstsein, an mich zu glauben.

Sagte mir jemand "das kannst du nicht", dachte ich mir "das entscheidest nicht DU sondern ICH".

Auch das wirkte sich natürlich aus. In einer wirklich netten Karriere. Darum soll es jetzt nicht gehen...

Ich spürte auf jeden Fall, was der Kopf und das Verhältnis zu mir selbst mit meinem Leben anstellt und ich fing an, daran zu arbeiten.

Eines tat ich schon immer: ich selbst zu sein. Etwas anderes konnte ich nicht und mich zu verstellen war mir viel zu anstrengend.

"Ich selbst zu sein" war also das, worauf mein Leben reflektierte.

Und wenn ich genau hinsah stellte ich fest, dass ich tolle Menschen um mich herum hatte, die ja freiwillig meine Nähe suchten.

Konnte ich dann so schlimm sein?

Ich bekam immer wieder das Feedback von meinen Mitarbeitern, dass ich ein toller Chef sei und zwar aufgrund meine Art!

War ich dann ein furchtbarer Mensch?

Mit diesen Gedanken und auch dem immer offenen und ehrlichen Feedback meiner liebsten Menschen gelang ich in die richtige Richtung.

An deinem Aussehen kannst du etwas ändern, dachte ich mir.

Ich fing an abzunehmen, mich so zu kleiden, dass ich mich wirklich wohl fühle und auch zu akzeptieren, dass ich ein besonderer und einzigartiger Mensch war.

Eben WIE ALLE MENSCHEN und JEDER VON UNS!

Ich setzte mich mit mir und meiner eigenen Gebrauchsanweisung auseinander und lebte sie immer mehr und mehr.

Mit weiteren Details möchte ich dich gar nicht langweilen.

Was ich unter'm Strich sagen möchte: ich habe in meine Selbstliebe investiert und verstanden, dass ICH der wichtigste Mensch in meinem Leben bin!

Warum?

Von uns selbst geht ALLES aus. Wenn wir glücklich sind, können wir dieses Glück auch ausstrahlen und an die Welt weitergeben.

Wenn wir zufrieden sind, ist es unsere Umwelt auch.

Wenn wir uns wichtig nehmen, lernen auch die nächsten Generationen sich wichtig zu nehmen. Übrigens sind diese schon viel besser darin.

Wenn wir uns selbst lieben, lernen wir die Mensch in unser Leben zu ziehen, die dorthin gehören und diejenigen zu verabschieden, die das eben nicht tun.

Wir erkennen, dass wir nur das Beste verdient haben und niemandem mehr gefallen müssen.

Wir wissen, dass wir viele Menschen gern in unserem Leben haben wollen aber niemanden BRAUCHEN.

Ich laufe immer noch manchmal durch die Welt und fühle mich nicht schön.

Es gibt aber eben auch viele andere Tage...

Ich kapiere, dass die Enttäuschungen im Leben durch andere Menschen nichts mit mir-, sondern mit ihrer mangelnden Selbstliebe zu tun haben.

Ich habe verstanden, wie wichtig Selbstliebe einfach ist und ich lerne weiterhin jeden Tag dazu.

Ich habe dir in der letzten Woche etwas zur bedingungslosen Liebe geschrieben.

Du findest noch mehr zum Thema Selbstliebe im Magazin von The Coach Net! Schau dort gern mal vorbei!

Lasst uns hier im ersten Schritt bei uns selbst anfangen!

Danke für deine Zeit

dein Dirk

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Liebes Tagebuch,

ich mache mir gerade Gedanken zur "bedingungslosen Liebe".

Was ist sie eigentlich? Ist sie überhaupt lebbar? Kann man das lernen und wo finde ich vorbildhafte Beispiele?

Das Wort "bedingungslos" ist kraftvoll. Wir können es genauso gut in "ohne Bedingungen" zerlegen.

In Bezug auf die Liebe bedeutet das:

"Ich liebe dich ohne Bedingungen"

Und schon jetzt höre ich die Menschen sagen: "ja, das tue ich. Das habe ich gelernt" usw. usw.

Aber ist das wirklich so?

Wenn ich bedingungslos liebe, hieße das, es gäbe keine Sätze wie z.B.

"Ich liebe dich, wenn du..."

"Ich liebe dich, weil du..."

Naja, vielleicht den Satz "ich liebe dich, weil du du bist!". Wenn dann die Rückfrage käme "wie bin ich denn?", müsste da die bedingungslose Antwort wohl lauten "einfach du!".

Ist das die Realität? Oder ist sie nicht viel mehr in Sätzen wie:

"Ich liebe dich, weil du so liebevoll bist"

"Ich liebe dich, weil du so erfolgreiche bist"

"Ich liebe dich, wenn du das und das tust"

usw.

zu finden? Das ist NICHT bedingungslos!

So stelle ich mir die Frage, ob ich schon einmal bedingungslos lieben konnte...Ich kann dazu eines mit Sicherheit sagen: ich habe mich hier enorm weiterentwickelt. Durch Erfahrungen und Erkenntnisse. Es war unmöglich es von Anfang an auch nur annähernd richtig zu machen.

Ich denke aber, dass es durchaus machbar ist, wenn wir eben unsere Erfahrungen und Erkenntnisse in "Gelerntes" umwandeln und dies auch anwenden und nicht immer wieder gegen dieselbe Wand laufen.

Da es für mich immer schwierig ist, mich bei solch wichtigen Themen reflektiert und möglichst objektiv zu hinterfragen, drehen wir das Ganze doch einmal herum:

Hatte ich schon einmal das Gefühl, bedingungslos geliebt zu werden?

Gibt es hierfür ein Beispiel?

Von wem kann ich hier lernen?

Ich muss hierfür nicht lange nachdenken...

JA, das gibt es!

Und es ist mir gleich, ob du nun verständnislos den Kopf schüttelst oder mich belächelst. Ich kann das verstehen, denn ich selbst hätte die folgenden Zeilen vor 10 Jahren noch nicht verstehen- oder nachvollziehen können.

Ich habe 2 Kater...

Diese beiden Kater habe ich vom Babyalter an groß gezogen. Es sind sehr spezielle, liebevolle und sehr auf Menschen bezogenen Rassenkatzen.

Sie dürfen auch nicht raus, da sie sich von jedem Menschen einfach mitnehmen lassen würden.

Sie sind weiß und haben strahlend blaue Augen.

Einer der Beiden ist extrem auf mich fixiert.

Bei IHM erlebe ich wahre bedingungslose Liebe!

Warum?

Egal, ob ich traurig bin oder glücklich.

Egal, ob ich erfolgreich bin oder an mir zweifele.

Egal, ob ich schlank bin oder mal wieder kämpfe.

Egal, ob ich funktioniere oder nicht.

Egal, ob es IHM selbst gut geht oder nicht.

Egal, ob ich gut aussehe oder nicht.

Egal, ob ich mich selbst schön finde oder hässlich.

Egal, ob ich motiviert bin oder mich gehen lasse.

Egal, WAS AUCH IMMER ich tue.

Er steht vor mir und schaut zu mir hoch mit seinen blauen Augen, er folgt mich auf Schritt und Tritt. Sobald ich mich niederlasse, kommt er zu mir und würde am liebsten in mich hinein kriechen.

Er schnurrt, kuschelt sich an, ist einfach nur dankbar, dass ich da bin. Er liebt mich: BEDINGUNGSLOS!

"Naja, das ist ein Tier" höre ich dich nun sagen. Ja und? "Diesem Tier fehlt doch Vieles, was wir Menschen eben nun mal haben!" Das mag so sein...

Aber WAS genau fehlt ihm denn bei diesem Beispiel?

Ganz sicher NICHT das Herz!

Ganz sicher SCHON das Ego!

Ich finde schon, dass wir uns hier zu diesem Thema etwas abschauen dürfen.

Ich bin mir sicher, dass es mit Babys genauso ist, bei den Eltern würde ich es schon wieder hinterfragen wollen....

Auch hier fangen wir schon an Liebe zu entziehen, wenn gewissen Vorstellungen nicht erfüllt werden. Dies hat NICHTS mit "bedingungslos" zu tun!

An diesem Punkt stehe ich für mich.

Ich entscheide mich für die bedingungslose Liebe. Ich werde sie geben und möchte auch nur noch sie empfangen...

Ich frage mich, wie diese Welt wohl wäre, wenn alle Menschen ab sofort diese Entscheidung treffen würden...

Ich überlasse es dir, diesen Gedanken weiterzudenken. Fange am besten beim wichtigsten Menschen damit an: bei dir!

Danke für deine Zeit!

Dein Dirk

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mein Tagebuch - was gehört (noch) zu mir? https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/mein-tagebuch-was-gehoert-noch-zu-mir/ https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/mein-tagebuch-was-gehoert-noch-zu-mir/#comments Wed, 29 Aug 2018 09:47:00 +0000 Allgemeines https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/mein-tagebuch-was-gehoert-noch-zu-mir/ Weiterlesen

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Liebes Tagebuch,

gerade mache ich mir Gedanken, WAS und WER eigentlich noch zu mir gehört.

Den Gedankenanstoß gab mir ein so einfacher Satz

"lass los, was dir nicht gut tut!"

Ein Satz, bei dem wir dazu neigen mit "ja klar, ist ja richtig" zu antworten, dessen Umsetzung aber wohl kaum jemand zu 100% durchführt.

Ich möchte heute gern einmal hinter diesen Satz schauen. Was genau bedeutet er eigentlich und welche Handlungen zieht der Wunsch der Umsetzung wirklich nach sich?

Zum einen geht es darum sich bewusst zu machen, was mir eigentlich richtig gut tut. Das ist mit Sicherheit der leichteste Teil der Übung. Nicht minder wichtig, denn er fühlt sich schön an und lässt mich z.B. eine große Dankbarkeit empfinden.

Es gibt wunderbare Menschen, die an meiner Seite stehen und zwar wirklich in guten, wie in schlechten Zeiten. Es gibt Dinge, die mir Freude machen und meine Lebensqualität erhöhen, usw. Sich das noch einmal richtig bewusst zu machen tut gut.

ALL DIES sind Dinge, die aktuell und auch weiterhin zu mir gehören!

Es gibt aber eben auch noch die andere Seite. Und da wird's etwas dunkler...

"LASS LOS, was dir nicht gut tut!"...

Wenn ich etwas loslasse bedeutet das ja, dass es aktuell in meinem Leben sein muss.

Im Klartext: ich tue und akzeptiere gerade Dinge in meinem Leben, die mir nicht gut tun...autsch...

Im nächsten Schritt wird dann natürlich klar, dass es nicht nur im "Dinge" geht, sondern dass hier auch Menschen gemeint sind.

"Lass los, WER dir nicht gut tut!" bringt dann da noch einmal eine ganz andere Würze hinein.

Zum einen scheint es also Menschen zu geben, die mir nicht gut tun und trotzdem einen Platz in meinem Leben haben; zum anderen sollen die jetzt weg :-O

Nun stelle ich das erste Mal fest, was wirklich für eine Kraft hinter einem solchen Satz stecken kann, wenn ich ihn mir mal richtig vor Augen führe...

Und nun ist der Schritt in die Umsetzung mal gar nicht so leicht...

Fangen wir mal mit "den Dingen" an, die mir nicht gut tun. Was soll das eigentlich sein?

Ich denke nach...

Das größte Potenzial bieten hier Hobbys, Aufgaben und "Tätigkeiten", die ich einfach aus einem bestimmten Zweck tue, die ich "schon immer" so mache oder die mir einfach noch gut tun SOLLTEN...

Es ist an der Zeit, diese Dinge zu identifizieren! Sie rauben Kraft und Energie...

Woran können wir sie erkennen?

Wir freuen uns nicht mehr wirklich drauf, sie werden zur Pflicht, sie machen uns unruhig, verursachen Stress oder gar Bauchweh...

Das gute Gefühl kommt nicht mehr BEI der Tätigkeit, sondern DANACH, weil wir es "hinter uns" haben...

Ich bin gerade dabei nach und nach diese Dinge loszulassen. Es ist schwierig und tut weh...aber es ist richtig...zumindest hier und jetzt...

Ich denke, ich muss dir nicht erklären, wie sich die Aufgabe nun darstellt, wenn wir uns den Menschen zuwenden.

Ich betone noch mal, dass es hier nicht um Menschen geht, die wir ohnehin nicht leiden können, wie eine blöde Kollegin oder einen ätzenden Nachbarn.

Es geht um mehr...

Es sind die Menschen gemeint, die sich in unserem Umfeld befinden. Es können gute Bekannte sein, vielleicht sind es Freunde oder sogar Familie. Eventuell ist es sogar die Partnerin oder der Partner...puhhh, das geht's an Eingemachte...

Wie können mir denn nun aber Personen nicht gut tun, die ich permanent um mich habe? Ich würde mir solche Personen niemals aussuchen...oder doch?

Täglich geschieht Entwicklung...mit uns und mit den Menschen um uns herum.

Es gibt die Menschen, die sich weiterentwickeln.

Es gibt die Menschen, die stehenbleiben, weil sie nicht weiter können oder wollen.

Es gibt die Menschen, die sich zurück entwickeln, weil sie sich ihrer Wahrheit nicht stellen wollen.

Wenn wir uns eine Straße vorstellen sind wir vielleicht irgendwann alle einmal gleichzeitig losgefahren. Zwar in unterschiedlichen Autos aber im gleichen Tempo. Wir fuhren nebeneinander her.

Nun kommt die Entwicklung...der eine tritt auf Vollgas, der andere beschleunigt nur langsam, der nächste bleibt stehen und wieder ein anderer dreht um.

Natürlich können wir entscheiden, selbst vom Gas zu geben um zu warten, etwas mehr Tempo zu machen, um dem anderen noch hinterher zu kommen, usw.

Eines wird hier aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht passieren: dass wir glücklich werden...

Wir haben selbstverständlich die Möglichkeit, dem anderen zum Tanken zu animieren, ihn von einem anderen Weg zu überzeugen. Manchmal klappt das auch und wir können dem anderen eine wertvolle Hilfe sein oder er auch uns.

Es gibt aber eben auch die andere Seite. Die Wege trennen sich, obwohl dies vielleicht nicht so bestimmt war, jedoch haben wir alle unseren freien Willen unser Leben zu gestalten und diesen wird uns niemand nehmen.

Dies zu akzeptieren fällt oft schwer aber du spürst es, wenn Gespräche unmöglich werden, wenn Kontakte nichts mehr bringen und wenn du das Gefühl hast, dass der Mensch auf einmal ein anderer ist.

Diese Erkenntnis kann leicht und friedvoll sein, oftmals bringt sie aber Schmerz mit sich...

Einen Menschen loszulassen, den man eigentlich "behalten" will, ist hart...

Noch härter ist es aber, sein eigenes Unglück in Kauf zu nehmen...das darf niemals eine Option sein!

Und so schließt sich der Kreis zu der Frage "wer oder was tut mir eigentlich (noch) gut?".

Die Erkenntnisse, die ich hier persönlich erlange, sind hart, schmerzhaft und teilweise wirklich so verdammt bedauerlich.

Sie sind aber auch eins: verdammt KLAR & DEUTLICH.

Und wenn etwas klar und deutlich ist, haben wir eine Aufgabe.

Ich lasse los....jetzt!

Danke für deine Zeit

dein Dirk

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Liebes Tagebuch,

gerade denke ich über "die Macht unserer Gedanken" nach.

Dieses Thema ist sicher schon sehr alt. Trotzdem glaube ich, dass wir uns der Macht unserer Gedanken nicht immer bewusst sind.

Welche Macht haben denn nun aber unsere Gedanken genau?

Kurz gesagt: all die Macht, die wir ihnen geben!

Und das ist wirklich eine ganze Menge...

Wir entscheiden jeden Tag mit unseren Gedanken:

- wie wir uns fühlen,

- wie motiviert wir unser Leben anpacken,

- wie wir unseren Mitmenschen begegnen,

- wie erfolgreich wir sind,

- wie wir mit den unterschiedlichsten Ereignissen umgehen

- ob unser Leben gerade "gut" oder "schlecht" ist.

Tatsächlich ist es also ein großer Irrglaube, dass wir unseren Gedanken ausgeliefert sind.

WIR kontrollieren unsere Gedanken und NICHT die Gedanken uns.

Es klingt jetzt erst einmal etwas befremdlich aber sicherlich kennst auch du einige Menschen, die ihr Gedanken (das sog. Mindset) extrem im Griff haben.

Mir fallen hier sowohl etliche positive Beispiele ein, wie z.B. Menschen, die durch ihren unzerstörbaren Glauben und sich selbst und an das Erreichen ihrer Ziele die unglaublichsten Dinge verwirklichen können.

Ebenso aber natürlich auch die Menschen, die es schaffen ihr Leben so stark vom Kopf aus zu kontrollieren, dass sie ihren wahren Lebensweg nicht mehr fühlen können und die größten Lebenslügen mit einer unglaublichen Überzeugung leben können.

Der kleine aber feine Unterschied: die positiven Beispiele werden ein erfülltes Leben führen. Die negativen Beispiele werden sich nicht ihr Leben lang belügen können und mit einem riesigen Knall auf die Fresse fallen, was dann niemanden außen ihnen selbst überraschen wird.

Die große Frage ist nun: zu welchen Menschen möchtest du gehören?

Stell dir wirklich einmal vor, dass du ab sofort durch deine Gedanken bestimmst, wie dein Leben verläuft.

Entscheide nach dem Aufstehen, dass heute ein guter Tag wird.

Nimm dir vor, dich nur mit Menschen zu umgeben, die dir gut tun und den anderen keine ernsthafte Beachtung zu schenken.

Schau auf die Dinge, die du hast und stelle dein Mangeldenken an.

Nimm aktuelle "Missstände" als veränderbare Situationen an und lenke sie durch deine Gedanken in eine positive Zukunft.

Versuche einmal getreu nach dem Motto zu leben, dass deine Gedanken zu deiner Realität werden.

Beobachte unter diesem Gesichtspunkt einmal, was du den ganzen Tag so in deinem Kopf kreierst.

Verwandele Mangel in Fülle, Ängste zu Zuversicht und Hilflosigkeit in Schöpfung.

Die Jugend spricht oftmals vom "Kopfgeficke". Ein unschönes Wort, was aber das, was wir oftmals mit unseren Gedanken tun, sehr gut beschreibt.

Mache dir die Macht deiner Gedanken bewusst uns nutze sie!

Ich danke dir für deine Zeit,

dein Dirk

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Liebes Tagebuch,

ich sitze gerade im Zug und denke über Abschiede nach...

Folgender Spruch von Paulo Coelho lief mir kürzlich über den Weg:

"Schließe einige Türen!

Nicht aufgrund von Stolz, Unfähigkeit oder Arroganz,

sondern schlicht und einfach, weil sie nirgendwo mehr hinführen!"

"Abschied nehmen" ist auch das Thema meiner kommenden Tage. Ich bin nicht besonders gut darin.

Warum das so ist?

Wenn ich den o.g. Spruch zur Hilfe nehme würde ich sagen, dass ich dazu neige noch lange auf die Tür zu schauen und mir immer wieder vor Augen zu führen, welch schöne Dinge sich mal hinter ihr verbargen.

Würde ich genauer hinsehen, wäre da aber eine völlig andere Realität. Diese hat mit der damaligen Illusion oftmals nichts mehr zu tun.

Das schmerzt...

Trotzdem muss es den Punkt geben, an dem wir genau DAS erkennen. Momente, in denen wir wahrnehmen, dass diese Tür geschlossen werden- oder zumindest aus den Augen verloren werden darf.

Hier gibt es sicherlich mehrere gute Vorgehensweisen. Bei sachorientierten Themen hilft mir der gute alte Spruch

"Love it, change it or leave it!"

Auf Deutsch: liebe die Situation, verändere sie oder verlasse sie.

Hier habe ich sehr gut verinnerlicht, dass es hier keinen Weg dazwischen gibt. Kann ich die Situation lieben? Kann ich sie verändern? Nein? Dann lasse ich sie hinter mir.

Klappt gut und ich habe hier selten (ich würde wohl sogar sagen niemals eine Entscheidung bereut).

Bei emotionalen Themen fällt mir das schwerer. Der Spruch wäre hier zwar mindestens genauso gut anwendbar aber ich bekomme das nicht hin.

Ich sehe zu lange noch das Gute in den Menschen, verfangen mich in Gedanken wie "ja, aber DAS kann doch jetzt nicht das Ende sein" und glaube, dass Liebe & das Gute am Ende alles schafft oder siegt.

Das ist leider NICHT so!

Wo ist aber das Problem?

Auch, wenn wir es nicht gern hören, verhindert das schauen auf "alte" Türen das "nach vorne blicke". Neue Türen können sich nur schwierig öffnen und wir verschwenden wertvolle Lebenszeit.

"Es kommt, wie es kommt und das zu unserem höchsten Wohle!"

Wir werden nicht bestraft und es wird sich eine neue Tür öffnen, wenn wir eine alte Tür hinter uns lassen und wir wissen niemals, ob sich hinter der neuen Tür nicht noch etwas viel besseres befindet.

Ich werde nun weitergehen. Die neue Tür ist da. Ich werde sie passieren. Ich werde die alte Tür hinter mir lassen. Was sich hinter ihr verbarg, wird es ab sofort in meinen Gedanken nicht mehr geben.

Die Ereignisse sind im Herzen gespeichert, die dazugehörigen Menschen dürfen nun gehen. Sie werden keine Rolle mehr spielen. Sie haben gewählt und ich wähle jetzt auch.

Ich freue mich auf die neue Tür, den neuen Abschnitt und auf das, was da wohl kommt. Ich wähle das Glück und schöpfe mir nun mein Glück.

Die alte Tür wird langsam zufallen und von innen abgeschlossen...für immer...ich werde es nicht mehr hören...

Danke für deine Zeit <3

Dirk

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Mein Tagebuch! Dankbarkeit... https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/mein-tagebuch-dankbarkeit/ https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/mein-tagebuch-dankbarkeit/#comments Tue, 07 Aug 2018 10:46:00 +0000 Allgemein https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/mein-tagebuch-dankbarkeit/ Weiterlesen

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Liebes Tagebuch,

ich lag fast die ganze Nacht wach. Dies lag sicherlich an der aktuell sehr starken Hitze aber ich habe auch über das Thema "Dankbarkeit" nachgedacht.

Dankbarkeit ist gerade in aller Munde. Wir dürfen dankbar sein für alles, was wird haben. Dankbar für die Dinge, die andere vielleicht nicht genießen dürfen. Dankbar für Essen, Wasser, Wohlstand, usw.

Wer dankbar ist, kann nicht gleichzeitig traurig sein oder jammern.

Dankbarkeit erfüllt uns mit einem positiven Gefühl.

Mag sicher alles sein...

Ich bin mit meinen Gedanken aber bei einer ganz anderen Seite der Dankbarkeit.

Ich schaue gerade dorthin, wo es darum geht, wie wir uns GEGENSEITIG mit Dankbarkeit beschenken.

Ich finde nämlich, dass es etwas sehr Erfüllendes und Wunderbares ist, einem anderen Menschen seine eigene tiefe Dankbarkeit zu zeigen.

Genauso berührend finde ich es , aufrichtige Dankbarkeit zu erhalten und zu fühlen.

Ich spreche hier natürlich von besonderen Menschen und Situationen und nicht davon, dass ich einem fragenden Menschen auf der Straße den Weg gezeigt habe...

Aber wie sieht hier die Realität aus?

Ich gebe dir mal ein aktuelles Beispiel, was sich kürzlich in meinem Leben ereignet hat.

Ich betreibe einen Podcast, bei dem ich Menschen auf ihrem Weg zum Wunschgewicht begleitet. Für diesen Podcast bekomme ich keinen Cent. Ich mache ihn, weil er mir Spaß macht und mich der Gedanke erfüllt, auch nur einem einzigen Menschen den Schritt in ein besseres Leben zu ermöglichen.

Diesen Podcast kann man bewerten, so wie du auch Bücher auf Amazon oder auch alle anderen Produkte inzwischen fast überall bewerten kannst.

Nun las ich nach Folge 33 (!) sinngemäß folgende Bewertung eines Hörers:

"ich habe mir die ersten 30 Folgen mit viel Freude angehört. Ich war quasi süchtig danach. Nun hast du aber in den letzten Folgen blablabla gemacht und das finde ich nicht gut."

Bewertung 3 von 5 Sternen, was für mich eine schlechte Bewertung ist.

Was ist passiert? Ich haben einen Menschen 30 (!) Folgen lang, was 30 Wochen (!) entspricht perfekt unterhalten und NIEMALS etwas von ihm/ihr gehört. Dann sitzt dieser Person 1-2 Wochen ein Furz quer und die Arbeit dieser 30 Wochen wird nicht mehr gesehen und schlussendlich auch der gesamte Podcast abgestraft?

Sorry, aber geht's noch????

Warum nehme ich jetzt dieses Beispiel? Weil ich es sehr an dem sehe, was auch im wahren Leben passiert.

Ich, und das hat jetzt nichts mit billigem Eigenlob zu tun, weil ich mir darauf überhaupt NICHTS einbilde, bin ein sehr dankbarer Mensch.

Ich weiß nicht genau, woher das kommt. Meine Mama würde jetzt sagen, dass sie mich so gut erzogen hat ;-)

Ich kann dir aber sagen, dass ich jeden Menschen, der mir in meinem Leben etwas sehr wichtiges bedeutet hat bzw. für einen wichtigen Teil in meinem Leben mit verantwortlich war, dieses auch ganz genau weiß.

So habe ich z.B. letztens erst wieder von meinem ersten Chef erzählt, der mir meine erste Führungsposition anvertraut hat, weil er "etwas in mir gesehen hat", was kein andere inkl. mir sehen konnte. Wäre er nicht gewesen, hätte ich niemals eine solche berufliche Karriere einschlagen können. Er weiß von meiner Dankbarkeit, weil ich ihm das nicht nur selbst- sondern es auch öffentlich "verkündet" habe.

Er steht hier nur stellvertretend für alle wichtigen Menschen, Mentoren und Förderern meines Berufsweges.

Bei jeder Auszeichnung als Coach war ich zu Tränen gerührt, weil mir in diesem Moment immer klar war, dass es ohne das Vertrauen der Mebschen, die mir einfach eine Chance gaben und immer noch geben, einfach NIEMALS möglich gewesen wäre.

Als Scheidungskind war ich meinen Eltern zutiefst dankbar, niemals etwas von diesen Problemen, von denen andere Kinder berichten mitbekommen habe. Ich war ein glückliches Kind, das eben in der Woche bei der Mama und am Wochenende beim Papa war. Ich kannte keinen Zoff, keinen Rangeleien, keine Probleme und keine Kriege auf meinem Rücken. Natürlich ist mir heute klar, dass sicher nicht alles easy für die beiden war aber sie haben es intern geklärt: für MICH!

So kann ich heute sich trennenden Eltern aus vollem Herzen sagen: ihr könnt es schaffen, dass eure Kinder heil aus diesen Situationen kommen und das ist wunderbar!

Jeder Mensch, den ich einmal geliebt habe, und zwar völlig egal auf welcher Ebene, weiß, welchen Platz er/sie bis heute in meinem Herzen hat. Dies habe ich Menschen noch nach Trennungen mitgeteilt, nach Verletzungen und menschlichen Verfehlungen. Die Antwort waren oft weitere Verletzungen oder Irritation. Komme ich mir dabei blöd vor? nein! Ich möchte aus meinem Herzen heraus leben!

Ich möchte dich nicht mit weiteren Beispielen langweilen :-)

Was erlebe ich nun aber tagtäglich zum Thema "Dankbarkeit anderen Menschen gegenüber"?

Auch hier kann ich natürlich nur aus meinem eigenen Leben berichten.

Und hier muss ich leider ganz klar feststellen, dass ich eher das Modell "Podcast-Bewertung" erlebe, als auch nur ein kleines bisschen von dem Dankbarkeits-Modell.

Vor einiger Zeit ging ein guter Bekannter von mir viel zu früh aus diesem Leben. Solche Dinge machen mich immer nachdenklich...

Was ist, wenn ich morgen gehen muss, weil ich einer Krankheit unterliege oder sonstwas passiert?

Habe ich alles getan und gesagt, was ich sagen wollte? Zum 2. Teil des Satzes kann ich sagen: JA mit absoluter Sicherheit?

Was ist aber mit den Menschen, die an meinem Grab stehen? Wer wäre überhaupt dort? Hätten sie mir alles gesagt, was sie mir zu sagen haben? Oder wären sie verzweifelt, weil sie noch unausgesprochene Dinge im Kopf haben, die nun niemals mehr geäußert werden können? Dinge, die ich nie wieder hören werde und vielleicht gar nicht erahnen kann?

Vor meinem Auge habe ich nun alle Menschen, die ich über einen längeren Zeitraum begleitet habe.

Ich sehe hier Menschen, denen ich ein Vorgesetzter war, deren Alltag und vielleicht sogar Karrieren ich (wie auch immer) geprägt habe und von denen dazu nie ein Feedback kam.

Ich sehe Menschen, die ich als Coach auf ihrem Weg begleitet habe und von denen ich nicht weiß, wie es ihnen heute geht oder die sich abgwandt haben, weil sie keine kostenlosen Infos mehr aus mir heraus saugen konnten und die natürlich nicht bereit sind auch zu geben und nicht nur zu nehmen.

Ich sehe Sportler, die ich als Coach über verschiedene Zeiträume begleitet habe, mit denen ich gelitten- und mich gefreut habe, deren Tränen ich getrocknet habe und für die ich viele hunderte Stunden mit Freude investiert habe. Die Wege trennten sich und heute ist da eben jemand anderes. Du wirst nicht mehr gebraucht. Die Zeit davor: vergessen!

Ich sehe Beziehungen, die nicht mehr bestehen, die merkürdig auseinandergingen. Teilweise verlogen, teilweise unehrlich, teilweise aber natürlich auch sauber. Hier wurden die Dinge bis heute nicht geklärt, es kam keine Entschuldigung, geschweige denn Erklärungen.

Ich sehe Freunde, für die ich immer da war. Teilweise Monate, teilweise 1 Jahrzehnt. Menschen, die mich heute gern mal "übersehen", weil es da noch Dinge aufzuarbeiten oder ehrlich zu klären sind. Aber da werden die Jahre lieber vergessen...wie bei den Podcastfolgen...

Was denken diese Menschen auf der Beerdigung? Wahrscheinlich wäre sie gar nicht da...

Ich empfinde das als schwach, verlogen und charakterschwach...wie kann ein solches Verhalten überwiegen?

Gott sei Dank gibt es natürlich auch die anderen Menschen. Menschen, die meinen Weg schon lange begleiten. Menschen, die mit mir durch dick und dünn gehen. Menschen, die einfach nur dankbar sind und dieses auch äußern mit Handlungen und Worten.

Lass UNS ab sofort IMMER zu diesen Menschen gehören. Nimm dir bitte die Zeit und hole dir Menschen in dein Gedächtnis, wo noch etwas Dankbarkeit offen ist.

Nimm gerade diejenigen, wo es dir besonders schwer fällt, weil das Ego und der Stolz dich hindern.

Nimm dir die Zeit, schreibe WhatsApp-Nachrichten, eMail und Briefe und teile diesen Menschen FREI VON ERWARTUNGEN deine Dankbarkeit mit.

- bedanke dich für eine schöne Zeit

- suche vielleicht mit ihnen noch einmal das Gespräch

- zeige ihnen dein Inneres

- gib ihnen Antworten

Du wirst sehen, wie gut es sich für beide Seiten anfühlt und wer weiß, was hieraus Wundervolles Neues entsteht.

Eine dankbare Welt könnte so verdammt anders sein...

DANKE, dass du deine wertvolle Lebenszeit für diese Zeilen verwendet hast.

Dirk

www.diefenbach-coaching.de

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Mein Tagebuch! Das Leben... https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/mein-tagebuch-das-leben/ https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/mein-tagebuch-das-leben/#comments Tue, 31 Jul 2018 11:32:00 +0000 Allgemein https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/mein-tagebuch-das-leben/ Weiterlesen

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Liebes Tagebuch,

ich sitze gerade im Zug und denke über das Leben nach. Und ich muss dir ganz ehrlich sagen: manchmal ist das alles ganz schön schräg...

Ich habe schon viele dieser Sätze gehört:

- "alles hat seinen Sinn"

- "wir bestimmen unser Schicksal selbst"

- "schließt sich eine Tür, öffnet sich die nächste"

- "ohne Schatten, kein Licht"

- usw.

Hmmm...da ist sicher sehr viel dran; denn auch ich habe mich diese Sätze auch schon voller Überzeugung sprechen hören :-)

Schaue ich auf die letzten Monate und Jahre zurück, gab es viel von diesem Licht & Schatten. Einige Menschen würden dies wohl als "Gleichgewicht" bezeichnen. Für mich hat es sich oft nicht als ein solches angefühlt. Ja, ich habe manchmal gejammert und fühlte mich ungerecht behandelt.

Ich durfte viele tollen Menschen kennenlernen, vor so vielen wunderbaren Menschen sprechen, sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten, Energie und Zuversicht geben und sooo viel von ihnen zurückerhalten. So viel Kraft und Stärke, die wohl für mehrere Leben reichen würde.

Es sind aber auch Menschen gegangen. Menschen, die mir ihre ewige Treue geschworen haben. Menschen, die "immer" an meiner Seite waren. Menschen, denen ich mein Leben anvertraut habe. Menschen, die mich heute nicht einmal mehr grüßen, wenn sie es nicht müssen.

Natürlich sind sooo viel mehr Menschen gekommen als gegangen. Trotzdem fühlte es sich manchmal unfair an...

In meinem Beruf durfte ich all meine Leidenschaft geben, Menschen unterstützen und mein Herz so weit öffnen, wie es nur ging.

Auch hier kamen Veränderungen, die mich auf andere Wege führten.

Diese Wege ändern sich gerade monatlich. Gefühlt...

Hier bin ich gelassen...Ich bin im Vertrauen...

Manchmal schaue ich in die Welt und sehe mir die anderen Menschen an. Es wirkt oft so, als hätten sie es viel leichter, als liefe hier alles rund und niemand anderes hätte diese Art von "Problemen"...

Wenn ich, auch bedingt durch meine Arbeit, dann aber genauer hinschaue sehe ich jedoch oft, dass sie es einfacher haben, weil sie den Weg des geringsten Widerstandes gewählt haben...

Sie finden sie mit Dingen ab, verraten sich selbst, ihre Seele, ihre Wahrheit und ihren wirklichen Weg.

So viele Menschen stecken in falschen Freundschaften, unglücklichen & verlogenen Beziehungen oder hassen täglich aufs Neue ihren Job.

Das möchte ich nicht! Ich möchte MEIN Leben leben! Dann auch gern mit allen Höhen und Tiefen!

Wie geht das? Wie lebe ich mein Leben?

Ich habe gelernt, dass WIR selbst es sind, die unser Leben gestalten. Wir benötigen dazu niemand anderen. Wir entscheiden, was geschieht, mit wem und warum.

Puh, hat das lange gedauert bis ich das verinnerlicht habe ("gewusst" habe ich das schon lange).

Wenn dies geschieht, geht das Leben auf. Ich erlebe das gerade. Jeden Tag, immer wieder...es ist sehr spannend und beruhigend.

Dieser Zug führt mich gerade wieder in einen neuen Lebensabschnitt. Ich weiß nicht, wie der aussehen wird aber er wird gut für mich sein, weil er auf MEINER Entscheidung beruht und das widerspiegelt, was meine Seele sich wünscht.

Dieses Gefühl ist wunderbar!

Erinnere dich in Momenten, die ich in den ersten Zeilen beschreibe, dass du dich jede Minute für ein anderes Leben entscheiden kannst.

Für DEIN Leben!

Wer ein Teil dieses Lebens sein darf, entscheidest du! Egal, ob es hier um Personen, Jobs oder materielle Dinge geht.

Du hast die Wahl!

Wähle dein Leben!

Danke für deine Zeit!

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Warum die Menschen, die wir am meisten lieben uns oft am stärksten enttäuschen... https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/enttaeuschung/ https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/enttaeuschung/#comments Fri, 13 Jul 2018 13:16:00 +0000 Allgemein https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/enttaeuschung/ Weiterlesen

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Auch, wenn ich diesen Artikel noch nicht einmal begonnen habe weiß ich schon jetzt, dass es einer der persönlichsten und emotionalsten Beiträge sein wird, die ich jemals veröffentlicht habe.

Du kennst mich so, dass ich dir Antworten auf deine Fragen liefere, dass ich dir Impulse gebe, dir Lösungen anbiete, dich stärke und dich dir und deinem wahren ICH ein Stückchen näher bringe.

Ich weiß nicht, ob ich diesen Auftrag heute erfüllen kann. Ich bin mir aber sicher, dass es einen Grund gibt, warum du genau jetzt hier bei mir gelandet bist und ich vertraue von daher darauf, dass ich dich zumindest mit meinen Worten berühren und auf der einen oder anderen Ebene erreichen kann.

Menschen, die unser Leben verändern

Ich bin mir sicher, dass auch du schon diese(n) Menschen in deinem Leben hattest oder hast.

Menschen, zu denen du eine ganz besondere Verbindung hast. Menschen, die du schon ewig zu kennen scheinst. Menschen, die dir wie "geschickte Engel" erscheinen.

Sie begegnen dir auf unterschiedlichen Ebenen. Vielleicht in einer Liebe oder Partnerschaft, eventuell in einer wunderbaren Freundschaft oder sogar im beruflichen Umfeld.

Eines ist aber immer gleich: du liebst diese Menschen in einer Art & Weise, wie es nicht "normal" ist und du entscheidest für dich, dass sie eine so wichtige Rolle in deinem Leben und deiner Gefühlswelt spielen, dass du sie nicht mehr gehen lassen möchtest.

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Es wird zur gegenseitige Liebe

Das Schöne ist, dass dieses Gefühl nicht nur einseitig ist. Ihr fühlt es beide. Es verbindet euch in einer Art und Weise, die unbeschreiblich ist.

Spirituelle Lehrer würden vielleicht sagen, dass ihr einen Seelenvertrag geschlossen habt, dass euch eine gemeinsame Aufgabe verbindet, dass ihr euch gegenseitig versprochen habt, euch in eurem Leben zu helfen.

Seelenverbindung, Karma, Dual-Seelen...es gibt viele "offizielle" Begriffe dafür. Ich glaube nicht, dass wir es zwingend benennen müssen. Du weißt aber, von welchem Gefühl ich spreche und nicht nur du weißt es; ihr wisst es beide.

Ihr sagt es euch auch, ihr teilt es euch mit und ihr genießt es. Da ist keine Scham oder eine Begrenzung. Es ist nur reine Liebe.

Es fühlt sich so an, als wenn die Welt untergehen-, sich alles gegen euch wenden könnte aber EUCH wird es immer als Duo geben.

Ich spreche hier ganz bewusst von Liebe aber natürlich gibt es dieses besondere Gefühl nicht nur in Liebesverbindungen oder Partnerschaften.

Ich selbst durfte dieses Gefühl schon mehr als 1x erleben. Ich erinnere mich an die besonderste Begegnung von allen noch bis heute ins kleinste Detail und dies wird sich wohl auch bis ans Ende meines Lebens nicht mehr ändern.

Ich traf diesen Menschen an jenem Tag zum ersten Mal. Bis dato völlig unbekannt aber schon nach der Begrüßung wusste ich: 

Diese Person wird eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen!

Und auch, wenn es völlig absurd erschien, sollte ich mich nicht täuschen. Kennst du diese Begegnungen auch?

Was ist der Sinn?

Tja...die offiziellen Varianten habe ich dir oben ja schon genannt. Ich kann hier also nur meine persönliche Meinung ergänzen.

Ich bin mir für mich zu 100% sicher, dass diese Begegnungen auch genau für das bestimmt sind, wie sie sich anfühlen. Sie sollen ein Leben lang halten, verfolgen einen tieferen Sinn und eine ganz bestimmte Aufgabe.

Welche Aufgaben sind das?

Genauso vielfältig wie diese gemeinsamen Aufgaben sein können, genauso sicher bin ich mir, dass die Seelen und das Herz uns genau auf diesen zu lösenden Weg führen.

Ich habe es bisher noch nicht einmal erlebt, dass diese Aufgabe unklar blieb.

"Leider" sind diese Aufgaben oft nicht leicht und verlangen uns alles ab. Genau deshalb dürfen wir sie ja auch zu zweit lösen.

Hierbei kann es darum gehen, wahre Liebe zu erfahren. Zu spüren, was unser Herz wirklich möchte und unsere Seele in ihrer Tiefe sucht, auch, wenn wir es selbst nicht wahrhaben wollen oder sogar ablehnen.

Es kann das Ziel sein, eine lebenslange Verbindung aufzubauen und einzugehen, die uns durch die verschiedenen Phasen des Lebens trägt und uns stützt und Kraft gibt.

Es mag genauso darum gehen, etwas bei seinem Gegenüber zu erkennen, was in Teilen auch zu uns selbst gehört. Diesen Anteil geht es dann für uns selbst anzunehmen.

Es kann genauso eine Lehrer/Schüler Verbindung sein.

Sicher gibt es auch viele weitere Möglichkeiten. Ergänze sie gern um deine Erlebnisse.

Worum es ganz sicher nicht geht, sind Schmerz, Enttäuschung und leid...

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Trotzdem geht es schief...

Ich würde diese Zeilen heute nicht schreiben, wenn alles so easy going wäre.

Denn leider ist es nicht immer so, dass diese Aufgaben angenommen und gelöst werden.

Ganz im Gegenteil kommt es hier sogar zum Bruch, zur Enttäuschung und zu Leid.

Es bricht eine Verbindung, die unzerstörbar erschien.

Dies geschieht zu 90% nicht einvernehmlich, sondern einer der Beteiligten bricht urplötzlich aus.

Sehr oft in einem völlig unvorbereiteten Moment, was den Schmerz natürlich noch unendlich groß macht. 

Hier trifft es dann die Traumpaare, die bewunderten Freundschaften und die "ein Herz und eine Seele"-Menschen. Ich spreche hierbei übrigens nicht von einem äußeren Schein, sondern von der inneren Wahrheit.

Aber warum?

Warum tun uns denn diese Menschen, die wir am meisten geliebt haben und die auch uns die ewige Verbindungstreue geschworen haben, so häufig am allermeisten weh?

Die Antwort auf diese Frage liegt oftmals in der gemeinsamen Aufgabe begründet.

Wir Menschen sind keine ferngesteuerten Marionetten. Wir sind mit dem größten Geschenk ausgezeichnet worden: unserem freien Willen!

Was bedeutet das?

Du hast zu jedem Moment in deinem Leben die Möglichkeit, deine freien Entscheidungen zu treffen. Hierbei ist es ganz egal, ob sie deiner "Seelenwahrheit" entsprechen oder eben nicht.

Du kannst hier und jetzt deinen Job beenden, deinen Partner verlassen, auswandern, von der Brücke springen und damit dein ganzes Leben verändern.

Wir haben immer die Wahl...

Nun ist es eben so, dass (wie oben schon beschrieben) unsere gemeinsam Aufgaben nicht immer leicht sind. Oftmals müssen wir unsere Komfortzone verlassen, uns unseren Ängsten stellen, unsere unbequeme Wahrheit leben oder unser Leben komplett ändern.

Unser Gegenüber in diesen wunderbaren Beziehungen zeigt uns neben all seinen tollen Eigenschaften eben auch immer wieder diese Themen auf.

Das tut natürlich weh. So haben wir also neben all der Liebe auch ein Gefühl von Schmerz, was von unseren 2. Teil angetriggert wird.

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Herz gegen Kopf

Und nun beginnt oft der Kampf Herz gegen Kopf...

Ich bin mir sicher, dass beide Parteien ganz genau wissen, was eigentlich "der richtige" Weg ist.

Trotz allem beginnen nun unterschiedliche Vorgehensweisen mit dem gleichen Thema.

Die Seele hat beide Menschen an den gleichen Punkt geführt. Sie empfinden beide das gleiche Gefühl: diese tiefe Liebe und Verbindung aber eben auch die Überwindung der Ängste und die Hürden, die das Weiterführen dieser Verbindung mit sich bringen würde.

Dem Herz-Menschen, der ohnehin vorher schon eher aus dem Herz heraus agiert hat, fällt es etwas leichter, mit diesen Situationen umzugehen. 

Ihm ist klar, dass das Gefühl, was am Ende des Weges wartet und das er schon jetzt so stark fühlen kann, die größte Belohnung sein wird, die ihm das Leben schenken kann. Er muss nun schauen, hier nicht alles zu überstürzen, einen Schritt nach dem anderen zu gehen und dem Ganzen Zeit zu geben.

Der Kopf-Mensch steckt zum großen Teil in seiner Angst und seiner Ablehnung gegen sich selbst fest. Er kann dieses Gefühls-Mischmasch nicht auseinander halten. Die Angst, die er nun überwinden darf um sie endgültig hinter sich zu lassen, empfindet er als Hinweis darauf, dass er einen Fehler macht. Auch wenn sein Innerstes ihm ganz klar signalisiert, dass dem nicht so ist, versucht er sich über den Kopf aus dieser Situation herauszuholen.

Es kommt zum Bruch, meistens "verursacht" durch den Kopfmenschen, weil es ihn über seinen Verstand gelingen kann, aus dieser Situation zu flüchten.

Und wie du dir schon denken kannst, treffen Herz- und Kopfmenschen oft aufeinander. Eigentlich, um sich auszugleichen und um von sich zu lernen. Oftmals führt aber mangelndes Verständnis für das Verhalten des Anderen zum Gegenteil.

Aus Liebe wird Schmerz

Und nun wird aus dem einst gemeinsamen Weg oftmals ein Weg der Enttäuschung und des Schmerzes.

Der Herz-Mensch leidet und hofft, weil er nicht begreifen kann, dass man sich dauerhaft gegen sein Gefühl, seinen Seelenweg und seine Wahrheit werden kann. Er kann oft nicht wirklich loslassen, klammert sich fest, sucht oft den Kontakt und das Gespräch aber läuft gegen eine Wand. 

Der Kopf-Mensch begibt sich nun in die Sicherheit seines Verstandes. Er kühlt meist nach Außen komplett ab, so dass wir meinen einen anderen Menschen vor uns zu haben. Er lenkt sein Leben in die Bahnen, in die es seiner Meinung nach nun gehört. Um nicht weiterhin mit seinen Gefühlen konfrontiert zu werden, muss er sein Gegenstück natürlich aus dem Leben schmeißen. Er fühl den Schmerz und auch die Sehnsucht aber er verbietet sich Gefühle jeder Art.

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Gibt es ein Happy-End?

Ich wünschte, ich könnte dir diese Frage nun einfach mit einem "JA!" beantworten.

Leider kann ich dir das weder aus meinen Coaching-Erfahrungen, noch aus meinem eigenen Leben mit ruhigem Gewissen versprechen.

Der freie Will steht über allem und so kann ein Herz-Mensch natürlich für sich entscheiden, seinem Gegenstück nicht mehr zu verzeihen und ein Kopf-Mensch kann sein Leben lang im Verstand verbringen und sein Leben als eine Lüge leben.

Ich habe hier schon so viele Geschichten erlebt oder beobachtet. 

  • Akzeptierte Manipulation von Außen bis hin zu Sekten, die sich gerade den erschütterten Kopf-Menschen sehr gern "annehmen". 
  • Neu erschaffene Beziehungen, Freundschaften und komplette Leben auf Basis von Lügen und Verstand. 
  • Komplette Ablehnung der eigenen Wahrheit.
  • Zugrundegehen am Nachlaufen.
  • Hass-Kriege von Menschen, die einst unzertrennlich waren. 

Du hast nur in diesem Moment nur dieses eine Leben: lass nicht zu, dass einer der oben genannten Punkte dieses Leben übernimmt.

Mein Versprechen

Eines kann ich dir aber versprechen: das Herz und die Seele von beiden Beteiligten wird sie immer wieder auf den richtigen Weg hinweisen. Durch Vermissen, Gedanken, Gefühle und Impulse im Außen. Denn das endgültige Ziel ist die Erfüllung der gemeinsamen Aufgabe.

Die Entscheidung, den richtigen Weg einzuschlagen, liegt aber bei uns!

Was kannst du tun?

Ich möchte dir zumindest noch etwas mit auf den Weg geben, was du für dich tun kannst.

Als Herz-Mensch lasse los und trage dein Gegenstück im Herzen. Sage, was es noch zu sagen gibt, damit du in Frieden weitergehen kannst. Verliere dich nicht aus den Augen und zweifele nicht an dir selbst. Sei offen für die Worte des Anderen, wenn der Tag kommt, an dem er/sie einen Schritt auf dich zukommt. Sei dieser Schritt auch noch so klein: für ihn oder sie ist er riesengroß! Öffne die Arme, wenn es nicht schon zu spät ist (ja, auch das kann es natürlich geben).

Als Kopf-Mensch vertraue auf den Ruf deiner Seele. Lass dein Herz wieder aus seinem Käfig und stelle dich deinen wahren Ängsten, die du bisher noch nicht angeschaut hast. Du wurdest zu dieser Situation geführt, um sich ihr zuzuwenden, deine Wahrheit anzunehmen und zu leben. Eine Flucht, ein Verdrängen und ein Leben in Lüge und ohne Gefühl ist kein Teil deines Seelenplanes.

Begegnungen und Verbindungen wie eure sind ein Geschenk und kommen vielleicht nie mehr wieder!

Wie geht es dir jetzt?

Du weißt, dass ich dich immer nach Feedback frage. Heute ist mir das besonders wichtig!

Hast du so etwas schon einmal erlebt? Findest du dich an einem Punkt wieder? Hast du etwas zu ergänzen oder einfach nur eine Frage?

Lass mir gern einen Kommentar da!

Danke für deine Zeit - dein virtueller Coach Dirk

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Ich habe zum 4. Mal eine wirklich sehr angenehme, effektive und sehr wirkungsvolle Entgiftung hinter mir!

Diese gibt mir nicht nur ein extrem gutes Lebens- und Körpergefühl, sondern nimmt mir auch gut 10% meines Gewichtes.

Da ich zu diesem Thema sehr viele Fragen bekam, habe ich die Antworten in einer Facebook-Live-Session beantwortet.

Ich stelle dir dieses Video an dieser Stelle gern noch einmal zu Verfügung.

Mehr Infos zum Thema "Vitalität" findest du übrigens hier: https://www.diefenbach-coaching.de/infos-vitalitaet 

Teil meiner Abspeck-Community wirst du hier: www.abspecken-kann-jeder.de

Und nun viel Spaß mit dem Video:


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Warum ist die Sexualität mein Thema? https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/warum-ist-die-sexualitaet-mein-thema/ https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/warum-ist-die-sexualitaet-mein-thema/#comments Sat, 31 Mar 2018 09:05:00 +0000 Videoblog https://www.abspecken-kann-jeder.de/dc-blog/warum-ist-die-sexualitaet-mein-thema/ einige Antworten ! :-) Los geht's! Die Links im Video: - den Kurs zu deiner persönlichen Gebrauchsanweisung findest du --> hier - alle Infos zur Erstellung deiner persönlichen Gebrauchsanweisung findest du --> hier - den kostenlosen Videokurs findest du auf --> meiner Startseite ]]> Heute werfe ich gemeinsam mit dir zu einem spannenden Thema einen Blick in deine Gebrauchsanweisung:

Let's talk about sex!

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Wissen um des Wissens willen - DAS bist du!

Alles interessiert dich, in google kannst du dich verlieren, Bücher verschlingst du und dein Kopf möchte immer gefüllt werden.

Puh, ganz schön anstrengend. 

Es kostet Zeit und Kraft. 

Manchmal fragst du dich: warum das alles? Das meiste Wissen wendest du nie an und weißt das eigentlich auch...

Warum du trotzdem genau so weitermachen solltest und weshalb das Ganze so ist, wie es ist, erfährst du in meinem heutigen Video.

Lass mir gern dein Feedback dazu da. Findest du dich wieder?

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Bin ich dumm oder was?

Du wirst lachen aber diese Frage habe ich tatsächlich öfter im Coaching gehört als ich es mir vorher gedacht hätte :-)

Grund dafür ist dein Lebensmotiv, was dafür "verantwortlich" ist, für was du dich interessierst.

Je nach Stärke der Ausprägung kann es hier sogar sein, dass du dich für extrem wenig interessierst. Außerdem spürst du, dass du dich auch nicht dazu zwingen kannst, dein Wissen zu erweitern.

Woran das liegt, wie du damit umgehen kannst und weshalb das auch eine klare Stärke mit sich bringt, erfährst du in meinem heutigen Video.

Lass mir gern ein Feedback dazu da, ob du dich hier wiederfindest oder schon einmal auf einen solchen Menschen getroffen bist!

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