„Diese Person hat mich so richtig verletzt, die hat mir so richtig wehgetan!“
Stell dir mal vor, niemand könnte dich verletzen!
Und was wäre, wenn uns auf einmal sogar klar würde, dass nur wir selbst uns verletzen können?
Heute werden wir diesen Blick in den Spiegel wagen und gemeinsam schauen, warum du dich getriggert fühlst.
Also los!👇
Inhaltsverzeichnis
Dieser Blick in den Spiegel, den wir heute gemeinsam wagen wollen, ist manchmal gar nicht so leicht. Denn er bringt uns in eine neue Perspektive, die wir, je nachdem, wie wir ticken, vielleicht noch gar nicht kennen.
Wir tendieren sehr stark dazu, immer im Außen zu suchen. Und so neigen wir ebenfalls dazu, die Gründe für das, was wir erleben, auch im Außen zu suchen.
Aber was wäre, wenn dich wirklich niemand verletzen könnte?
Das klingt jetzt erst einmal absurd.
Du magst denken:
„Wenn ich beleidigt werde, dann verletze ich mich ja wohl nicht. Sondern das tut doch die andere Person.“
Der kleine und feine Unterschied dabei ist, dass nur der Auslöser, die Ursache, dessen was geschieht durch die andere Person entstanden ist.
Aber, wie es bei dir ankommt und in welche Emotionen oder Gedanken du es für dich umwandelst:
Das ist deine Entscheidung.
Ich gebe dir dazu mal ein Beispiel aus meiner beruflichen Praxis.
Ich sage immer:
„Ich kann dich nicht motivieren.“
Das ist auch etwas, womit viele Menschen erst einmal gar nicht klarkommen.
Sie sagen dann so etwas wie:
„Das ist doch dein Job. Weshalb kannst du mich nicht motivieren?“
Dann erwidere ich z.B.:
„Weil du das nur selbst kannst.“
Dann bekomme ich gerne die (durchaus schöne) Antwort:
„Ja, aber ich fühle mich doch von dir motiviert.“
Daraufhin sage ich dann:
„Ja, das ist genau der Punkt. Du fühlst dich von mir motiviert. Es ist aber deine Entscheidung. Das ist nichts, was ich machen kann, sondern das ist etwas was du entscheidest.“
Stell dir mal vor, ich würde eine Motivationsrede vor einhundert Menschen in einem großen Raum halten. Natürlich habe ich durch meine Formulierung, den Inhalt und wie ich das mache mit Sicherheit Einfluss darauf, wie motivierend meine Rede bewertet wird. Aber von den einhundert Menschen in diesem Raum wird jeder sich danach unterschiedlich motiviert fühlen. Die einen werden sagen:
„Das hat mich total mitgerissen.“,
andere werden sagen:
„Ja, da waren Teile dabei, die ich ganz gut gefunden habe. Andere nicht.“
und du wirst auch Menschen haben, die sagen, dass meine Rede sie überhaupt nicht erreicht hat.
Und diese Menschen haben alle das Gleiche gehört.
Das bedeutet, es ist ausgeschlossen, dass es an mir liegen kann.
Meine Aufgabe würde ich darin sehen, von den einhundert Menschen fünfzig oder siebzig zu erreichen, statt beispielsweise nur sieben Menschen.
Aber ich werde es niemals schaffen, alle Menschen zu erreichen.
Warum?
Weil, und jetzt schließt sich der Kreis, die Menschen entscheiden, ob es sie erreicht.
Das kann an vielen verschiedenen Faktoren liegen.
Betrifft das Thema die Menschen, können die Menschen mit mir als Person etwas anfangen oder haben sie eine generelle Abneigung gegen mich, wie aufmerksam und offen sind sie?
Alles das hat Einfluss darauf, was ankommt.
Wenn du dieses Beispiel jetzt mal in deine Gedanken mitnimmst, dann ist das, was ich dir sagen möchte, dass das mit allem so ist.
Denn aufgrund deiner Bewertungen, sowie aufgrund von dem, was gesagt und getan wird, ebenso wie aufgrund deines Umgangs damit, entscheidest immer du am Ende, wie sehr es dich verletzen darf.
Dabei wird dich vermutlich das, was eine dir sehr nahestehende Person sagt, eher treffen als etwas, was ein wildfremder Mensch zu dir sagt.
Wenn du mir gerade in diesem Moment zustimmst, weißt du, was ich meine.
Wenn es dir noch schwer fällt, ist das in Ordnung, denn das kann tatsächlich aufgrund deiner Gebrauchsanweisung anders sein.
Das ist auch noch einmal spannend und wir haben ja auch schon mal drüber gesprochen, zum Beispiel im Interview mit Sylke in meinem "Reboot yourself - Kennst du deine Gebrauchsanweisung"-Podcast.
Es kann also sein, dass dich die Aussagen eines nahestehenden Menschen gar nicht tangieren, solche von Fremden allerdings schon.
Du weißt dann vielleicht, dass es dich nicht interessieren sollte, was ein Außenstehender sagt, es aber dennoch etwas mit dir macht.
Das Gleiche kannst du auch auf folgende Situation übertragen:
Wenn jemand etwas sagt, was du für dich als wahr oder unwahr bewertest, wie z.B.:
„Ich habe den Eindruck, du bist mit der Situation überfordert.“,
dann kann dich diese Aussage aus verschiedenen Blickwinkeln triggern und auch verletzen.
Es kann sein, dass ich Recht damit habe. Du fühlst dich erwischt, ertappt und bloßgestellt.
Aber du willst das einfach nicht wahrhaben.
Es ist, je nach Situation, auch nicht schön, wenn so etwas jemand sogar noch vor anderen Menschen sagt.
Es kann auch sein, dass diese Aussage gar nicht stimmt.
Ich behaupte das einfach und du fühlst dich nicht annähernd überfordert.
Du denkst:
„Was will der eigentlich von mir?“
Vielleicht lässt du diese Aussage durchrutschen, vielleicht triggert sie dich aber auch gerade deshalb, weil du sie als ungerecht empfindest. Es ist ungerecht, dass ich das einfach behaupte, obwohl es nicht so ist.
Du merkst also schon, eine Aussage, je nachdem, wie du sie betrachtest und wie du funktionierst, kann dich kalt lassen oder dich emotional berühren.
Das Spannende ist, dass du keine Aussage finden wirst, die ich oder irgendjemand anders sagen könnte, die jeder Mensch für sich als verletzend empfinden würde.
Die Aussage könnte noch so krass sein, ich könnte zu einhundert Menschen sagen:
„Du bist einfach nur saudoof!“,
jeder wird anders damit umgehen.
Ja, es wird den Menschen verletzen, der negativ - offen dafür ist.
Das ist z.B. jemand, der an seiner eigenen Intelligenz zweifelt oder das Gefühl hat, nicht gut genug zu sein. Es würde diesen Menschen verletzen, triggern und am wahrscheinlichsten wütend machen, der es als ungerecht und respektlos empfindet und denkt:
„Was bildest du dir eigentlich ein?“
Es wird aber auch bei diesem Beispiel den Menschen geben, der meint:
„Das ist so ein absurder Schwachsinn. Das geht mir rechts rein und links wieder raus.“
Und das nicht nur, weil die Person es so äußert, sondern weil es so ist.
Es ist immer so, dass wir Aussagen von außen für uns aufnehmen, annehmen, umwandeln und sie dann in unserem System etwas bewirken.
Und das Großartige daran ist, dass du unheimlich viele Erkenntnisse aus diesen Situationen für dich ziehen kannst. Und du kannst damit arbeiten und so Veränderung bewirken.
Fangen wir mit den Erkenntnissen an, die du für dich rausziehen kannst. Die Gründe, weshalb du dich getriggert fühlst, findest du mit dem Blick in den Spiegel. Denn spannend wird es, wenn du dich fragst, weshalb dich diese Aussage gerade so verletzt. Besser gesagt:
„Warum verletze ich mich durch diese Aussage selbst?“
Aber es ist vielleicht noch ein bisschen schwierig, das so zu formulieren.
Du kannst dir genauso gut die Frage stellen:
„Warum verletzt mich diese Aussage so?“
Das kann die Aussage an sich, eine Situation oder ein Verhalten sein.
Ich würde mir wünschen das du dich fragst:
„Warum empfinde ich sie als verletzend?“,
„Was genau ist mein Problem damit?“
Das können Antworten sein, wie:
„Ich empfinde es als respektlos“ (Mir ist es offensichtlich sehr wichtig, dass ich als Mensch respektiert werde).
Das ist schon einmal eine sehr, sehr schöne Erkenntnis.
„Mit dieser Aussage/mit diesem Verhalten wird bei mir ein wunder Punkt erwischt.“
Wenn ich in meiner Persönlichkeit an einem Punkt getriggert werde, an dem ich selbst Zweifel habe, dann ist das schwierig für mich. Da legt jemand dann seinen Finger in die Wunde.
Das ist ebenfalls eine schöne Erkenntnis zu wissen, welche Wunden habe ich denn eigentlich?
An welchen Stellen mache ich mich verletzlich?
Egal, von welchem Thema oder welcher Erkenntnis du ausgehst, sie ist unheimlich wertvoll für dich.
Es hilft deinem Gegenüber und auch dir selbst, klarzumachen, was dir wichtig oder unwichtig ist, was du brauchst und wo deine Grenzen sind.
Ebenso dazu, zu wissen, an welchen Themen du arbeiten kannst.
Wenn du merkst, du bist eine Person, der ein respektvoller Umgang wahnsinnig wichtig ist, dann wäre es spannend hier eine Ebene tiefer zu schauen.
Welche Situation empfindest du denn als besonders respektlos?
Und du kannst deine Bedürfnisse auch mit deinem Gegenüber kommunizieren.
Du kannst deinen Mitmenschen sagen:
„Pass auf, ein respektvoller Umgang ist mir unheimlich wichtig. Ich möchte nicht, dass du so mit mir sprichst.“
Im nächsten Schritt:
„Respekt bedeutet für mich das und das. Du kannst alles sagen, was du denkst, doch bitte in einem respektvollen Ton.“
So setzt du für dich Grenzen und schützt dich.
Also: Lerne, wie du funktionierst und kommuniziere das auch nach außen.
Wir haben eben über die offenen Wunden gesprochen.
Wenn du merkst, da legt jemand bei dir den Finger in die Wunde, dann ist es verlockend, dem Menschen die Schuld daran zu geben.
Aber wenn wir mal ehrlich sind und es analysieren, tun das Menschen sehr, sehr oft unbewusst.
Und auch wenn sie es bewusst tun, denn das gibt natürlich auch, leider Gottes, wäre es doch spannend, sich vorzustellen, wie es wäre, wenn diese Wunde gar nicht da wäre.
Wenn du diese Wunde einfach heilen lassen kannst.
Dazu musst du allerdings wissen, welche Wunden eigentlich vorhanden sind.
Wenn du für dich erkennst, dass es da eine Wunde gibt und jemand dadurch deinen Wert herabsetzt oder deinen Wert nicht anerkennt, dann hat das ja automatisch eine riesen Auswirkung auf dein Umfeld.
Denn was bedeutet das?
Das ist für dich der Arbeitsauftrag, dich mit Menschen zu umgeben und dich in Situationen zu begeben, die deinen Wert schätzen, widerspiegeln und dich nicht klein machen.
Das hieße im Umkehrschluss, dass du eine Erlaubnis dafür bekommst, dich von diesen Menschen und Situationen auch zu trennen.
Natürlich hast du parallel dazu auch die Aufgabe, an dieser Wunde zu arbeiten.
Denn deinen eigenen Wert kannst du natürlich festlegen.
Das liegt an der Ausprägung deiner Gebrauchsanweisung.
Aber bis zu einem gewissen Punkt, kannst du das lernen. Anhand der Triggerpunkte, die du von außen bekommst, kannst du unheimlich viele Situationen finden, aus denen du etwas lernen kannst.
Ich bin ein Coach, der sehr viel und ganz bewusst mit Triggern arbeitet.
Ich bin klar und deutlich in meinen Aussagen, aber natürlich auch einfühlsam - insbesondere bei meinen 1:1 Coachings, denn das ist ein geschützter Raum und diese Person ist ja schon bei mir und möchte arbeiten.
Doch wenn ich rausgehe, dann formuliere ich Aussagen gerne mal provokant, formuliere die Wahrheiten sehr deutlich und weise die Menschen auch auf Fehler hin.
Es gibt immer zwei Möglichkeiten, die mir da begegnen.
Die häufigste ist glücklicherweise:
„Dirk, das hat wehgetan, aber du hast mich da echt aufgeweckt.“
Das ist auch relativ einfach, wenn ich einen Podcast aufnehme oder einen Blogartikel schreibe, auch in Vorträgen sind die Menschen ja in einem geschützten Raum.
Ich würde nie sagen:
„Bei dir, Eva, ist das so und du machst dies oder jenes falsch.“
Ich werde eine solche Aussage auch nie nach außen geben, ohne sie zu begründen und aufzuzeigen, wie es besser und richtig funktionieren kann und es dich auch ans Ziel bringt.
Das häufigste Feedback ist:
„Dirk, es hat mich aufgeweckt und es hat mir geholfen. Es hat erstmal wehgetan, aber ich habe etwas verändert. Ich bin dir so dankbar, dass du die Aussagen gerade so formulierst.“
Ich habe mal meine Instagram-Community gefragt, was sie eigentlich mit mir verbinden und überraschenderweise, neben meinen Coachings und den inhaltlichen Themen, waren es Offenheit, Ehrlichkeit und kein Schöngerede.
Das ist halt ein Beispiel dafür, wie du positiv mit Triggern umgehen kannst.
Was mir bei solch polarisierenden Aussagen auch entgegenschlägt ist die blanke Wut, die Trauer, denn die Leute merken:
„Scheiße, der hat mich erwischt. Der kritisiert mich jetzt und das kann ich nicht auf mir sitzen lassen.“
Jetzt kannst du dir denken:
„Spannend, die Leute sind doch in einem geschützten Raum.“
Ja, aber wenn die Menschen eine Podcastfolge hören, von der sie getriggert werden, weil ich ihnen 20 oder 45 Minuten lang aufs Brot schmiere, was sie "falsch machen", ist es für manche schwer auszuhalten. Wenn sie immer nur im Außen sind und nicht bei sich, müssen sie einfach eine E-Mail schreiben und sagen:
„Dirk, du hast mir wehgetan. Ich sehe das nicht so. Das ist falsch.“
Dazu sage ich ganz oft:
„Nein, falsch ist es nicht. Vielmehr habe ich dich getriggert, schau da doch noch einmal hin.“
Das sage ich allerdings auch schon ganz oft innerhalb des Podcasts oder Blogs, weil da eben die große Chance ist.
Mir war es wichtig, dir heute aufzuzeigen, welche Chancen Trigger Momente für dich haben und wie du dir diese Chancen verbaust, indem du einfach nur eingeschnappt oder beleidigt bist und auf Konfrontation gehst.
Die Chance ist so groß, dass es sich lohnt, mal zu fragen:
„Stopp! Warum hat mich das gerade getriggert? Welches Thema ist das bei mir dahinter? Wo darf ich hinschauen?“
Und genau dazu möchte ich dich gerne einladen.
Es ist völlig klar, dass es kein leichtes Thema ist und auch eins, bei dem wir natürlich auch viele blinde Flecken haben. Denn wir sind nicht alle bereit dazu, hingucken zu wollen.
Für manche von uns ist es bei manchen Themen wirklich sehr schwierig, weil wir mit diesen Wunden bereits aufgewachsen sind und es nicht anders kennen und sie vielleicht noch nicht einmal als Wunden identifiziert haben.
Aber genau dabei kann dir eben die Gebrauchsanweisung helfen.
Deine Gebrauchsanweisung, die auf dich persönlich zugeschnitten ist.
Deine Gebrauchsanweisung zeigt dir genau, wo deine wunden Punkte sind, wo du emotional reagierst und wo du vielleicht auch mit der Heilung beginnen kannst.
Und wenn du sagst, du würdest gerne diese Abkürzung nehmen und dir deine eigene Gebrauchsanweisung anschauen, kannst du das gerne z.B. über eine Video-Auswertung von mir machen.
Und jetzt bist du dran!
Schreib mir gerne dein Feedback in die Kommentare!
Welche Erkenntnisse nimmst du heute für dich mit?
Wenn du Interesse hast, auch einen Blick in deine Gebrauchsanweisung zu werfen, schaue gern hier nach einem passenden Paket für dich.
Viele Grüße
von deinem virtuellen Coach
Dirk
Dann hör gleich hier in deine Lieblings-Episode vom meinem "Reboot Yourself"-Podcast!
Wie führe ich die perfekte Partnerschaft? 👉👉 hier
Was ist richtig? Was ist falsch? 👉👉 hier
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Hallo, ich bin Dirk, dein virtueller Coach auf www.diefenbach-coaching.de und Reiss Profile Master.
Du möchtest den für dich entscheidenden Schritt nach vorne gehen? Du würdest gern einen Blick in deine persönliche Gebrauchsanweisung werfen, um damit dir selbst und einem klaren, zufriedenen und selbstbestimmten Leben entgegenzugehen?
Dann bist du hier richtig :-) Schaue dich um und komm bei Fragen und Wünschen gern auf mich zu!

Was denkst du?